1. FC Kaiserslautern
FCK-Profi auf Abenteuer-Trip in Asien: Reicht es für das Fürth-Spiel?
Die regelmäßigen Länderspielpausen während der laufenden Saison betrachtet Torsten Lieberknecht mit einem gewissen Fatalismus. „Wir haben nun einmal Nationalspieler und versuchen, das Beste daraus zu machen. Es ist Teil des Geschäfts“, sagte der Trainer des 1. FC Kaiserslautern nach der 2:3-Testspielniederlage gegen den 1. FC Heidenheim am Freitag in Heilbronn.
Nach dem emotionalen 3:1-Sieg gegen Darmstadt 98 vor acht Tagen hatte der FCK sechs Spieler zu diversen A- und U-Nationalmannschaften ziehen lassen. Mit unterschiedlichem Erfolg – und inklusive einer echten Schrecksekunde.
Der junge Torhüter Fabian Heck verunglückte bei einem Unfall mit dem Bus der luxemburgischen U21 in der französischen Bretagne. Fünf Spieler erlitten kleinere Blessuren, der Lauterer Nachwuchskeeper blieb unverletzt.
Lauterns aufstrebender Linksverteidiger Mika Haas feierte parallel dazu sein Debüt für die deutsche U20 – beim 5:1-Sieg in der Schweiz wurde er in der 63. Minute eingewechselt. Am Dienstag (18.30 Uhr) geht es für das Team von Trainer Hannes Wolf in Reutlingen noch gegen Italien, bevor Haas am Mittwoch wieder im Training am Betzenberg aufschlagen dürfte.
Simoni feiert sein Debüt in Albaniens A-Team
FCK-Ersatztorhüter Simon Simoni wird als neuer albanischer A-Nationalspieler in die Pfalz zurückkehren. Der 21-Jährige wurde beim 1:0-Sieg in der WM-Qualifikation gegen Gibraltar am Donnerstag erstmals im Nationalteam seines Heimatlandes eingewechselt.
Während das pfälzische Torwart-Talent Enis Kamga nicht für die deutsche U19 spielte, erlebte FCK-Angreifer Mahir Emreli mit Aserbaidschan ein echtes Debakel. Bei der 0:5-Abreibung in der WM-Qualifikation auf Island am Freitag stand er 90 Minuten auf dem Platz. Die Gelegenheit zur Wiedergutmachung gibt es für den Stürmer am Dienstag (18 Uhr) im Heimspiel gegen die Ukraine – eine Reintegration in den Trainingsbetrieb bei seinem Verein ist damit vor Donnerstag unrealistisch.
Ein wenig Sorgen um den Fitnesszustand macht sich FCK-Coach Lieberknecht bei Abwehrmann Ji-soo Kim. Der Südkoreaner befindet sich mit der U23 seines Landes auf einer kleinen Abenteuerreise durch Fernost. In der Qualifikation zur Asienmeisterschaft gewann der Kaiserslauterer Profi zunächst bei tropischen Temperaturen im indonesischen Sidoarjo mit 7:0 gegen Laos, am Dienstag treffen die Südkoreaner nun an gleicher Stelle auf Indonesien – danach steht für Kim ein Zwölf-Stunden-Flug zurück nach Deutschland an, außerdem muss sein Körper sieben Stunden Zeitunterschied verarbeiten.
Reicht die Zeit, um den Verteidiger bis zur Partie bei der SpVgg Fürth (Sonntag, 13.30 Uhr) wieder in Spielform zu bringen? „Erst einmal drücken wir die Daumen, dass alle unverletzt zurückkommen. Ji-soo Kim kehrt natürlich sehr spät und nach einer langen Flugreise zurück. Da müssen wir sehen, wie er sich körperlich präsentieren wird“, sagte Lieberknecht nach dem verlorenen Testspiel gegen Bundesligist Heidenheim am Freitag in Heilbronn. Der FCK-Coach bleibt dennoch zurückhaltend optimistisch: „Wir haben noch ein bisschen Zeit, um auch Kim für Fürth wieder frisch zu bekommen.“
