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Sport

Reinkind verlässt die Löwen

HANDBALL: Norweger nutzt Ausstiegsklausel – Morgen Heimspiel gegen Lemgo

Von Udo Schöpfer

und Michael Wilkening

Der halbrechte Rückraumspieler Harald Reinkind kam 2014 zu den Rhein-Neckar-Löwen.

Der halbrechte Rückraumspieler Harald Reinkind kam 2014 zu den Rhein-Neckar-Löwen. ( Foto: Kunz)

«Kronau-Östringen.» Mit dem Heimspiel gegen den TBV Lemgo, auf Platz neun jenseits von Gut und Böse, starten die Rhein-Neckar-Löwen morgen (19 Uhr, SAP-Arena, Mannheim) in den zweiten Teil der Rückserie in der Handball-Bundesliga. Kurz vor dem Wiederbeginn nach der EM-Pause kam gestern die Nachricht: Harald Reinkind verlässt den Spitzenreiter im Sommer.

Der 25-jährige norwegische Nationalspieler hat die Löwen über diesen Schritt informiert. Möglich macht dies eine Ausstiegsklausel mit vertraglich fixierter Ablösesumme in seinem ursprünglich bis zum Sommer 2019 laufenden Vertrag. Reinkind kam 2014 von Fyllingen Handball Bergen und bildet seit dieser Zeit gemeinsam mit Alexander Petersson das Gespann im rechten Rückraum. Reinkind entwickelte sich zunächst prächtig bei den Löwen, nach einer Handverletzung bei der EM in Polen hatte er jedoch Probleme, wieder an seine alte Form anzuknüpfen. Reinkind stagniert. Trotzdem schade. Interesse haben die Löwen nun an dem Tschechen Stanislav Kasparek (21), der in der ungarischen Liga bei Balatonfüredi KSE spielt, bei der EM mit 33 Toren auf sich aufmerksam machte.

Mit dem berauschenden 37:23 gegen die Füchse Berlin und den starken 32:27-Sieg gegen die SG Flensburg-Handewitt haben die Löwen im Dezember vorgelegt und ihre Ambitionen unterstrichen, den Titel ein drittes Mal zu holen. „Durch die Niederlage in Göppingen haben wir uns selbst mehr unter Druck gesetzt. Es sieht gut aus, ich gehe mit einem guten Gefühl in die Rückrunde, ich glaube, es wird sehr spannend in den nächsten drei, vier Monaten“, sagte Trainer Nikolaj Jacobsen, der im Moment nicht entscheiden will, wie lange die Doppelbelastung dänische Nationalmannschaft und Rhein-Neckar-Löwen auf die Dauer für ihn machbar ist. „Es war, wie ich es mir gedacht habe. Spannend, intensiv, nicht viel Schlaf, am Ende unglücklicherweise ohne Medaille“, resümierte der Coach, für den die EM in Kroatien sein erstes großes Turnier war. Das Gespräch mit den Löwen, ob er seinen bis 2019 laufenden Vertrag verlängert, steht noch aus. Das eilt nicht.

„In meinen Augen haben wir eine richtig starke Hinrunde gespielt und damit nicht zuletzt uns selbst positiv überrascht. Wir hoffen nun, in allen drei Wettbewerben an diese Qualität anzuknüpfen und so erfolgreich wie möglich zu sein“, sagte Geschäftsführerin Jennifer Kettemann. Wie bewertete sie das schlechte EM-Abschneiden der deutschen Mannschaft mit Platz neun? „Wir vertrauen den Verantwortlichen, was Aufarbeitung und Analyse anbelangt. Ich denke, dass wir hier keine überstürzten Schlüsse ziehen und nicht alles vollkommen schwarzsehen sollten.“

Vor der Partie wird es von Seiten der Löwen für den spanische Europameister Gedeón Guardiola sowie die Silbermedaillengewinner Mikael Appelgren, Andreas Palicka und Jerry Tollbring aus Schweden eine kleine Aufmerksamkeit geben, informierte Kettemann auf Anfrage. Telegramm