1. FC Kaiserslautern
FCK-Trainer Lieberknecht will in Berlin „neue Chance“ auswärts nutzen
Es ist das altbekannte Muster in dieser Saison beim 1. FC Kaiserslautern: Auf ein solides Heimspiel folgt ein Leistungsabfall auf fremden Plätzen. So geschehen etwa nach dem 3:0 gegen den Karlsruher SC (0:3 in Nürnberg) oder in der Hinrunde nach dem 4:1 gegen Bundesliga-Absteiger Holstein Kiel (0:2 in Braunschweig). Nun ist der FCK am Samstag bei Hertha BSC (13 Uhr, Liveblog auf rheinpfalz.de) gefordert. Der Trip in die Hauptstadt folgt auf einen 3:0-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf.
Personell kann der Trainer der Roten Teufel, Torsten Lieberknecht, aus dem Vollen schöpfen – vom langzeitverletzten Torjäger Ivan Prtajin (Achillessehnenriss) abgesehen. „Wir haben über dieses Thema schon oft gesprochen. Es gibt diese Diskrepanz“, sagt Lieberknecht, auf die Leistungsunterschiede seiner Mannschaft bei Heim- und Auswärtsspielen angesprochen. Nach dem desolaten 0:3 in Nürnberg hatte er gar von einem „Virus“ gesprochen, das es zu bekämpfen gelte.
Berlin gewann Hinspiel 1:0
Die Folge in der Länderspielpause: viele Einheiten mit Athletik. Zumindest gegen Düsseldorf hat das bekanntlich gefruchtet. Nun geht es aber nach Berlin. Ausgerechnet, denn im Dezember gab es im Olympiastadion im DFB-Pokal eine böse 1:6-Packung. Ermöglicht wurde diese Blamage auch teils durch haarsträubende Fehler von FCK-Spielern, etwa Maxwell Gyamfi beim 0:1. Und dort am Schauplatz jenes Achtelfinals soll es auswärts nun endlich besser werden. „Es gibt nun eine neue Chance, wie so oft im Leben“, sagt Lieberknecht. Auch in der Liga ging der FCK gegen Hertha leer aus. Im Hinspiel hatte Berlin 1:0 in Kaiserslautern gewonnen. Kurz vor Schluss war der vermeintliche Ausgleich durch Prtajin wegen einer Abseitsstellung aberkannt worden.
4264 Karten sind laut FCK bislang für den Gästeblock verkauft. Den Inhabern dieser Tickets wäre es zu wünschen, dass es nun besser läuft, als bei im Dezember – oder bei anderen Auswärtsfahrten in der jüngeren Vergangenheit.
