1. FC Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel FCK sucht nun nicht mehr nur einen Stürmer

Eine Neuverpflichtung trainierte noch nicht mit am Sonntag beim Aufgalopp des FCK. Einen Abgang gab es allerdings auch noch nich
Eine Neuverpflichtung trainierte noch nicht mit am Sonntag beim Aufgalopp des FCK. Einen Abgang gab es allerdings auch noch nicht.

Beim ersten Training im neuen Jahr kehrten zwei Langzeitverletzte des FCK ins Training zurück. Dafür fällt ein Stammspieler aus, mit dem der FCK fest gerechnet hatte.

Die persönliche Abhärtung hatte dann doch ihre Grenzen. Die 21 Feldspieler und fünf Torhüter des Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern kamen gut eingepackt auf den Trainingsplatz 4 am Fritz-Walter-Stadion. Keiner der Akteure absolvierte die erste öffentliche Übungseinheit im neuen Jahr in kurzen Hosen. In der Vergangenheit war der ehemalige FCK-Profi Ben Zolinski dafür bekannt, auch im Winter beim Training in kurzen Hosen über den Platz zu huschen.

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Am Sonntag fehlten solche „Exoten“ bei Temperaturen rund um den Gefrierpunkt und Sonnenschein. Die 300 Zuschauer, die trotz des Winterwetters den Weg auf den Betzenberg auf sich genommen hatten, suchten vergeblich nach Überraschungen. Und zwar in Form von Spielern, die den FCK verlassen haben oder aber zum viermaligen deutschen Meister gewechselt sind. „Ich hätte schon gedacht, dass der ein oder anderen Spieler den FCK verlassen hätte“, sagte FCK-Fan Christian Busch aus Oberwesel. Sein Freund Fabian Stenzel aus Neuwied vermisste Zugänge. Beide würden im Sturm und in der Innenverteidigung nachbessern.

Nicht nur Stenzel und Busch haben die aktuellen Schwachstellen im FCK-Kader ausfindig gemacht. Auch Sportdirektor Marcel Klos und Trainer Torsten Lieberknecht betonten nach dem Training in den Katakomben des Stadions, dass der FCK nach einem Stürmer und Innenverteidiger Ausschau hält. Als Klos seine Worte in die Mikrofone sprach, waren wenige Augenblicke zuvor Mahir Emreli und Ivan Prtajin mit Reha-Trainer Fabian Kobel in die Kälte. Sie absolvierten erste Einheiten auf dem Trainingsplatz – für sich, ohne die Mannschaft. Es sind die ersten Schritte. Kleine Schritte. Denn weder Klos noch Lieberknecht rechnen zum Rückrundenauftakt gegen Hannover mit dem vor der Saison verpflichteten Duo. Klos äußert jedenfalls seine Hoffnungen: „Ich hoffe, dass Mahir und Ivan in den nächsten zwei bis drei Wochen vielleicht sogar wieder auf dem Platz stehen können. Aber morgen sind erst einmal Testungen.“ Lieberknecht sprach an diesem Sonntag dagegen häufiger von Fragezeichen hinter den Namen verletzter Spielern. Damit meint er, dass er nicht genau wisse, wann er mit Emreli und Prtajin fest rechnen könne. „Es ist schwer abzusehen, wann sie tatsächlich wieder voll einsetzbar sind“, sagt der Coach.

Während die meisten Profivereine im Süden Europas ihr Trainingslager absolvieren, bleibt der FCK zu Hause und bereitet sich bei
Während die meisten Profivereine im Süden Europas ihr Trainingslager absolvieren, bleibt der FCK zu Hause und bereitet sich bei Minusgraden auf die Rückrunde vor.

Neben Prtajin und Emreli prangen auch hinter Ji-soo Kim Fragezeichen. Der ausgeliehene Innenverteidiger hatte sich im Spiel gegen Düsseldorf Anfang November am Oberschenkel verletzt. Es war offenbar schwerwiegender als vom Verein kommuniziert. Kims Stammklub, der FC Brentford, beorderte den Südkoreaner zurück nach England und behandelte ihn dort. Im letzten Training auf der Insel, vor wenigen Tagen, verletzte sich Kim abermals. Wie lange er nun fehlen wird, ist nicht bekannt. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Deutschland wird Kim erneut zur Behandlung und zur Reha nach England reisen, teilte der FCK mit.

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Diese Personalie trifft den FCK unerwartet. Denn der Klub hatte mit Kim zum Rückrundenauftakt gegen Hannover fest gerechnet. Am Sonntag tauchte er kurzzeitig in der Mixedzone im Stadion in Trainingskleidung auf, um sich etwas zu essen zu holen. In einem Raum war dort für die Spieler etwas aufgebaut, um zwischen den Trainingseinheiten die Energiespeicher wieder zu füllen.

Trainer setzt Frist bei Zugängen

Der unbestimmte Ausfall Kims verändert nun auch etwas die Transferplanungen. „Priorität haben einen Stürmer und ein Innenverteidiger“, sagte Lieberknecht. Für den Chefcoach soll das neue Personal rasch verpflichtet werden. „Bis zum 31. Januar will ich nicht warten, denn da ist es oftmals der falsche Spieler“, sagte er: „Ich will keinen Druck ausüben, aber eine Verpflichtung hängt von mehreren Faktoren ab. Ideal wäre es, wenn vor dem ersten Testspiel der Spieler da wäre, um ihn auch zu integrieren.“ Am 10. Januar bestreitet der FCK ein Vorbereitungsspiel ohne Publikum und ohne Medien gegen den Schweizer Erstligisten FC Zürich.

FCK-Innenverteidiger Ji-soo Kim (links) fällt weiter aus.
FCK-Innenverteidiger Ji-soo Kim (links) fällt weiter aus.

Da könnte Kenny Prince Redondo wieder seine ersten Minuten unter Wettkampfbedingungen sammeln. Der variabel einsetzbare Offensivspieler war am Sonntag so etwas wie der Lichtblick – neben Simon Asta. Asta hatte sich am dritten Spieltag bei der SV Elversberg am Kreuzband verletzt, Redondo quälte sich seit Monaten mit einer Entzündung im Zehgelenk herum. Nun waren beide wieder dabei. Die Leidenszeit neigt sich dem Ende entgegen. Asta (24) und Redondo (31) absolvierten die komplette 90-minütige Einheit mit. Mit der Rückkehr von Asta wird der FCK nicht mehr intensiv nach einem Spieler für die rechte Außenbahn suchen. Das sagte Marcel Klos. Da sei der Klub nun mit Paul Joly und Asta gut aufgestellt. Wann jedoch Asta wieder für ein Spiel zur Verfügung steht, ist offen.

Klos: „Können nachlegen, wenn wir es brauchen“

Klos ließ durchblicken, dass der FCK auf dem Transfermarkt aktiv wird. „Ich glaube, dass in den kommenden Tagen und Wochen da noch etwas passiert“, sagte er „Wir können nachlegen, wenn wir es brauchen.“ Lieberknecht präzisierte die möglichen Transfers später. „Es geht nun um eine Kaderaufwertung und nicht zwingend um eine Kaderverkleinerung. Durch die verletzten Spieler haben wir neue Herausforderungen.“

Die Fans des FCK sind zuversichtlich, dass die Verantwortlichen diese meistern werden. FCK-Anhängerin Klaudia Hofer aus Hermersberg sowie Fabian Stenzel und Christian Busch sind überzeugt, dass der FCK den Rückrundenauftakt gegen Hannover Mitte Januar gewinnen wird.

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