Kommentar
Gegen Greuther Fürth ist für den FCK verlieren verboten
Nach dem 0:4 in Darmstadt ist der 1. FC Kaiserslautern wohl endgültig raus aus dem Aufstiegsrennen. Die Mannschaft lud die „Lilien“ mit vier individuellen Fehlern fast schon zum Toreschießen ein. Nun bleibt FCK-Trainer Torsten Lieberknecht Zeit bis Samstag, um seine Truppe auf das Duell mit dem Tabellenletzten aus Fürth einzustellen. Ein Sieg wäre wichtig.
Nach dem Spiel am Böllenfalltor waren Lieberknecht der Frust und die Enttäuschung anzumerken. Er und sein Team hätten die Mannschaft auf den Gegner eingestellt, erklärt, worauf es ankommt und was es zu vermeiden gilt. Umgesetzt wurde laut Trainer: nichts. Kommt nun in Fürth der richtige Gast zur richtigen Zeit? Dient der Tabellenletzte als Aufbaugegner? Ein Selbstläufer wird die Partie sicher nicht, kann sich aber als wichtig erweisen – oder als fatal.
Saisonziel nach wie vor in Reichweite
Gehen Punkte flöten, schlimmstenfalls alle drei, könnte es unruhig werden auf dem Betzenberg. Sportdirektor Marcel Klos hat am Samstag eine etwaige Trainerdiskussion abgewürgt. Lieberknecht wäre nicht der erste Übungsleiter beim FCK, dem mehrere schlechte Auftritte in Folge zum Verhängnis würden. Nicht falsch verstehen: Dies ist kein Plädoyer für eine Freistellung oder eine Vorahnung. In Kenntnis des vielzitierten Umfelds der Roten Teufel wäre es nur nicht überraschend.
Es wäre wünschenswert, wenn der FCK einem Trainer eine schlechte Phase zugesteht – sofern die Saison nicht hergeschenkt wird. Zumal Lieberknecht endlich mal wieder einer ist, offenbar sehr zum Wohlwollen der Verantwortlichen, der auf die Jugend setzt. Helfen würde ein Sieg gegen Fürth. Die Top Sechs der Tabelle, das erklärte Saisonziel, ist immerhin noch machbar. Es fehlen derzeit drei Zähler.
