1. FC Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel FCK-Trainer Lieberknecht zeigt sich tief betroffen von Georg Kochs frühem Tod

Der Tod von Georg Koch hat auch FCK-Trainer Torsten Lieberknecht mitgenommen.
Der Tod von Georg Koch hat auch FCK-Trainer Torsten Lieberknecht mitgenommen.

Der FCK tritt am Samstagabend beim VfL Bochum an. Trainer Lieberknecht fehlt gesperrt. Schlechte Nachrichten gibt es von Mika Haas.

Ganz am Ende wurde es emotional. Eigentlich sollte Torsten Lieberknecht, Trainer des 1. FC Kaiserslautern, am Donnerstag über das Zweitliga-Spiel beim VfL Bochum (Samstag, 20.30 Uhr, Liveblog auf rheinpfalz.de) sprechen, aber als das Thema zum Schluss der Pressekonferenz auf Georg Koch kam, wirkte der FCK-Coach ehrlich betroffen. Der frühere Lauterer Bundesliga-Torwart war am Mittwoch mit nur 54 Jahren gestorben, nachdem er lange gegen den Bauchspeicheldrüsenkrebs gekämpft hatte.

„Das hat mich tief erschüttert. Auch weil diese Scheiß-Krankheit noch einen weiteren Freund von mir betrifft“, sagte Lieberknecht, der zu seinen aktiven Zeiten nie mit Koch zusammengespielt hat. „Man sieht, dass es noch viel wichtigere Themen gibt als das, was wir eben hier besprochen haben.“

Fußball bleibt eben immer nur eine Nebensache im Leben. Der FCK fährt mit dem Wissen ins kultige Ruhrstadion, dass der Aufstieg nach dem 1:2 gegen Paderborn in ganz weite Ferne gerückt ist. Acht Punkte beträgt der Rückstand des Tabellensechsten auf Platz drei. Das ist im Normalfall nicht mehr aufzuholen. Lieberknecht wollte sich denn auch am Donnerstag nicht mehr groß mit dem Begriff aufhalten. „Ich bin das Thema Aufstieg sehr offensiv angegangen, weil es ein Traum von mir ist, dass den Leuten hier zu schenken“, sagte der 52-Jährige. Er fügte aber hinzu, dass er als Zeitfenster für dieses Ziel die laufende und die kommende Saison genannt habe. Deshalb solle sich der Fokus besser auf das nächste Spiel richten. Denn: „Die Herausforderung Bochum ist groß genug.“

Ex-FCK-Torjäger stabilisert VfL Bochum

Der frühere FCK-Torjäger Uwe Rösler hat den Bundesliga-Absteiger nach einem Fehlstart in die Saison als Trainer stabilisiert, ohne aber noch einmal oben andocken zu können. Aktuell stehen die Bochumer auf Platz zehn mit acht Punkten Rückstand auf Lautern. Es steht Topspiel drauf, ist aber kein Topspiel drin.

Die Pfälzer, die von 2700 Fans begleitet werden, müssen am Samstagabend ohne ihren Trainer auskommen, der gegen Paderborn die Gelb-Rote Karte sah und gesperrt fehlen wird. Kleine Randnotiz: Selbst wenn Lieberknecht nur die Gelbe Karte gesehen hätte, hätte er in Bochum auf der Tribüne Platz nehmen müssen – es wäre die vierte Verwarnung in dieser Saison gewesen, was ebenfalls eine Sperre nach sich zieht.

Lieberknecht bei Schiris unter Beobachtung?

Haben die Schiedsrichter ihn auf dem Kieker, weil er ein emotionaler Trainertyp ist? „Ich habe das immer mal so im Gefühl gehabt. Ich bekomme aber auch andere Rückmeldungen von Schiedsrichtern. Ich versuche, mich respektvoll den Schiedsrichtern gegenüber zu zeigen, trotz aller Emotionalität“, sagte Lieberknecht, der in Bochum zum vierten Mal in seiner Trainerkarriere gesperrt pausieren muss. 30 Minuten vor dem Spiel und 30 Minuten nach dem Abpfiff darf der Coach keinen Kontakt zur Mannschaft haben, er darf dementsprechend während der Partie auch nicht mit Handynachrichten oder ähnlichem Einfluss nehmen. Seinen Job an der Seitenlinie übernimmt Co-Trainer Carsten Rump, mit dem Lieberknecht vorher viele Szenarien und Eventualitäten durchspielen will.

Schwere Nasennebenhöhlenentzündung: Mika Haas fehlt in Bochum.
Schwere Nasennebenhöhlenentzündung: Mika Haas fehlt in Bochum.

Bereits sicher ist, dass auf der Linksverteidigerposition wieder Florian Kleinhansl den weiter erkrankten Mika Haas ersetzen muss. „Es ist bei ihm eher schlimmer geworden. Er hat eine schwere Nasennebenhöhlenentzündung, die mit Antibiotika behandelt werden muss“, berichtete Lieberknecht. Durch die Folgen seiner Gehirnerschütterung weiter ausfallen wird Jacob Rasmussen, und da Maxwell Gyamfi nach seinem Muskelfaserriss erst ein paar Trainingseinheiten absolviert hat, spricht alles dafür, dass die Dreierkette in der gleichen Besetzung wie gegen Paderborn auflaufen wird.

Ritter kehrt in Startelf zurück

Nach abgesessener Gelbsperre kehrt Kapitan Marlon Ritter ins offensive Mittelfeld, für ihn wird Eigengewächs Owen Gibs weichen, obwohl der 19-Jährige es bei seinem Startelfdebüt gegen Paderborn laut Lieberknecht „wirklich nicht schlecht gemacht“ habe. An Ritters Standing innerhalb der Mannschaft hat sich allerdings nichts geändert. „Ich halte große Stücke auf ihn und bin froh, dass er am Samstagabend als Kapitän die Mannschaft anführt“, sagte der FCK-Coach.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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