1. FC Kaiserslautern
FCK überrascht Hertha: „Es war schön, die Fans mal wieder belohnen zu können“
Es geht doch auch auswärts! Nach dem 1:0 (0:0)-Sieg des 1. FC Kaiserslautern bei Hertha BSC am Samstag haben wir im Berliner Olympiastadion Reaktionen gesammelt.
FCK-Trainer Torsten Lieberknecht: „Man hat gesehen, dass wir etwas verändert haben. Wenn man etwas Neues wie die Viererkette implementiert, kann man nicht erwarten, dass alles perfekt funktioniert. Das hat man auch gesehen. Wir mussten schon die eine oder andere Phase überstehen. Insgesamt haben wir die Räume aus dem Mittelfeldblock aber gut schließen können. In der Halbzeit haben wir angesprochen, dass wir etwas aktiver sein müssen, gerade was die gegnerischen Innenverteidiger angeht. Einfach keinen kontrollierten Spielaufbau zuzulassen. Nach der Führung nach einer Standardsituation ist das Selbstbewusstsein größer geworden. Dann hatten wir viele Momente, wo wir diesen berühmten Deckel nicht draufgemacht haben bei unseren Konterchancen. Zum Schluss haben wir dann noch mal einen überragenden Jule Krahl gebraucht. Wir haben alles dafür getan, um auswärts gegen eine Topmannschaft wie Hertha zu gewinnen. Deshalb sind wir happy.“
FCK-Torhüter Julian Krahl: „Es war sehr besonders, mit den Fans zu feiern, auch wenn ich schon ein paar Jahre da bin. Vor allem nach den letzten Auswärtsspiel und dem letzten Spiel hier in Berlin (1:6 im DFB-Pokal-Achtelfinale, d. Red.), war es einfach schön, die Fans mal mit einer schönen Heimfahrt belohnen zu können. Die ganze Viererkette hat gut funktioniert, ein Verteidiger hat immer ein Bein dazwischen bekommen. Das war heute ganz wichtig. Genau so spielen wir immer zuhause, aber auswärts leider zu selten.“
zum Pfostenschuss von Herthas Paul Seguin kurz vor Schluss: „Manchmal hast du solche Tage mit dem nötigen Glück. Normalerweise geht der halt rein und du denkst: Mist.“
Sportdirektor Marcel Klos: „Heute, das war Mannschaft, das war Leidenschaft, das war Mentalität. Wir mussten die ersten zehn, 15 Minuten reinkommen, die mussten wir überstehen. Ganz am Schluss hat uns dann Julian den Rückhalt gegeben, das 1:0 mit nach Hause zu bringen. Heute haben wir uns nach einer Standardsituation belohnt.“
Lauterns Außenbahnspieler Simon Asta, der seinen ersten Startelf-Einsatz seit August hatte: „Es war schön von Anfang an zu spielen, auch wenn es eine Überraschung war. Ich habe es erst heute erfahren. Dass wir auf eine Viererkette umgeswitcht haben, war eine gute Idee vom Trainer. Wir haben es ganz gut umgesetzt. Auswärts als Mannschaft zu bestehen, ist das Wichtigste.“
Hertha-Coach Stefan Leitl: „Wir haben in der ersten Hälfte vieles richtig gemacht, auch wenn wir zu wenig klare Torchancen erspielt haben. Die zweite Halbzeit beginnt optimal, richtig Scheiße für uns. Die erste Ecke gegen uns und das Ding ist drin. Dann gehst du noch mehr Risiko und musst auch Umschaltsituationen schlucken. Wir haben es nicht geschafft, wenigstens noch den Ausgleich zu erzielen. Deshalb ist es maximal bitter für uns.“
