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Dienstag, 12. Juni 2018 Drucken

Sport

Revanchegelüste?

HANDBALL: Fachmagazin schreibt über fragliche Zulassung der Löwen zur Königsklasse

VON MICHAEL WILKENING

«Mannheim.» Nach dem Bericht eines Fachmagazins steht die Zulassung der Rhein-Neckar-Löwen für die kommende Champions-League-Saison in Frage. Beim deutschen Handball-Vizemeister geht man aber nicht davon aus, dass die Teilnahme an der Königsklasse gefährdet ist.

Das Verhältnis zwischen dem europäischen Handball-Verband (EHF) und den Löwen ist schwer belastet, seit die Badener nur mit der zweiten Mannschaft zum Achtelfinal-Hinspiel der gerade abgelaufenen Spielzeit beim polnischen Meister KS Kielce antraten. Weil parallel zum Duell auf europäischer Ebene das Bundesliga-Topspiel in Kiel angesetzt war, schickten die Löwen die Reserve nach Kielce. Es klingt zunächst nicht überraschend, dass die EHF nach einem Bericht der „Handballwoche“ mit dem Gedanken spielt, den Löwen die Zulassung für die kommende Champions-League-Saison zu verweigern. Es würde wie eine Revanche aussehen.

Sportlich ist das Team von Nikolaj Jacobsen durch den zweiten Platz in der Bundesliga für die Königsklasse qualifiziert. „Wir freuen uns auf die nächste Spielzeit und wollen international angreifen“, sagt Jennifer Kettemann. Die Geschäftsführerin der Löwen wirkte gestern gelassen, nachdem sie sich mit dem Bericht der „Handballwoche“ auseinandergesetzt hatte.

Bis zum 5. Juni mussten die Löwen – wie alle anderen Anwärter zur Champions League auch – Unterlagen mit den Kriterien bei der EHF einreichen. In den vergangenen Jahren gab es keine Probleme bei der Prüfung einer Evaluierungskommission, allein die Bestätigung des „Sportzentrum Harres“ als Ausweichspielstätte neben der SAP-Arena bedurfte einer gesonderten Genehmigung. „Wir sind überzeugt, alle Kriterien zu erfüllen“, versicherte Kettemann. Gleichzeitig verdeutlichte sie, dass den Löwen kein Schreiben der EHF vorliegt, in dem eine genaue Prüfung der Zulassung angekündigt wird, wie die „Handballwoche“ berichtete. „Wir wissen nichts davon“, erklärte Kettemann.

Am kommenden Montag wird das Teilnehmerfeld der Champions League von der EHF festgesetzt. 34 Klubs haben ihre Unterlagen eingereicht, 28 Plätze gibt es, und Deutschland wird nur zwei statt bisher drei Plätze erhalten.

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