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Sonntag, 05. August 2018 Drucken

Sport

Teilerfolg im Backofen

Lukas Spalvis umkurvt den Großaspacher Torwart Kevin Broll und markiert den Ausgleich. Bild rechts: Kapitän Florian Dick im Duell mit Joel Gerezgiher (links).

Lukas Spalvis umkurvt den Großaspacher Torwart Kevin Broll und markiert den Ausgleich. ( Fotos: Kunz)

Kapitän Florian Dick im Duell mit Joel Gerezgiher (links). (Foto: Kunz)

Drittligist 1. FC Kaiserslautern kommt im Auswärtsspiel bei der SG Sonnenhof Großaspach zu einem 1:1.

„Ich kann mit dem 1:1 leben“, sagte Michael Frontzeck nach dem Remis in der mit 9500 Zuschauern ausverkauften Mechatronik-Arena an einem „für alle Beteiligten anstrengenden Nachmittag“. Frontzecks Mannschaft hatte mehr vom Spiel, hatte mehr Ballbesitz als die SG Sonnenhof Großaspach, aber wenig klare Chancen, drei Punkte einzutüten. Die größte Möglichkeit der Lauterer vereitelte der fehlerfreie Torhüter Kevin Broll. Nach einem Klasse-Pass von Christoph Hemlein scheiterte Lukas Spalvis an dem 22-Jährigen (61. Minute).

FCK-Fans bauen Sievers mit Sprechchören auf

 

Der FCK begann spielstark, dominierte. Nur Mike Owusu, vom emsigen Timo Röttger eingesetzt, sorgte einmal für Unruhe in der guten Lauterer Defensive. Janek Sternberg wurde als Feuerlöscher gebraucht, er blockte Owusus Schuss (11. Minute). Doch Großaspach, von Trainer Sascha Hildmann im 3-4-3 formiert, „um das Zentrum zu stabilisieren“, ging überraschend in Führung. Die Lauterer Defensive war einmal unsortiert, Torhüter Jan-Ole Sievers unentschlossen – das nutzte Röttger mit einem cleveren Heber zum 1:0 (24.). Torwarttrainer Gerry Ehrmann war in der folgenden Trinkpause sofort bei seinem Schlussmann. „Er hat gesagt, dass ich mich schneller hätte fallen lassen müssen“, sagte Sievers. Er eilte aus seinem Tor, stockte, machte kehrt – und erstarrte im Niemandsland. Davor und danach hatte Sievers kaum mehr etwas zu tun. Michael Frontzeck vermied es, seinem Torwächter die Schuld zu geben, er sprach von einer „Verkettung der Dinge“. Der Anhang des FCK baute Sievers mit Sprechchören auf.

Ballschlepper Fechner

 

Herrlich spielte Frontzecks Ensemble den Ausgleich heraus. Nach einem feinen Pass von Julius Biada setzte Lukas Spalvis sich ab, umkurvte auch noch Broll und vollendete gekonnt zum 1:1 (39.). Der Winkel schien fast schon ein wenig spitz zu werden, für den Litauer aber war er nach eigener Façon „perfekt“. Der FCK war im „Backofen“ (Hildmann) nicht in der Lage, entscheidenden Druck aufzubauen. Den Flanken von Christoph Hemlein und Hendrick Zuck fehlte die Präzision. Nach starker erster Hälfte zollte Sternberg den Bedingungen Tribut, er ging als Schwungrad verloren. Als Ballschlepper leistete Gino Fechner der Mannschaft wertvolle Dienste, ohne selbst torgefährlich werden zu können. Den letzten Pass wusste trotz allen Bemühens auch Mads Albaek nicht zu liefern.

Spalvis: "Nehmen Punkt mit - gut ist's"

 

„Wir hatten mehr Ballbesitz, aber auch kaum klare Chancen“, gab Torhüter Sievers zu. Der Gastgeber versuchte den entscheidenden Konter zu fahren, sah sich aber einer starken Lauterer Defensive mit dem herausragenden Kevin Kraus, dem kampfstarken André Hainault und dem kopfballstarken Antreiber Florian Dick ausgesetzt. Mehr als 5000 Anhänger der Roten Teufel machten auch den zweiten Saisonauftritt zu einem „Heimspiel“. Das, so Spalvis, habe dabei geholfen, den Temperaturen zu trotzen. „Außer dem Tor hatten die nichts Großes, wir hatten alles im Griff“, sagte er, „in der zweiten Halbzeit hat einfach auch ein bisschen Glück gefehlt.“ Schließlich gab Spalvis den Pragmatiker: „Wir nehmen den einen Punkt hier mit – und gut ist’s.“

 

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.