1. FC Kaiserslautern
FCK möchte Austausch mit den Fans erweitern
Ist das Fritz-Walter-Stadion zu schmutzig? Fans des 1. FC Kaiserslautern berichten von verunreinigten Toiletten oder Essensresten auf dem Boden vor den Essensständen auf dem Betzenberg. Das sind nur einige Themen, die die Anhänger des FCK umtreiben. Vorgetragen haben sie ihre Anliegen bei der jährlichen Fanversammlung. Den Wortmeldungen der Anhänger stellten sich am Sonntag Clara Liell, Marcel Sander und Michael Löwe von der Fanbetreuung des FCK sowie Marcus Böse, Direktor CRM und Digitales bei den Roten Teufeln, im Presseraum des Fritz-Walter-Stadions. „Wir sind sehr zufrieden. Ein paar Leute hatten vorab Bedenken wegen der Anreise, auch wegen des Wetters. Aber da gab es keine Probleme“, sagte Sander nach der Veranstaltung.
Beim Thema Schmutz auf den Rängen hat Sander gute Nachrichten für die Anhänger. Es gebe bei der Reinigungsfirma neue Maschinen, die dem Dreck auf die Pelle rücken. Dass, unter anderem vor den Kiosken im Stadion, Currysauce von den ausgegebenen Papptellern herunterläuft und der Bereich so verunreinigt wird, war auch dem Fanbeirat neu. Eine Hotline, über die Schmutz im Stadion an den Verein gemeldet werden kann, wäre eine Überlegung, sagte Böse. „Der Austausch ist wichtig, auch um andere Meinungen zu hören. Wir wissen viel, sehen aber auch nicht immer alles“, berichtete er.
Von DFL gefordert
Der FCK möchte den Austausch mit den Fans erweitern. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) fordert die Einrichtung eines Fandialogs. „Es ist von der DFL gewünscht, dass die Klubs und ihre Fans einen guten Austausch pflegen. Daher ist ein Klub-Fan-Dialog vorgeschrieben, bei allen Vereinen. Wir hoffen, noch mehr Menschen die Möglichkeit geben zu können, sich einzubringen“, sagte Sander. Beim FCK soll es diesen zusätzlichen Austausch ab der kommenden Saison geben. Im Sommer sind hierfür Wahlen geplant. Bei diesem neuen Format sollen unter anderem Vertreter aus e.V., aus organisierter und nichtorganisierter Fanszene oder Vertreter behinderter Anhänger teilnehmen.
Marcus Böse blickt erwartungsvoll auf die geplante Gesprächsgelegenheit. „Wir bekommen damit einen Querschnitt der Fans, so können wir die große Vielfalt im Stadion besser abbilden“, sagte er. „Wir hoffen, dass wir in einen noch besseren Austausch kommen.“ Die jährlichen Fanversammlungen sollen aber nicht ersetzt, sondern ergänzt werden.
Fanvertreter zufrieden mit Austausch mit FCK
Erich Huber, Vorsitzender des Fanklubs „Fairplay e.V.“ und Ansprechpartner für FCK-Anhänger mit Handicap, zeigt sich zufrieden, wie der Austausch mit dem Verein abläuft. „Wenn es irgendein Problem gibt, läuft das mit den Fanbetreuern sehr gut.“ Für ihn werde sich durch den neuen Fandialog aber als Fanbeirat nicht allzu viel ändern.
Auch Dieter Hahn, Fanbeirat und zuständig für die Fanregion Südpfalz, begrüßt das neue Format. Es sei an der Zeit, unter anderem verstärkt die Jugend miteinzubeziehen. Wie Huber zeigt auch er sich mit dem Austausch mit dem Verein zufrieden. „Wenn wir ein Thema haben und einen Ansprechpartner brauchen, dann ist der FCK da.“
FCK gewinnt Testspiel
Dennoch, berichteten beide Fanvertreter, sei die Stimmung in der Anhängerschaft nicht nur positiv. Nicht alle seien mit der sportlichen Lage einverstanden. Der FCK steht knapp eine Woche vor Beginn der Rückrunde in der Zweiten Fußball-Bundesliga auf dem siebten Tabellenplatz. „Die Niederlage gegen Magdeburg war ein bisschen ein Stimmungsdämpfer, aber ich finde, man kann zufrieden sein“, sagte Huber. Hahn berichtete, dass nicht alle mit der Spielweise der Roten Teufel einverstanden seien. Jedoch sind die Tabellenplätze fünf und sechs nur zwei, beziehungsweise einen Punkt entfernt.
Die Fanversammlung für die Saison 2025/26 fand einen Tag nach dem Testspiel des FCK gegen den FC Zürich statt. Am Samstag hatte die Roten Teufel den Schweizer Erstligisten unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit 3:1 besiegt. Die Tore für die Lauterer hatten Winter-Neuzugang Norman Bassette und Doppelpacker Dickson Abiama erzielt. Beim Testspiel bekamen zahlreiche Profis der Pfälzer Spielpraxis, darunter etwa Junioren-Nationaltorwart Enis Kamga oder der zuvor lange verletzte Kenny Prince Redondo. Tobias Raschl musste im letzten Durchgang ausgewechselt worden, da er umgeknickt war. Gespielt worden war ab 14 Uhr in drei Abschnitten à 45 Minuten. Am kommenden Sonntag (13.30 Uhr, Liveblog auf rheinpfalz.de) empfängt der FCK auf dem Betzenberg Hannover 96.
