1. FC Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Das sagt Weltschiedsrichter Markus Merk zu den Entscheidungen im FCK-Spiel gegen Paderborn

Dreimal war Markus Merk Weltschiedsrichter. Hier beim WM-Spiel 2006 zwischen Brasilien und Australien.
Dreimal war Markus Merk Weltschiedsrichter. Hier beim WM-Spiel 2006 zwischen Brasilien und Australien.

Der Name Markus Merk ist weltweit ein Begriff. Er war dreimal Weltschiedsrichter. Wir fragten bei ihm nach, wie er die Szenen zwischen dem FCK und Paderborn einordnet.

Markus Merk ist immer noch ein gefragter Gesprächspartner. Der frühere Zahnarzt und Weltklasse-Schiedsrichter ist als Motivationsredner unterwegs. Beim Pay-TV-Sender Sky war er von 2011 bis 2019 als Experte am Mikrofon. Merk wurde mit Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens für seine Verdienste um den deutschen Fußball sowie für sein herausragendes soziales Engagement ausgezeichnet. Seit über 30 Jahren engagiert er sich in Indien. In dieser Zeit entstanden drei Kinderdörfer mit fünf Schulen und 1100 Tageskindern, elf Waisenhäuser mit 140 Waisen-, Halbwaisen- und sozial schwachen Kindern sowie einem Altenheim mit 40 Personen.

Außerdem zeichnet Merk mit seiner Stiftung jedes Jahr die drei besten Nachwuchsschiedsrichter aus. Merk saß bis Ende November 2025 im Aufsichtsrat der Kapitalgesellschaft des FCK. Die Spiele des FCK verfolgt er kaum noch im Stadion, doch schaute sich der 63 Jahre alte Extremsportler die strittigen Szenen am Samstag bei der 1:2-Niederlage des FCK gegen den SC Paderborn nochmals an.

Elfmeter für Bassette?

Der FCK-Stürmer Norman Bassette ist im Sprintduell mit Paderborns Abwehrchef Felix Götze. Beide ziehen und stoßen, der Angreifer fällt über Götze, der ihn auch leicht trifft. „Das ist für mich ein klarer Foulelfmeter“, sagte FCK-Trainer Torsten Lieberknecht.

Das sagt Markus Merk: „Beide sind aktiv. Das kann man auch als Stürmerfoul werten.“

Der Freistoß vor dem 0:1

Lauterns Verteidiger Atanas Chernev soll direkt an der Strafraumgrenze Paderborns Stürmer Stefano Marino in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gefoult haben. Eine strittige, weil womöglich spielentscheidende Szene.

Das sagt Markus Merk: „Das ist natürlich kein Foul.“

Lieberknecht sieht Gelb-Rot

Unmittelbar nach dem Freistoß, der zum 1:0 für Paderborn führt, stürmt FCK-Coach Lieberknecht auf den Platz zu Schiedsrichter Exner. Dieser hatte gerade die erste Halbzeit abgepfiffen. Für das Betreten des Platzes muss Lieberknecht mit Gelb verwarnt werden. Der erzürnte Coach wettert weiter – Rot ist die Folge. „Ihr seid überfordert“, herrscht Lieberknecht den Schiedsrichter an.

Das sagt Markus Merk: „Der Platzverweis ist korrekt.“

Paderborns Elfer vor dem 0:2

Der eingewechselte Paderborner Stürmer Kennedy Okpala berührt in der Nachspielzeit im Fallen im Strafraum den Ball mit Hand und wird von Fabian Kunze wohl am Fuß getroffen – Elfer. Exner schaut sich die Szene aber auf Intervention des VAR noch einmal an. Überprüft wird aber nur, ob Okpalas Handspiel strafwürdig ist.

Das sagt Markus Merk: „Für mich ist es kein Foul. Wenn ein Kontakt besteht, dann ist es viel zu wenig. Es ist für mich aber auch kein strafbares Handspiel, wie vielfach diskutiert.“ Grundsätzlich bemängelt Merk die Gleichbewertung der Situationen am Samstag. „Das ist das größte Problem“, sagt er.

FCK-Trainer Torsten Lieberknecht war regelrecht entsetzt am Samstag über die Leistung des Schiedsrichters.
FCK-Trainer Torsten Lieberknecht war regelrecht entsetzt am Samstag über die Leistung des Schiedsrichters.
Florian Exner prüft hier die Szene vor dem fragwürdigen Elfmeter zum 2:0 für Paderborn.
Florian Exner prüft hier die Szene vor dem fragwürdigen Elfmeter zum 2:0 für Paderborn.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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