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Montag, 08. April 2019 Drucken

Kaiserslautern

Solidaritätslauf wird zu Familienfeier

DANSENBERG: Ortsvorsteher Franz Rheinheimer zeichnet Beatrix Loos mit Ehrenstele aus

Würdigte das Lebenswerk von Beatrix Loos: Ortsvorsteher Franz Rheinheimer.

Würdigte das Lebenswerk von Beatrix Loos: Ortsvorsteher Franz Rheinheimer. ( Foto: VIEW)

Für ihre humanitäre Arbeit in Chile ist Beatrix Loos gestern von Franz Rheinheimer mit der Ehrenstele des Ortsvorstehers ausgezeichnet worden.

Dank und Anerkennung für ihr selbstloses Engagement zollte der Ortsvorsteher von Dansenberg auch ihren Eltern Ursula und Rüdiger Loos, die die Arbeit ihrer Tochter zusammen mit dem deutsch-chilenischen Verein „Juntos“ von Beginn an unterstützen.

Als vorbildlich und beispielhaft bezeichnete Rheinheimer den Aufbau und die Fortentwicklung des Kinderheimes Hogar Campo „Los Espinos“ in San Pedro, nördlich von Santiago de Chile, für das Beatrix Loos vor 31 Jahren den Grundstein gelegt hat. Anlass für die Auszeichnung war der jährliche Solidaritätslauf für Kinder und Jugendliche in Chile, zu dem der Verein Juntos gestern nach Dansenberg eingeladen hatte.

Es war ein großes Familienfest, das am Samstag und Sonntag im Pfarrheim der Kirche St. Peter und Paul über die Bühne ging. Beatrix Loos, die zurzeit ihren Heimaturlaub bei ihren Eltern verbringt, hatte am Samstag zu einem Ehemaligentreffen geladen. Zu der Begegnung waren zwei Dutzend Freiwillige, die in den vergangenen Jahren ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Kinderheim leisteten, aus der gesamten Bundesrepublik nach Dansenberg angereist. „Das Jahr hat mich geprägt und mir geholfen, die Perspektive zu wechseln“, so Ulrike Schmidt, die aus Hamburg angereist war und die 1994 Beatrix Loos ein Jahr im Kinderheim helfend zur Seite stand.

Bei frühlingshaften Temperaturen machten sich gestern Vormittag weit über 100 Teilnehmer zu einer zehn Kilometer langen Wanderung durch den umliegenden Pfälzerwald auf. Jeder gelaufene Kilometer beim Solidaritätsmarsch ließ das Spendenbarometer in die Höhe steigen. Das zeigte am Ende einen Stand von 10.800 Euro für das Kinderheim in Chile an.

Vorangegangen war ein gut besuchter Gottesdienst mit Pfarrer Theo Wingerter, der von Beatrix Loos und Mitgliedern des Vereins Juntos mitgestaltet wurde. Am Beispiel des Evangeliums über Jesus und die Ehebrecherin zeigten sie auf, wie wichtig es im Kinderheim und im realen Leben ist, jemanden nach einem Fehltritt nicht zu verurteilen, sondern ihn aufzurichten. „Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein“, so die Stelle im biblischen Text.

Nach der Rückkehr der Wanderer füllte sich am Nachmittag der Pfarrsaal, und wieder war es eine große Familie, die sich zunächst an einer kräftigen Suppe, an Empanadas, einer südamerikanischen Spezialität, und Kaffee und Kuchen labten. Wie schnell ein Jahr im Kinderheim „Los Espinos“ in San Pedro vergeht, darüber berichteten Toni Schönau, Helen Schürlein und Eva Gotzhein, die sich 1917/18 nach ihrem Abitur als Freiwillige (FSJler) im Alltag des Kinderheimes nützlich machten. |jsw