1. FC Kaiserslautern
FCK-Stürmer trifft nach Spiel die große Liebe
Sie waren ein Glamour-Paar. Simon Zoller und Laura Wontorra waren sechs Jahre verheiratet. Die Sportmoderatorin und der Stürmer lernten sich im November 2014 bei einem Spiel des FCK kennen. 2016 heirateten sie. 2022 war Abpfiff für die Ehe. Heute blickt Wontorra ohne Groll auf das Aus ihrer Liebe zurück. In einem Interview mit der „Gala“ sagte sie: „Natürlich war das ein Scheitern – und es hat wehgetan.“ Eine Niederlage sieht sie darin nicht: „Das hat mich zu der Frau gemacht, die ich heute bin.“
Als Grund für das Ehe-Aus nennt Wontorra den Ehrgeiz beider Partner. Sie und Simon Zoller hätten ihre beruflichen Ziele konsequent verfolgt. „Da sind manche Dinge auf der Strecke geblieben.“ Heute verstehen sich die beiden gut: Als sie Zoller bei einem Spiel in Bochum traf, hätten sie sich umarmt.
Am Samstag wird Wontorra nicht im Ruhrstadion sein, wenn der VfL Bochum auf den FCK trifft (20.30 Uhr, Liveblog auf rheinpfalz.de). Aber Simon Zoller. Er spielte von 2013 bis 2014 beim FCK. Obwohl Zoller einen Vierjahresvertrag unterzeichnet hatte, wechselte er 2014 zum 1. FC Köln. Doch 2015 verlieh ihn Köln für die Rückrunde an den FCK. Nun gibt es ein Wiedersehen mit der Vergangenheit. „Ich habe beim FCK meinen Durchbruch als Profi geschafft“, sagt Zoller dieser Zeitung: „Die Zeit zuvor beim VfL Osnabrück war zwar auch schon erfolgreich, aber durch meine Tore in der 3. Liga konnte ich mich für höhere Aufgaben empfehlen und bin so nach Lautern gekommen. In den 44 Pflichtspielen für den FCK habe ich 23 Scorer gesammelt, ein ordentlicher Wert. Köln hat ja nach meiner ersten erfolgreichen Saison im Trikot der Roten Teufel eine entsprechende Ablöse an den FCK gezahlt. Selbst bei meiner Rückkehr kurze Zeit später wurde ich wieder mit offenen Armen empfangen. Ich denke also immer gern an die Zeit auf dem Betze zurück.“
Zoller und sein Faible für Traditionsvereine
Auffällig in Zollers sportlicher Vita ist, dass er nur für Traditionsvereine spielte – unter anderem FCK, 1. FC Köln, VfL Bochum, KSC. „Ich erkenne ein Muster“, sagt Zoller lachend: „Anfangs war es keine bewusste Entscheidung, später schon. Traditionsvereine haben ihren ganz speziellen Reiz, oftmals sind es DIE Vereine der jeweiligen Stadt gewesen, für die ich gespielt habe. Das macht sich dann in vielem bemerkbar, vor allem im Rückhalt seitens der Fans, aber auch hinsichtlich der Mediensichtbarkeit.“
Seit 1. November 2025 ist der nun 34 Jahre alte Zoller Direktor Lizenzfußball beim VfL Bochum. Er hat viele Lehrjahre hinter sich gebracht. „Es waren mehrere Schritte, bis ich dort angelangt bin, wo ich jetzt bin“, sagt Zoller: „Jeder Schritt hatte etwas lehrreiches für mich, auch wenn sie kurz aufeinanderfolgten. Ich bin immer noch dabei, viele Dinge aufzusaugen und dabei von der Erfahrung aus meinem direkten Arbeitsumfeld zu profitieren, sei es von unserem Geschäftsführer Ilja Kaenzig, der schon sehr lange im Business tätig ist.“
Der neue Job fordert ihn – und er lernt weiter. „Natürlich verändert dieser Job einen. Man hat mehr Verantwortung, muss immer das große Ganze im Blick haben. Da ist der Abstiegskampf in der Zweiten Bundesliga nun wahrlich nicht vergnügungssteuerpflichtig. Der Druck ist ein anderer, als der, den man als Spieler empfunden hat. Ein paar graue Haare sind schon zu sehen.“
In Bochum ist Zoller übrigens nicht die einzige Führungskraft mit FCK-Stallgeruch. Trainer Uwe Rösler und Vorstandschef Andreas Luthe spielten ebenfalls für den FCK – ihre Liebe haben Rösler und Luthe aber nicht auf dem Betzenberg getroffen …
