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Samstag, 30. Januar 2016 Drucken

Berufe mit Zukunft

Zur Sache: Historie

Auch wenn es die Berufsbezeichnung „Kartograph“, auf den sich der heutige Beruf des Geomatikers begründet, erst seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gibt: die eigentliche Tätigkeit ist wesentlich älter. Schon im 15. Jahrhundert haben Menschen wie der italienische Seefahrer und Entdecker Amerigo Vespucci oder der Nürnberger Humanist und Historiker Hartmann Schedel mit ihren Mitteln Orientierungskarten von und für die Welt gezeichnet.

Je nach der verwendeten Technik wurden die Urväter der Kartographie dabei als „Chalcopraphus“, „Sculptor“ oder „Kartolithograph“ bezeichnet. Nur einige, wenige auserwählte Spezialisten wie Gerhard Mercator oder der kaiserliche Geograf Johan Baptist Homann widmeten sich vollumfänglich der Kartographie. Dabei waren viele der Entdecker eher „Kartenautoren“.

So bezeichnet die „Kartographie“ zunächst einmal nur die Abbildung bereits bekannter, manchmal aber auch noch unbekannter Landstriche – mit oder ohne Vermessung. Darauf wollen und können sich heutige Geomatiker, wie der Beruf seit der Neuordnung der Ausbildungsordnung im Jahr 2010 heißt, längst nicht mehr berufen. Sie beschaffen und verwalten Geodaten, indem sie selbst vermessen oder vorhandene geografische Informationen aus anderen Quellen beziehen. Mithilfe spezieller Software verarbeiten sie die Daten zu Karten und Grafiken. Ihnen steht eine Vielzahl geotopografischer Daten zur Verfügung, die sie für den Endverbraucher aufbereiten und – in der Regel auf elektronischem Weg – zur Verfügung stellen. Damit handelt es sich bei den Geomatikern nicht nur um ein Berufsbild mit einer langen Vergangenheit, sondern auch mit großer Zukunft. (env)

 

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