FCK-Kolumne
Böhms Betze: Wie die Siegchancen des FCK bis zum Saisonende aussehen – rein statisisch
Vor einiger Zeit habe ich in dieser Kolumne über den FC Thun und dessen Verbindung mit dem 1. FC Kaiserslautern geschrieben. Der Aufsteiger schickt sich in der Schweizer Super League an, sofort zum Meister zu werden. Trainer Mauro Lustrinelli reüssiert trotz bescheidener Mittel. Dazu passend formulierte er folgendes Credo: „Budget, Marktwert, Transfersummen, das ist Mathematik. Aber Fußball ist nicht Mathematik.“ Stimmt vermutlich, und doch kann ein Blick auf Zahlen und Statistiken Spaß machen und eine nette Spielerei sein. Heutzutage bedarf es ja nur passender Suchbegriffe und eines Mausklicks, um beispielsweise herauszufinden, wie es sich mit den Siegquoten des FCK hinsichtlich der in dieser Saison noch lauernden Zweitliga-Kontrahenten verhält.
Ginge es nach der Bilanz, müsste Holstein Kiel am 19. April gar nicht erst gegen die Roten Teufel antreten. Diese gewannen 70 Prozent der bisherigen zehn Duelle. Auch Dynamo Dresden hält eher schlechte Karten, wenn es nach der Statistik geht. 57,1 Prozent der Spiele verbuchte der FCK für sich. Bei allen weiteren Widersachern liegt die Kaiserslauterer Siegquote unter 50 Prozent, obschon mit Blick auf Arminia Bielefeld (47,6) nur knapp. Die Werte gegen Fortuna Düsseldorf (44,6) und den 1. FC Nürnberg (42,1) sind ebenso passabel. Bedenklich wird’s derweil bei Hertha BSC und Eintracht Braunschweig (jeweils 39,1). Die Reise nach Magdeburg kann sich der FCK am letzten Spieltag im Grunde sparen. Maue 15,4 Prozent der seitherigen 13 Partien wurden siegreich gestaltet.
Gegen den Südwestrivalen Karlsruher SC liest sich die Bilanz in 68 Vergleichen mit 36,8 Prozent auch nicht verheißungsvoll. Am kommenden Sonntag messen sich die beiden Klubs im Fritz-Walter-Stadion zum insgesamt 20. Mal in der Zweiten Liga. Sieben Siege, acht Unentschieden, vier Niederlagen – das ist die bisherige Bilanz aus Sicht der Roten Teufel. Keine der zurückliegenden drei Begegnungen hat der FCK verloren.
Ach ja: Gegen den VfL Bochum, Gastgeber an diesem Samstagabend, liegt die Quote bei 43,2 Prozent. Was das für den Spielausgang bedeutet? Statistik, Mathematik – reine Spielerei.
Unser Autor
Andreas Böhm, 59, hat als Fan den Pokalsieg 1990 und die Meisterschaft 1991 hautnah miterlebt.
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