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Donnerstag, 18. Juli 2019 Drucken

Speyer Land

Mechtersheim: Pläne für neue Jugendfreizeitstätte vorgestellt

Von Nadine Klose

Mit den Plänen: Bundestagsabgeordneter Johannes Steiniger (Zweiter von links) mit Manfred Scharfenberger, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen, und Thomas Baader von der Kreisverwaltung. Foto: Lenz

Mit den Plänen: Bundestagsabgeordneter Johannes Steiniger (Zweiter von links) mit Manfred Scharfenberger, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen, und Thomas Baader von der Kreisverwaltung. Foto: Lenz

Der Bundestagsabgeordnete Johannes Steiniger (CDU) hat gestern bei seiner Sommertour in seinem Wahlkreis die Jugendfreizeitstätte des Rhein-Pfalz-Kreises südlich von Mechtersheim besucht. Vertreter der Kreisverwaltung stellten ihm die Pläne für die Sanierung und Erweiterung des Gebäudes vor.

Das Selbstversorgerhaus und sein 7500 Quadratmeter großes Grundstück mit Grillplatz können seit vier Jahren nicht mehr von Jugendgruppen genutzt werden, weil das Gebäude sanierungsbedürftig ist und nicht mehr den Brandschutzvorgaben entspricht. „Das sieht nach viel Arbeit aus“, sagte die Erste Kreisbeigeordnete Bianca Staßen (SPD), während sie durch das marode Gebäude lief. Außer notdürftigen Reparaturen sei hier nichts mehr passiert, seit das Haus 1981 gebaut wurde, sagte Thomas Baader, Leiter der Abteilung Jugend bei der Kreisverwaltung.

Durch die Hilfe von Johannes Steiniger bekommt der Kreis für die Sanierung und Erweiterung 540.000 Euro an Fördermitteln aus dem „Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 1,2 Millionen Euro, die übrigen 660.000 Euro muss der Kreis bezahlen.

„Weit über die Kreisgrenzen hinaus beliebt“

Die Pläne sehen vor, das Gebäude zu entkernen und dort Aufenthalts- und Tagungsräume einzurichten. An das Haus sollen in Holzmodulbauweise Sanitär-, Schlaf- und Betreuerräume sowie eine Küche mit einem Lager angebaut werden. Die Teile für die Anbauten werden laut Michael Pack, Referatsleiter für kreiseigenes Bauen bei der Kreisverwaltung, angeliefert und vor Ort zusammengesetzt. Dadurch halte sich die Belastung durch Lastwagen-Verkehr für Mechtersheim und das Landschaftsschutzgebiet, in dem das Gelände liegt, in Grenzen. Das Dach soll erneuert und mit einer Photovoltaikanlage zur Eigenversorgung ausgestattet werden. Zur Spülung der Toiletten und zur Bewässerung der Außenanlage soll Regenwasser verwendet werden, das in einer Zisterne gesammelt wird. Die Flachdächer der Anbauten werden begrünt. Laut Pack waren die Akteure der Jugendarbeit über den Kreisjugendring in die Planungen involviert.

Wann die neue Jugendfreizeitstätte, die dann barrierefrei ist, eröffnet werden kann, ist noch unklar. Erst, wenn der Bescheid für das Geld vom Bund da sei, könne weiter geplant werden. Der Bescheid gebe auch vor, bis wann das Geld abgerufen sein muss, sagt Landrat Clemens Körner (CDU).

Das Selbstversorgerhaus soll nach der Erweiterung und Sanierung nicht nur von Jugendgruppen, sondern auch für die Erwachsenenbildung und von Kindergärten und Schulen genutzt werden können. Die Freizeitstätte habe ein Alleinstellungsmerkmal, weil sie mitten in der Natur liege und die Wohnbebauung weit entfernt sei, sodass die Jugendlichen auch mal laut sein können, sagte der Bundestagsabgeordnete. Es sei vor der Schließung sehr beliebt und weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt gewesen, merkte Körner an.

|nhe

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