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Montag, 16. Juli 2018 Drucken

Fussball-WM

Moskau – ist und bleibt eine Reise wert

Die Russische Seele: Die geschichtsträchtige Hauptstadt besitzt ein riesiges kulturelles Angebot

VON christian gaier

Großartig: die Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau.

Großartig: die Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau. ( Foto: GAI)

Beliebt: der Zarizyno-Schlosspark.

Beliebt: der Zarizyno-Schlosspark. ( Foto: gai)

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland ist vorbei. Aber es gibt natürlich auch weiterhin viele Gründe, das Land und vor allem seine Hauptstadt Moskau zu besuchen. Hier sind einige davon.

 

Die Sehenswürdigkeit schlechthin ist natürlich der Rote Platz im Herzen der Stadt. Der 150 Meter breite und und 500 Meter lange Platz, der unter anderem von der Baslilius-Kathedrale mit ihren bunten Zwiebeltürmen, dem Kaufhaus GUM, dem Auferstehungstor und dem Kreml mitsamt dem davor gelagerten Lenin-Mausoleum umrahmt wird, ist das Wahrzeichen Moskaus und nicht nur Schauplatz von Militärparaden, sondern vielmehr ein Veranstaltungsort von Events und Festen.

Das zweite Wahrzeichen Moskaus ist der angrenzende Kreml, das Machtzentrum der Russischen Föderation, das aber auch teilweise touristisch erschlossen ist. Besucht werden kann beispielsweise die Rüstkammer, in der auf zwei Stockwerken unter anderem historische Waffen, Schmuck und Unikate des Gold- und Silberschmiedehandwerks vom 13. bis zum 19. Jahrhundert zu bestaunen sind sowie im selben Gebäude die Dauer-Ausstellung des Staatlichen Diamantenfonds.

Pflicht ist auch der Besuch der nach Plänen des deutsch-russischen Architekten Konstantin Thon erbauten Christ-Erlöser-Kathedrale, die als das zentrale Gotteshaus der Russisch-Orthodoxen Kirche gilt und mit 103 Metern Höhe einer der größten orthodoxen Sakralbauten der Welt ist. 1883 feierlich eingeweiht, wurde sie 1931 auf das Geheiß Stalins in die Luft gesprengt, um Platz für den geplanten Palast der Sowjets zu schaffen. Als die orthodoxe Kultur nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion eine Renaissance erlebte, machte sich eine Bürgerinitiative für den Wiederaufbau der Kathedrale stark, der am 31. Dezember 1999 durch Spenden vollendet wurde.

Sehenswert ist auch das im Norden der Stadt gelegene Gelände der Ausstellung für Errungenschaften der Volkswirtschaft VDNH, das seit 1939 existiert und bis zur Perestroika in rund 100 thematischen und regionalen Pavillons die „Errungenschaften der Völker der Sowjetunion und des Sozialismus“ zeigte. Heute finden im VDNH jährliche Hunderte Festivals, Messen und Kongresse statt. Zu den Attraktionen zählen das Zentrum für Ozeanographie und Meeresbiologie, das Kinomuseum und das Kosmonautenmuseum.

Rund 450 Museen und Ausstellungshallen gibt es in Moskau. Zu den bekannten zählt das zwischen Kreml und Christ-Erlöser-Kathedrale gelegene Puschkin-Museum der Bildenden Künste. Zu sehen ist dort unter anderem die größte Sammlung französischer Impressionisten. Die weltweit beste Sammlung russischer Kunst bietet die Tretjakow-Galerie in seinen Gebäuden in der Lawruschenskij Gasse und am Krimskij Wal. Gründer der Tretjakowa war der Kaufmann Pawel Tretjakow, ein leidenschaftlicher Kunstsammler, der Moskau 1892 eine Kollektion von fast 2000 Kunstwerken schenkte.

Unweit der Tretjakow-Galerie am Krimskij Wal befindet sich der legendäre Gorki-Park, vollständig Zentraler Maxim-Gorki-Park für Kultur und Erholung genannt. Auf 1,2 Quadratkilometern bietet der Park genügend Räum zum Flanieren, zum Sporttreiben oder zum Besuch von Open-Air-Veranstaltungen. Im Winter dienen einige Wege des Parks als Eisbahnen.

Einen Ausflug wert ist der 18 Kilometer vom Stadtzentrum entfernte Zarizyno-Schlosspark, der mit seinem auf eine Fläche von rund 40 Hektar Fläche verteilten malerischen Schloss- und Parkensemble ein beliebtes Ausflugsziel ist.