Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Klaus Ackermann: FCK-Fan schon lange vor dem Wechsel auf den Betze

Klaus Ackermann überwindet Torhüter Wolfgang Kleff beim denkwürdigen 6:2 des FCK in der Saison 1972/73 bei Borussia Mönchengladb
Klaus Ackermann überwindet Torhüter Wolfgang Kleff beim denkwürdigen 6:2 des FCK in der Saison 1972/73 bei Borussia Mönchengladbach.

Er kam als Linksaußen zum 1. FC Kaiserslautern und wuchs im Mittelfeld zu einer prägenden Figur im Spiel der Roten Teufel: Am 20. März wird Klaus Ackermann 80 Jahre alt.

260 Bundesligaspiele mit 31 Toren stehen für den im westfälischen Hamm geborenen Ackermann zu Buch. Von Preußen Münster kam er 1967 zu Borussia Mönchengladbach, von 1969 bis 1974 trug er das FCK-Trikot, fünf Jahre bei Borussia Dortmund folgten, beim SC Herford beendete er 1980 verletzungsbedingt seine Profi-Karriere.

„Ich bin schon seit 72 Jahren FCK-Fan“, verrät Klaus Ackermann im RHEINPFALZ-Interview. Und das kam so: Sein Vater führte ein Elektrogeschäft. 1954 standen drei Fernseher im Laden. Den letzten kaufte vor der Weltmeisterschaft ein Metzger. „Ich hab’ gebettelt, meinen Vater so lange genervt, bis wir beim Finale am 4. Juli zu dem Metzger gefahren sind. Zu zehnt haben wir beim ihm im Wohnzimmer das 3:2 gegen Ungarn gesehen“, erinnert sich Ackermann. Die „Helden von Bern“, darunter fünf Lauterer, waren fortan für den damals acht Jahre alten Buben Idole. „Es war von da an mein Ziel, einmal für den FCK zu spielen. Hier hab’ ich dann auch Fritz Walter kennengelernt. Ein so netter Mann“, schildert Klaus Ackermann.

Vom Linksaußen zum Spielmacher

Er war bei Borussia Mönchengladbach Stammkraft auf Linksaußen. Als ihm Trainer Hennes Weisweiler eröffnete, dass der dänische National-Linksaußen Ulrik le Fevre zum Bökelberg kommen wird, war für „Acki“ klar, dass er aus dem laufenden Vertrag aussteigt.

„Für mich war es eine tolle Zeit in der Pfalz“, sagt Ackermann beim Blick zurück. Der Start unter Gyula Lorant – schwierig. Aber unter Dietrich Weise und Erich Ribbeck war er auf der Sonnenseite. „Ich hatte in Gladbach ja mit Günter Netzer ein super Zusammenspiel“, sagt Ackermann, der beim FCK auf Linksaußen oft verhungerte. „Als Erich Ribbeck sagte, du spielst jetzt im Mittelfeld, war das eine Befreiung für mich. Ich konnte das Spiel gestalten, meine läuferischen Fähigkeiten einbringen“, sagt der 1,67 Meter große Ex-Profi. 157-mal trug er in der Bundesliga das FCK-Trikot, schoss 20 Tore und gehörte zu der legendären Mannschaft, die am 20. Oktober 1973 aus einem 1:4 gegen Bayern München noch ein 7:4 machte.

Unter Rehhagel bei Dortmund

Der Abschied aus Lautern fiel Klaus Ackermann schwer. Der FCK wollte ihn halten. Aus privaten Gründen ging „Acki“ zurück in den Westen, war als Offensiv-Verteidiger ein Faktor beim Wiederaufstieg von Borussia Dortmund – „unter Trainer Otto Rehhagel, meinem Freund, mit dem ich in Lautern zusammen spielte“.

Am 20. März ist Feiertag bei Ackermanns. Drei Enkel machen besondere Freude, zwei von ihnen kicken und fiebern mit dem BVB. Traurig stimmt nur, dass ein Sohn, einer von drei Kindern, vor Jahren bei einem Unfall ums Leben kam. Die Erinnerung lebt.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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