FCK
1. FC Kaiserslautern baut eigene Frauenmannschaft auf
Die Zeit drängte dann doch etwas. Am 21. April verschickte die Deutsche Fußball-Liga (DFL) den Bundes- und Zweitligisten die Ergebnisse des Lizenzierungsverfahrens. Der FCK erhielt die Lizenz für die kommende Spielzeit mit einer Auflage. Der Verein muss bis zum 1. August nachweisen, dass er Frauenfußball fördert.
Der viermalige deutsche Meister hat eine Lösung gefunden. Er wird eine eigene E-Juniorinnen-Mannschaft anmelden. Diese Minimalanforderung genügt laut DFL, um Frauenfußball zu fördern. Eine mögliche Kooperation mit dem SC Siegelbach oder dem FFCK wird vorerst nicht angestrebt. Mit beiden Vereinen stand der FCK im Austausch. Der FFCK bedauert auf RHEINPFALZ-Anfrage, dass der FCK die Chance nicht ergriffen habe, zusammen mit dem FFCK, dessen eigenem Sportpark und Trainerteam den Frauenfußball in der Großregion langfristig hochklassig zu etablieren.
Sichtungstag im NLZ
Der FCK drückt stattdessen aufs Tempo. Am 18. Mai ist ein Sichtungstag im NLZ geplant, Am 20. Juni endet der Meldetermin für neue Mannschaften beim Südwestdeutschen Fußballverband. „An diesem Tag werden wir auch die DFL informieren und dann unsere Auflage erfüllt haben“, sagt Wolfgang Erfurt, Vorsitzender des FCK e.V.
Unter dem Dach des e.V. wird die Frauenfußball-Abteilung geführt. Der Klub hat ein fünfköpfiges Team gegründet, dass sich um dieses Projekt kümmern wird. Erfurt nennt es bewusst Projekt, weil noch viele Punkte, wie Trainer und Trainingsgelände, abgearbeitet werden müssen. Weil im Nachwuchsleistungszentrum auf dem Fröhnerhof kein Platz mehr ist, traf sich nach RHEINPFALZ-Informationen am Mittwoch ein Teil der FCK-Taskforce mit Vertretern eines Vereins aus dem Stadtgebiet, um die Basis für eine längerfristige Trainingsstätte zu legen. Dann soll laut Erfurt jährlich eine weitere Mannschaft hinzukommen. Wann nach 1984 wieder eine aktive Frauenmannschaft am Ligabetrieb teilnehmen wird, ist offen. „Es ist eben ein Projekt“, sagt Erfurt: „Aber wo FCK draufsteht, soll auch FCK drin stecken.“
