FCK-Kolumne RHEINPFALZ Plus Artikel Böhms Betze: Wie die Siegchancen des FCK bis zum Saisonende aussehen – rein statisisch

In der Zange: Fabian Kunze und Paul Joly (rechts) nehmen den Karlsruher David Herold unsanft in ihre Mitte.
In der Zange: Fabian Kunze und Paul Joly (rechts) nehmen den Karlsruher David Herold unsanft in ihre Mitte.

Fußball ist keine Mathematik. Aber es scheint doch einen Trend zu geben, gegen wen die Roten Teufel eher gewinnen – und gegen wen sehr oft verlieren.

Vor einiger Zeit habe ich in dieser Kolumne über den FC Thun und dessen Verbindung mit dem 1. FC Kaiserslautern geschrieben. Der Aufsteiger schickt sich in der Schweizer Super League an, sofort zum Meister zu werden. Trainer Mauro Lustrinelli reüssiert trotz bescheidener Mittel. Dazu passend formulierte er folgendes Credo: „Budget, Marktwert, Transfersummen, das ist Mathematik. Aber Fußball ist nicht Mathematik.“ Stimmt vermutlich, und doch kann ein Blick auf Zahlen und Statistiken Spaß machen und eine nette Spielerei sein. Heutzutage bedarf es ja nur passender Suchbegriffe und eines Mausklicks, um beispielsweise herauszufinden, wie es sich mit den Siegquoten des FCK hinsichtlich der in dieser Saison noch lauernden Zweitliga-Kontrahenten verhält.

Ginge es nach der Bilanz, müsste Holstein Kiel am 19. April gar nicht erst gegen die Roten Teufel antreten. Diese gewannen 70 Prozent der bisherigen zehn Duelle. Auch Dynamo Dresden hält eher schlechte Karten, wenn es nach der Statistik geht. 57,1 Prozent der Spiele verbuchte der FCK für sich. Bei allen weiteren Widersachern liegt die Kaiserslauterer Siegquote unter 50 Prozent, obschon mit Blick auf Arminia Bielefeld (47,6) nur knapp. Die Werte gegen Fortuna Düsseldorf (44,6) und den 1. FC Nürnberg (42,1) sind ebenso passabel. Bedenklich wird’s derweil bei Hertha BSC und Eintracht Braunschweig (jeweils 39,1). Die Reise nach Magdeburg kann sich der FCK am letzten Spieltag im Grunde sparen. Maue 15,4 Prozent der seitherigen 13 Partien wurden siegreich gestaltet.

Angstgegner Magdeburg: Gegen die Elf aus sachsen-Anhalt stehen die Gewinnchancen des FCK statistisch gesehen sehr schlecht.
Angstgegner Magdeburg: Gegen die Elf aus sachsen-Anhalt stehen die Gewinnchancen des FCK statistisch gesehen sehr schlecht.

Gegen den Südwestrivalen Karlsruher SC liest sich die Bilanz in 68 Vergleichen mit 36,8 Prozent auch nicht verheißungsvoll. Am kommenden Sonntag messen sich die beiden Klubs im Fritz-Walter-Stadion zum insgesamt 20. Mal in der Zweiten Liga. Sieben Siege, acht Unentschieden, vier Niederlagen – das ist die bisherige Bilanz aus Sicht der Roten Teufel. Keine der zurückliegenden drei Begegnungen hat der FCK verloren.

Ach ja: Gegen den VfL Bochum, Gastgeber an diesem Samstagabend, liegt die Quote bei 43,2 Prozent. Was das für den Spielausgang bedeutet? Statistik, Mathematik – reine Spielerei.

Unser Autor

Andreas Böhm, 59, hat als Fan den Pokalsieg 1990 und die Meisterschaft 1991 hautnah miterlebt. Seit 1995 ist er der journalistischen Neutralität verpflichtet, seit 2013 FCK-Reporter für diese Zeitung.

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Dieser Artikel stammt aus der RHEINPFALZ am SONNTAG, der Wochenzeitung der RHEINPFALZ. Digital lesen Sie die vollständige Ausgabe bereits samstags im E-Paper in der RHEINPFALZ-App (Android, iOS). Sonntags ab 5 Uhr erhalten Sie dort eine aktualisierte Version mit den Nachrichten vom Samstag aus der Pfalz, Deutschland und der Welt sowie besonders ausführlich vom Sport.

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