Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Samstag, 12. März 2016 Drucken

Berufe mit Zukunft

Sie können beides: Elektronik + Mechanik

Berufe mit Zukunft: Mechatroniker sind in der Industrie, aber auch im Handwerk immer stärker gefragt

Von Miriam Gabriel

 

Möchte seine Technik-Begeisterung zum Beruf machen: Thomas Fuchs. ( Foto: VIEW)

Die Auswahl an Ausbildungsberufen – auch in der Pfalz – ist sehr groß. Die Serie Berufe mit Zukunft gibt einmal pro Monat Einblicke in einige dieser Berufsbilder: Auszubildende berichten dabei aus der täglichen Praxis. Im Vordergrund stehen relativ neue Berufsbilder, solche, deren Tätigkeitsfeld und Name mehrfach geändert wurden, sowie eher außergewöhnliche Berufe.

 

Elektronik, Mechanik und Informationstechnik – diese Fachbereiche verbindet der Beruf des Mechatronikers. Sie schaffen aus elektrischen, mechanischen und elektronischen Komponenten komplexe, mechatronische Systeme. Dazu gehört auch das Programmieren und Installieren der zugehörigen Steuerungssoftware. Ein interessantes und abwechslungsreiches Gesamtpaket, welches auch von der Firma Wipotec Wiege- und Positioniersysteme GmbH mit Sitz in Kaiserslautern angeboten wird.

„Wir produzieren Produkte aus dem Bereich der Wägetechnik für Hochgeschwindigkeitsanwendungen, das heißt wir sind spezialisiert auf die Entwicklung, Herstellung und Integration von hochpräzisen Wägesystemen und Wägezellen, aber auch die Fremdkörperdetektion mittels Röntgenscanner gehört zu unseren Leistungen“, beschreibt Roland Smarsly, Ausbildungsleiter und Teamleiter Betriebsmittelbau, die Tätigkeiten des Unternehmens. Neben der Ausbildung zum Mechatroniker bietet Wipotec auch die berufsbegleitenden Studiengänge Elektrotechnik und Maschinenbau an. Wer sich für die Ausbildung zum Mechatroniker entscheide, habe automatisch die Sicherheit bei erfolgreichem Abschluss auch übernommen zu werden: „Wipotec bildet für den Eigenbedarf aus“, betont Smarsly. Dass dieses Berufsfeld gut angenommen werde, zeige die Tatsache, dass seit vergangenem Jahr jeweils acht Lehrlinge pro Ausbildungsjahr eingestellt worden seien, zuvor seien es nur vier gewesen. Einer dieser jungen Menschen, der seine Begeisterung für Technik zum Beruf machen möchte, ist der 21-jährige Thomas Fuchs aus Krickenbach. Aktuell befindet sich der Abiturient im zweiten Lehrjahr. Allerdings sei die Allgemeine Hochschulreife für eine erfolgreiche Bewerbung nicht erforderlich, wie der 44-jährige Ausbildungsleiter informiert: „Grundsätzlich wird für die Ausbildung zum Mechatroniker die Mittlere Reife verlangt, sowie gute Leistungen in Mathematik und Physik“. Hinzu käme selbstverständlich technisches Interesse, hohe Lernbereitschaft, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit. Den nötigen Rest erlernen die Auszubildenden in ihrer dreieinhalbjährigen Lehrzeit, die sie sowohl im Betrieb, als auch in der Berufsschule verbringen. „Die Schule ist auch hier in Kaiserslautern und neben Fächern wie Deutsch und Englisch werde ich auch in fachbezogenen Bereichen wie Metalltechnik und Elektrotechnik unterrichtet“, gibt Fuchs einen Einblick in seinen Schulalltag. Um das erlernte nochmals zu vertiefen, werden auch im Schulungsraum bei Wipotec Theoriestunden abgehalten, was dem Erfolg bei der Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung sicherlich zugute kommt. Diese sei in zwei Teile gegliedert, die sowohl aus theoretischen Aufgaben, wie auch aus praktischen Projekten bestünden.

Die Entscheidung für diese Ausbildung war bei Fuchs nicht nur technisches Interesse, sondern auch der Umstand, dass er dadurch täglich vor neuen Herausforderungen stünde und die Tätigkeit als Mechatroniker sehr vielseitig sei. So beginne zwar jeder Arbeitstag morgens um halb acht, jedoch erfahre er dann erst in der Teamsitzung welche Aufgabe er zu bewältigen habe. Dann gelte es sich einen Überblick zu verschaffen und zu planen, um das Projekt erfolgreich abschließen zu können.

„Die Auszubildenden müssen sich auf ein großes Aufgabengebiet einstellen. Teilweise betreuen sie ein Projekt von Anfang bis Ende. Das bringt natürlich auch einige Schwierigkeiten mit sich, da unheimlich viel beachtet werden muss und die jungen Leute dann auch eine gewisse Verantwortung tragen und auch mal an ihre Grenzen stoßen“, nennt Smarsly einige Tücken. Jedoch sei eine solche Herausforderung am Ende immer positiv zu bewerten, da sie den Auszubildenden Erfahrungswerte beschere und sie viel ihr Leben erlernen würden.

Und auch nach Abschluss der Ausbildung hat das Pauken nicht unbedingt ein Ende. Laut Smarsly haben die Absolventen die Möglichkeit, ihren Techniker zu machen oder ein Studium draufsetzen. Auch für Fuchs komme eine solche Weiterbildung in Frage, besonders da ein Studium auch berufsbegleitend möglich sei. Von einer positiven Zukunft des Berufsfeldes des Mechatronikers ist der Ausbildungsleiter durchaus überzeugt, da in der Industrie Menschen mit einem Verständnis für technische Systeme, beziehungsweise Maschinen benötigt würden und der Mechatroniker genau diese Anforderungen erfülle.

Info:

Viele Infos, Links und Videos zu Ausbildungsberufen gibt es auf der Seite Planet-beruf.de Die Beiträge der Serie sind auch online unter. Die Rheinpfalz.de/berufsbilder zu finden.

 

 

Pfalz-Ticker