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Samstag, 12. März 2016 Drucken

Berufe mit Zukunft

Zur Sache: Historie

Den Begriff Mechatronik – ein Kunstwort aus Mechanik und Elektronik – hat 1969 das japanische Unternehmen Yaskawa Electric Corporation geprägt. Seinen Ursprung hat der vergleichsweise junge Beruf des Mechatronikers in der Feinmechanik, wird aber verstärkt auch im Handwerk nachgefragt. Mechatroniker werden in vielen Bereichen des Maschinen- und Anlagenbaus eingesetzt. Da inzwischen in vielen Unternehmen Service und Montage aus einer Hand gewünscht wird, arbeiten Mechatroniker an der Schnittstelle zwischen dem Mechaniker und dem Elektroniker.

Im Jahr 1998 wurde der Beruf des Mechatronikers anerkannt und die Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Mechatroniker/in trat in Kraft. Drei Jahre später wurde die Ausbildungsordnung geändert und die Prüfungsstruktur erneuert. Die Abschlussprüfung ist nun in zwei zeitlich auseinanderfallende Teile gegliedert.

Neben den traditionellen Tätigkeiten in diesem Beruf, nämlich aus mechanischen, elektrischen und elektronischen Komponenten komplexe Systemen zu bauen, sowie dem installieren von Steuerungssoftware, entstehen im Laufe der Zeit auch immer wieder neue Trends in diesem Berufsfeld. Ein Beispiel sind die mobilen Industrieroboter, die bisher meist stationär hinter Schutzzäunen gearbeitet haben und durch Eingabebefehle gesteuert werden. Die neue Generation von Industrierobotern hingegen arbeitet mit den Fachkräften zusammen. Sie sind mobil, haben flexible Greifhände, Sensoren und kamerabasierte Teileerkennung und können etwa durch Gesten gesteuert oder durch Berührung gestoppt werden. Für Fachkräfte in der industriellen Fertigung ergeben sich durch diese Technik veränderte Arbeitsabläufe. (iam)

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