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Montag, 20. Juni 2016 Drucken

Benimm Dich

Benimm dich: Wer reicht wem zuerst die Hand?

Von Gerlind Hartwig

 

Langsam schlängele ich mich auf einer privaten Feier vorbei an den Partygästen. Zufällig steuere ich auf zwei befreundete Paare zu, die in eine Diskussion vertieft sind. Als sie mich wahrnehmen, bitten sie mich herbei, um ein Anliegen zu klären. Schon ergreift eine der Frauen das Wort: „Es gilt doch nach wie vor die Regel ,Ladys first’. Oder was meinen Sie dazu?“ Nickend stimme ich zu. Ja, im Privatbereich ist es nach wie vor so: Ältere Menschen und auch Frauen genießen einen besonderen Status. Doch was bedeutet dies für eine Begrüßung?

Auch im Privaten besagt die „Status-Regel“: Immer noch entscheiden ältere Personen und Frauen darüber, ob sie die Hand zur Begrüßung reichen oder es bei dem verbalen Gruß belassen. So unterschiedlich die Situationen sein können, so sind es auch die Begrüßungsrituale. Nehmen (sich bekannte) Paare das streng, so reichen sich zuerst die Damen untereinander die Hände. Dann begrüßen sie die Herren. Zum Schluss reichen sich die Herren die Hände. Manchmal dauert die Begrüßung der Damen etwas länger. In dem Fall hat es sich etabliert, dass sich die Herren schon einmal untereinander begrüßen. Entspannter, alltagstauglicher und trotzdem höflich ist es, wenn sich die gegenüberstehenden Personen zuerst die Hand reichen.

Die Regeln weichen im Zuge der Gleichberechtigung auf. Und nicht jeder kennt sich in allen Situationen aus. Ein Handschlag ist immer ein Zeichen der Wertschätzung. Nehmen Sie dieses Zeichen an. Eine gereichte Hand nicht zu ergreifen, weil man ja „die Begrüßungsregeln besser kennt“, ist äußerst unhöflich. Damit zeigt jeder eher schlechte Manieren.

 

Die Autorin

 

Gerlind Hartwig (44) ist Image-Trainerin aus Kaiserslautern.

Haben Sie eine Frage zu zeitgemäßen Umgangsformen? Schreiben Sie uns: benimmdich@rheinpfalz.de

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