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Dienstag, 05. März 2019 Drucken

Meinung

Sprengstoffanschläge: Wieso warnte die Polizei so spät?

Von Hans-Joachim Redzimski

Die Öffentlichkeitsarbeit der Fälle in Enkenbach und Otterberg wirft Fragen auf.

Der tragische Tod des Enkenbacher Arztes wirft Fragen zu der Öffentlichkeitsarbeit der Polizei auf. Wieso vermeldet die Polizei erst am Montagmittag, dass am Freitagvormittag ein Arzt in Enkenbach-Alsenborn tot vor seiner Praxis gefunden wird? Wieso vermeldet sie erst dann, dass eine absichtlich herbeigeführte Explosion zum Tod des 64-Jährigen führte? Diese Erkenntnis musste sie bereits am Freitag durch eine Ansicht des Tatorts gehabt haben.

Der Fall in Otterberg wirft genau die gleiche Frage auf. Am Sonntagmorgen kommt es hier zu einer weiteren Explosion. Gott sei Dank sind zwei Menschen nur verletzt worden, als ein mit Sprengstoff manipuliertes Holzscheit in ihrem Kaminofen explodiert. Wieso vermeldet dies die Polizei erst am Montagmittag, vor allem im Wissen, dass es am Freitag bereits eine tödliche Explosion gab?

Die beiden Fälle wären für sich genommen bereits öffentlichkeitswirksam gewesen. Unabhängig von der Frage, ob die Polizei zu dem Zeitpunkt bereits Taten und Täter zusammengeführt hatte. Und noch eine Frage: Warum hat die Polizei geblockt, als die RHEINPFALZ am Sonntagabend versucht hat, den Tod des Arztes zu erhellen? Gerüchte waberten nur so durch die Gegend.