Meinung
Aufstieg des FCK II: Nur ein Zwischenziel
Keine Frage, die Meisterschaft der U21 des 1. FC Kaiserslautern in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar und der Aufstieg in die Regionalliga ist verdient. Nach dem Scheitern – auch bedingt durch reihenweise Verletzungen der Stammspieler – in der vergangenen Saison in der Aufstiegsrelegation, konnte für die U21 des 1. FC Kaiserslautern in dieser Saison das Ziel nur lauten: nach oben. Nicht zuletzt, weil der Verein im Sportpark Rote Teufel auf dem Fröhnerhof in ein Stadion investiert, das tauglich für die Regionalliga ist, und auch den FCK-Jugendteams in der DFB-Nachwuchsliga eine angemessene Spielstätte bieten soll.
Der FCK II hat nach einem holprigen Oberligastart mit drei Niederlagen in Folge vom vierten bis zum sechsten Spieltag eine imponierende, ja vielleicht einzigartige Serie hingelegt: 28 ungeschlagene Spiele in Folge. Eine Aussprache der Spieler mit dem Trainerteam brachte den Umschwung. Der Lohn: der Aufstieg – Ziel erreicht. Erstmals seit 2017 ist die U21 des 1. FC Kaiserslautern Viertligist.
Dadurch wird die sportliche Kluft vom FCK II zu den Zweitliga-Profis verringert, was ein Ziel des Vereins war und wovon beide Teams profitieren. Der Übergang von Talenten aus der „Zweiten“ zu den Profis wird so leichter, auf der anderen Seite können Spieler der „Ersten“ nun, zum Beispiel nach einer Verletzung, in der Regionalliga auf höherem Niveau wieder Spielpraxis sammeln.
Allerdings: Der Aufstieg in die Regionalliga kann auch nur ein Zwischenziel für den FCK sein. Es gilt nun, sich dort auch dauerhaft zu etablieren. Mahnende Beispiele gibt es genug, dass sich die Aufsteiger nach nur einer Regionalligasaison erneut in der Oberliga wiederfinden. Eine entsprechende Kaderplanung, um genau das beim FCK II zu verhindern, ist die nächste Aufgabe, der sich der Verein und der neue NLZ-Leiter Niklas Martin stellen müssen.

