1. FC Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Enis Kamga: Die Torwarthoffnung des FCK und was Gerry Ehrmann über das Talent sagt

Wird Enis Kamga nach dieser Saison die Nummer zwei beim FCK?
Wird Enis Kamga nach dieser Saison die Nummer zwei beim FCK?

Enis Kamga wurde zuletzt in die deutsche U19-Nationalmannschaft berufen. Ihm eilen einige Vorschusslorbeeren voraus. Wird er in Zukunft die Nummer eins beim FCK im Tor?

Das Versprechen hat Enis Kamga gehalten. Sein Jugendtrainer aus seiner Zeit beim ESV Ludwigshafen, Alfredo Nettuno, wollte ihn immer mal im Fernsehen sehen. Denn Nettuno glaubte daran, dass der junge Enis Kamga einmal ein großer Torhüter werden kann. Noch hat der 19 Jahre alte Kamga nicht die internationale Top-Etage erreicht, aber der Keeper des Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern hat es immerhin schon bis in die deutsche U19-Nationalmannschaft geschafft. Das ist ein enormer Erfolg für den Abiturienten aus Ludwigshafen und den FCK.

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Zu Zeiten des legendären Torwarttrainers Gerry Ehrmann waren die Roten Teufel dafür bekannt, regelmäßig herausragende Torhüter zu entwickeln. Der letzte aus der Ehrmann-Schule, der groß heraus kam, war der Lauterer Aufstiegsheld Matheo Raab 2022. Erstmals wurde Kamga im September in die deutsche U19-Nationalmannschaft berufen. Vier Mal spielte er seitdem, dreimal über die volle Distanz.

Enis Kamga (links) trainiert regelmäßig bei den Zweitliga-Profis mit. Rechts: Innenverteidiger Ji-soo Kim.
Enis Kamga (links) trainiert regelmäßig bei den Zweitliga-Profis mit. Rechts: Innenverteidiger Ji-soo Kim.

Enis Kamga wird nachgesagt, dass er ein sehr großes Torhütertalent ist. Er bringt viele Eigenschaften mit, ein Top-Torwart zu werden.

Er ist 1,95 Meter groß, ruhig, lernbegierig, fleißig, ehrgeizig, diszipliniert. Lauterns Torwart-Ikone Gerry Ehrmann hält große Stücke auf den jungen Kamga. Dieser sei nicht hektisch, beweglich, reaktionsschnell, gut in der Strafraumbeherrschung und ruhig im Spiel. „Er hat einen guten Weg vor sich, wenn er weiter gezielt gefördert wird“, sagt Ehrmann: „Die jungen Spieler wachsen mit der Aufgabe und an der Aufgabe. Wichtig, ist, den Jungs das Vertrauen zu geben, auch wenn sie einen Fehler machen. Du musst ihnen die richtigen Tipps in der Verhaltensweise auf dem Platz geben: Identifikation, Verantwortungsbewusstsein, Einstellung, den unbedingten Siegeswillen, deutlich machen, wann ein Torwart, wo zu stehen hat, wann er sich wie zu verhalten hat, wann er besonnen, wann er etwas aggressiver sein muss, dass er Spiel lesen kann, antizipieren kann. Das alles kann man nicht früh genug lernen.“

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„Man muss ihm auch mal ein Spiel geben“

Gerry Ehrmann wurde mit dem FCK deutscher Meister und Pokalsieger. Er war ein furchtloser Torhüter und ist bis heute bekannt dafür, Klartext zu reden. Er sagt daher zur Personalie Kamga: „Man muss auch den Mut haben, ihm mal das ein oder andere Spiel zu geben, beispielsweise, wenn der Verein weiß, dass es mit dem Aufstieg nicht mehr klappt in dieser Saison.“

Gerry Ehrmann, Torwart-Ikone des FCK, hat Kamga immer mal wieder trainiert. Er hat eine klare Meinung zu ihm.
Gerry Ehrmann, Torwart-Ikone des FCK, hat Kamga immer mal wieder trainiert. Er hat eine klare Meinung zu ihm.

Derzeit ist Kamga hinter Julian Krahl und Simon Simoni und Avdo Spahic die Nummer vier im Profi-Team. Ein Ligaspiel für die Profis hat er noch nicht bestritten, Testspiele schon. Dafür steht er regelmäßig in der U21 in der Oberliga und U19-Junioren-Bundesliga im Tor. Das wurmt Enis Kamga nicht. Er erhebt nicht den Anspruch, (jetzt schon) die Nummer eins jetzt zu sein. Er weiß, dass er dazu noch großes Lern- und Verbesserungspotenzial hat. „Ich muss lernen, das Spiel in gewissen Situationen zu antizipieren und spielerisch noch dazulernen“, sagt er. Ihm ist bewusst, dass er all dies nicht überhastet erreichen wird, sondern Schritt für Schritt. Bislang war der Ludwigshafener damit erfolgreich. Er hat die Doppelaufgabe Schule und Fußball gut gemeistert. Am Carl-Bosch-Gymnasium in Ludwigshafen hat er sein Abitur bestanden. „Es ist nicht einfach gewesen, denn für meine Eltern war es wichtig, dass ich das Abi habe. Sie haben mir immer gesagt, dass Fußball erst einmal zweitrangig ist“, sagt Kamga. Diese familiäre Maxime verinnerlichte er. Weil die Lehrer Kamga ob dessen Doppelbelastung rücksichtsvoll begegneten, schenkte er seiner Lehrerin ein unterschriebenes FCK-Trikot – symbolisch für alle Lehrer an der Schule, die mit dem FCK sympathisieren.

Kamgas feine Geste für eine Lehrerin

Enis Kamga hat dies getan, weil es für ihn eine selbstverständliche Geste gewesen ist. Er ist ein geerdeter junger Mann, jemand, für den die Familie eine wichtige Rolle im Leben spielt. Er wohnt noch zu Hause in Ludwigshafen-Mundenheim. „Meine Freunde von früher, die ich immer noch kenne, sind in der Nähe. Deswegen ist es optimal für mich“, sagt er. Kamga pendelt häufig mit dem Zug nach Kaiserslautern, weil er gerade dabei ist, seinen Führerschein zu machen. Die Zeit im Zug nutzt er, um vom Trainingstag abzuschalten, Momente, Ratschläge zu verarbeiten. „Ich bekomme auch den Kopf frei, wenn es mal nicht so gut lief“, sagt er.

Enis Kamga wird großes Talent nachgesagt. Er gehört der deutschen U-19-Nationalmannschaft an.
Enis Kamga wird großes Talent nachgesagt. Er gehört der deutschen U-19-Nationalmannschaft an.

Enis Kamga will keine Sonderbehandlung, nur, weil er beim FCK im Mai vergangenen Jahres einen Profivertrag unterzeichnete. Denn er weiß, dass er mit dem aktuellen Status quo noch kein sorgenfreies Leben führen kann. Das ist derzeit auch nicht das Wesentliche, wonach Kamga strebt. Dafür sorgt sein Elternhaus. Sie legen Wert darauf, dass Kamga bodenständig bleibt. Seine Familie ist enorm stolz auf ihn. Bei der Vertragsunterschrift waren seine zwei jüngeren Brüder und sein Vater mit auf dem Betzenberg. Es war ein Moment, der ein Leben lang haften bleibt.

Wird Kamga nach Krahl die Nummer zwei?

Der FCK hat seine Pläne mit Enis Kamga. Sportdirektor Marcel Klos brachte zuletzt eine Leihe zu einem Drittligisten ins Spiel, sollten Spieler und Verein davon profitieren. FCK-Torwarttrainer Sören Rittmeier sagte im RHEINPFALZ-Podcast „Lautre“: „Wenn eine Leihe eine Option ist, dann muss man das überdenken. Allerdings spielen da viele Faktoren mit rein. Wir schauen, was das Beste für Enis ist.“ Es wäre aber auch nicht verwunderlich, wenn der FCK nach der Saison den Vertrag von Spahic nicht verlängern, die Kaufoption bei Simon Simoni nicht ziehen und Enis Kamga zur Nummer zwei machen würde. Es wäre ein konsequenter Schritt. Und Kamga hätte sein Versprechen gehalten. Er wäre häufiger im Fernsehen zu sehen.

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