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Montag, 27. November 2017 Drucken

Benimm Dich

Knigge für Azubis

Benimm dich: Weihnachtsfeier ist Pflichttermin

Von Gerlind Hartwig

Ich stehe in einem Klassensaal; vor mir sitzen 20 Schülerinnen und Schüler einer Berufsschule. Heute stehen „Moderne Umgangsformen im Berufsalltag“ auf dem Stundenplan. Knigge für Auszubildende sozusagen. Im Vorfeld durften die Schüler Themen benennen, die sie interessieren. Passend zur Jahreszeit werde ich gefragt: „Soll ich zur Weihnachtsfeier meines Ausbildungsbetriebes gehen? Und was ist zu berücksichtigen?“

Das ist ein Thema, das viele bewegt. Meine Empfehlung lautet insbesondere für neue Betriebsangehörige: Nehmen sie teil. Auch wenn Sie vielleicht keine Lust haben, Ihre Freizeit mit Kollegen und Vorgesetzten zu verbringen. Denn für eine Absage der gemeinsamen Weihnachtsfeier bedarf es eines guten Grundes.

Zeigen Sie sich aufgeschlossen. Beginnen sie auch mal Gespräche mit Kollegen, zu denen Sie sonst nicht viel Kontakt haben. Themen wie Weihnachtsmärkte, Veranstaltungen im Umfeld, Dekorationen, Geschenke und vieles mehr bieten sich an, um ungezwungen zu plaudern.

Sie meinen, nach dem dritten Glühwein sei der perfekte Moment für ein Vieraugengespräch mit dem Chef? Definitiv nicht! Eine Firmenweihnachtsfeier ist keine Privatparty – und auch nicht der richtige Ort und Zeitpunkt, um eine Gehaltserhöhung zu fordern. Auch wenn alle miteinander fröhlich feiern: Bleiben Sie sich Ihrer Rolle im Unternehmen bewusst. Auf Lästern und Tratschen über Abwesende sollten Sie sich ebenfalls nicht einlassen. Denn das führt in dem Moment vielleicht zu einem Lacher, trägt aber nicht zu einem guten Betriebsklima bei.

Die Autorin

Gerlind Hartwig (45) ist Image-Trainerin aus Kaiserslautern.

Haben auch Sie eine Frage zu zeitgemäßen Umgangsformen?

Schreiben Sie uns: Die RHEINPFALZ, Redaktion Zeitgeschehen, „Benimm dich“, Amtsstraße 5-11, 67069 Ludwigshafen oder benimmdich@rheinpfalz.de |Foto: J. Hauk/frei

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