1. FC Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Dresden wappnet sich für Hochrisikospiel gegen den FCK

Beim Spiel gegen Hertha BSC hatte es in Dresden im Stadion Randale gegeben.
Beim Spiel gegen Hertha BSC hatte es in Dresden im Stadion Randale gegeben.

In Dresden herrscht am Samstag Ausnahmezustand. Das Spiel gegen den FCK ist als Hochrisikospiel eingestuft worden. Rund um das Stadion gelten besondere Regeln.

Es war ein emotionaler Tag im Rudolf-Harbig-Stadion. Am 24. Mai 2022 stieg der 1. FC Kaiserslautern in Dresden im Relegationsrückspiel in die Zweite Fußball-Bundesliga auf. Und bei einigen Dynamo-Anhänger brannten offensichtlich die Sicherungen durch. Als sich die Niederlage und der damit verbundene Abstieg abzeichneten, flogen Pyrotechnik und Böller auf den Rasen. Irgendwann brannte sogar ein Feuer im Heimbereich.

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Am Samstag treffen sich beide Klubs an jenem Ort wieder. Nach dem Hinspiel in Kaiserslautern Ende 2025 ist es die zweite Begegnung der beiden Klubs seit 2022. Ab 13 Uhr (Liveblog auf rheinpfalz.de) stehen sich die heimischen Dynamos und der FCK gegenüber. Für die Sachsen geht der Abstiegskampf weiter. Und beim FCK möchte man nach zuletzt zwei Pleiten in Serie die Stimmung im Umfeld nicht noch weiter abstürzen lassen.

Verantwortliche sehen „hohes Gewaltpotenzial“

Wie schlecht die nach dem 0:3 in Kiel und dem 0:2 gegen Eintracht Braunschweig geworden ist, zeigte sich vergangenen Freitag nach dem Spiel gegen die Niedersachsen. Das Stadion leerte sich schon einige Zeit vor dem Abpfiff, und den Roten Teufeln gellten Pfiffe entgegen. Unter den Fans wird immer wieder Kritik an Trainer Torsten Lieberknecht laut. Die Verantwortlichen, Geschäftsführer Thomas Hengen und Sportdirektor Marcel Klos, stehen jedoch hinter ihm, wie sie selbst sagen.

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Mit dieser angespannten Stimmung geht es nach Dresden. Dort wird auch ohne die sportlichen Rahmenbedingungen schon mit Spannung auf die Partie geblickt. Denn das Spiel ist von der Polizei, Stadt sowie Dynamo-Vertretern vor wenigen Tagen als Hochrisikospiel eingestuft worden. „Die Anhängerschaften beider Mannschaften verfügen nachweislich über ein hohes Gewaltpotenzial und pflegen ein traditionell feindschaftliches Verhältnis zueinander. Beim ungehinderten Aufeinandertreffen muss mit sofortigen körperlichen Auseinandersetzungen gerechnet werden“, wird die Entscheidung in der öffentlichen Bekanntmachung im örtlichen Amtsblatt begründet. Unter anderem werden „zwei Raub- und Körperverletzungsdelikte“ beim Hinspiel sowie die Tumulte beim Relegationsrückspiel 2022 als Beispiele herangezogen.

Skandal gegen Hertha BSC

Beim ersten Aufeinandertreffen beider Teams diese Saison, im Dezember 2025, das der FCK auf dem Betzenberg 3:1 gewann, sprach das zuständige Polizeipräsidium Westpfalz von einem „insgesamt friedlichen Fußball-Nachmittag“ mit vereinzelten Körperverletzungen, einem Raub sowie einem versuchten Raub. Im Januar 2026 konkretisierte die Polizei, dass nach dem Spiel mutmaßlich eine Gruppe Dresdener einem FCK-Fan den Schal geraubt haben und anschließend geflohen sein soll. 2013 hatte es bei einem Spiel in Kaiserslautern wüste Auseinandersetzungen gegeben. Die Dynamo-Verantwortlichen sahen sich damals gezwungen, „die kriminellen Umtriebe aus dem Umfeld des Vereins“ aufs Schärfste zu verurteilen.

Auch in der laufenden Saison hat es in Dresden schon negative Schlagzeilen rund um ein Dynamo-Spiel gegeben. Gegen Hertha BSC am Karsamstag waren vermummte Fans beider Lager aufs Spielfeld gelangt. Im K-Block brannte kurz darauf eine Hertha-Fahne. Die Partie musste unterbrochen werden.

Lange Verbotsliste

Und so gilt rund um das Stadion am Samstag von 10 bis 16 Uhr eine Allgemeinverfügung. Diese verbietet unter anderem folgende Gegenstände: Pyrotechnik, Messer, Einwegoveralls, Schlauchschals, Masken (medizinische ausgenommen) und Kapuzenjacken, in deren Kapuze eine Brille integriert ist. Die Allgemeinverfügung ist unter anderem am nahegelegenen Lennéplatz gültig. Dort halten diverse Straßenbahnen vom Hauptbahnhof.

Für zugreisende FCK-Fans gibt es nach Klubangaben Shuttle-Busse zum Stadion. Man solle Polizisten vor Ort fragen, wo diese abfahren. Reisende des Sonderzuges werden direkt zu den Bussen geleitet. Jene Anhänger werden sich laut FCK auch nicht im Bahnhofsgebäude frei bewegen können. Autofahrer werden vom bewachten Parkplatz an der Messe per Shuttle-Bus zum Rudolf-Harbig-Stadion gebracht.

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