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Donnerstag, 01. September 2016 Drucken

Ludwigshafen

Noch mehr Stadtvillen am Rhein

Von Axel Nickel

 

Blick auf das Areal an der Schneckennudelbrücke und am Luitpoldhafen, das die Firma Epple ab Januar bebauen wird. ( Foto: Epple/frei)

So sollen die drei Häuser mit insgesamt 24 Wohnungen nach dem Bauende im Jahr 2018 aussehen. ( Foto: Epple/frei)

Ab Januar wird der Süden des Nobelquartiers Rheinufer Süd bebaut. Federführend ist die Heidelberger Epple-Gruppe, die an Schneckennudelbrücke und Luitpoldhafen zunächst 24 hochwertige Wohnungen in drei Häusern errichtet. Drei Investoren stecken 60 bis 80 Millionen Euro bis Ende 2018 ins Baufeld 6.

Ernst Merkel genießt den sonnigen Platz am Rhein, den die Epple-Gruppe gestern ausgewählt hat, um ihr Projekt „Rheinkilometer 423“ vorzustellen. Es ist ein Termin zum Wohlfühlen für den Vorstand der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GAG und Geschäftsführer der Rheinufer Süd Entwicklungsgesellschaft mbH (RSE) sowie Bürgermeister Wolfgang van Vliet (SPD), der ebenfalls RSE-Geschäftsführer ist. Beide freuen sich, welch hochwertiger Wohnraum auch unmittelbar gegenüber der Parkinsel geschaffen werden soll. Nicht zuletzt deshalb, „weil wir so eine Möglichkeit haben, auch Einkommensteuerzahler zu uns zu holen“, wie van Vliet augenzwinkernd anmerkt.

Was flapsig daherkommt, hat einen ernsten Hintergrund. In den 90er-Jahren war das Rheinufer Süd noch weit davon entfernt, die von Merkel so gelobte „Lebensqualität in einem Premiumquartier“ zu versprühen. Stattdessen prägte Industrie das Geschehen, die zudem den Zugang zum Rhein versperrte. Das ist seit gut zehn Jahren anders, als die ersten Gebäude von der GAG auf dem 40 Hektar großen Areal errichtet wurden. 450 Millionen Euro sind laut Merkel seither von privaten Investoren in die Baufelder und hochwertigen Stadthäuser geflossen. „600 Wohnungen haben wir, am Ende werden es 900 bis 1000 sein“, sagte Merkel. „Das Rheinufer Süd ist und bleibt eine Erfolgsgeschichte.“

Im Süden würden auf dem Baufeld 6 von Epple nun die letzten Flächen direkt am Wasser verbaut. Gegenüber auf der Parkinsel werde am Luitpoldhafen in ein paar Tagen mit dem Bau der letzten Stadtvillen direkt am Wasser begonnen.

Zum Abschluss gehe es noch um die Dreiecksfläche am Ostasieninstitut (OAI). Laut Merkel sind die Planungen sehr weit fortgeschritten, sodass man die Konzepte bald präsentieren könne. Was dort entstehen solle, beschrieb er mit einer Mischung aus „Wohnbebauung, Dienstleistung und Gastronomie“. Van Vliet hob ebenfalls das Erfolgsmodell Rheinufer Süd hervor: „Wer hierher zieht, ist begeistert, es gab noch nie Vermarktungsprobleme.“

Dass sich daran nun nichts ändert, darauf hofft derweil die Epple-Gruppe. Mit einem Tag der offenen Tür am Sonntag werden die Bebauungspläne erstmals vor Ort im Info-Container allen Interessierten präsentiert, und ab dann können die 24 Wohnungen auch gekauft werden. Die Vermarktung vor Ort ist der Job von Jörg Schnatterer. Er verriet: „Wir haben schon etliche Anfragen.“

Epple-Geschäftsführer Bernfried Back und Oli Thaler, Technischer Leiter, versprachen Häuser, Wohnungen und Grünanlagen mit „edlem Charakter“. Die im ersten Schritt geplanten drei Häuser sollen quadratisch und mit mehreren Balkonen und Terrassen versehen werden, sodass „der Bezug zum Wasser immer da ist“, so Back. Das Projekt koste 16 Millionen Euro. Die Wohnungsgrößen liegen zwischen 100 und 190 Quadratmetern. Die Preise beginnen bei 3800 und reichen bis 5850 Euro pro Quadratmeter bei den Penthouse-Wohnungen. Im Januar wird mit dem Bau des ersten Abschnitts begonnen. Epple errichtet danach noch mal drei Häuser.

Auf dem Baufeld 6 gibt es zur Rheinallee hin zwei weitere Investoren, die ebenfalls Stadthäuser bauen werden. Bis Ende 2018 soll alles fertig sein. Die Investitionssumme aller drei zusammen liegt laut Merkel bei 60 bis 80 Millionen Euro.