1. FC Kaiserslautern
Kuriose Rote Karte: Bielefelds Trainer Kniat auf dem Betzenberg gesperrt
Es droht ein Krimi bis zur letzten Minute: Zwei Spieltage vor dem Ende steht Arminia Bielefeld als Tabellen-13. nur mickrige zwei Punkte über der Abstiegszone – und braucht dementsprechend auch am Freitag (18.30 Uhr, Liveblog auf rheinpfalz.de) beim kriselnden 1. FC Kaiserslautern dringend Zählbares. Allerdings werden die Ostwestfalen im Fritz-Walter-Stadion auf ihren Trainer an der Seitenlinie verzichten müssen: Mitch Kniat sah nach dem 1:1 gegen den VfL Bochum eine kuriose Rote Karte und ist deshalb beim FCK gesperrt.
Was war passiert? Kniat hatte sich nach dem Abpfiff über eine Entscheidung von Schiedsrichter Tobias Stieler aufgeregt, dieser zückte sofort Rot. Was der Bielefelder Trainer nur bedingt nachvollziehen konnte. „Ich bin zu ihm hingegangen und meine Worte waren wortwörtlich: ,Ich finde es geisteskrank, dass die letzte Aktion abgepfiffen wird'“, berichtete Kniat bei „Sky“. Stieler wertete dies offenbar als Beleidigung, jetzt muss der Arminia-Coach das vorletzte Saisonspiel in Kaiserslautern von der Tribüne aus verfolgen. „Das trifft mich brutal hart“, sagte Kniat und zeigte sich reumütig: „Ich darf es nicht sagen, definitiv nicht. Es ist mein Fehler, es tut mir brutal leid.“
Der Arminia-Trainer ist aber nicht der Einzige, der am Freitag wegen einer Sperre nicht dabei sein wird. Beim FCK holten sich im Spiel bei Dynamo Dresden (0:1) am Samstag sowohl Mittelfeldabräumer Fabian Kunze als auch Rechtsverteidiger Paul Joly Gelbe Karten ab, die eine kurze Auszeit zur Folge haben. Kunze stellte dabei mit seiner bereits 15. Verwarnung in dieser Saison einen neuen Vereinsrekord auf. Das verschärft die Personalsorgen bei den Lauterern, zumal Trainer Torsten Lieberknecht in Dresden noch keine Prognose abgeben konnte, ob Naatan Skyttä (grippaler Infekt) und Mika Haas (hartnäckige Rückenprobleme) am Freitag wieder zur Verfügung stehen werden.
