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Freitag, 13. Juli 2018 Drucken

TK Grün-Weiss Mannheim

Maximilian Marterer im Interview: "Langfristig in die Top 20"

Von Udo Schöpfer

Maximilian Marterer gestern Abend nach dem Training.

Maximilian Marterer gestern Abend nach dem Training. ( Foto: KUNZ)

Der Tennisprofi über seinen Höhenflug – Heute für Grün-Weiss im Einsatz

Maximilian Marterer bestreitet heute (13 Uhr) mit Peter Gojowczyk, Federico Delbonis und Radu Albot die Einzel für Grün-Weiss Mannheim im Bundesliga-Spitzenspiel gegen den Rochsclub Düsseldorf. Marterer ist der deutsche Aufsteiger der Saison. Der 23-Jährige hat von dem Achtelfinale gegen Rafael Nadal sehr profitiert, erläuterte er in diesem Interview.

 

 

Herr Marterer, Grün-Weiss-Teamchef Gerald Marzenell hat gerade nochmal betont: Uns war klar, dass Maximilian Marterer auf dem Weg nach vorne ist, aber dass es so schnell geht, war überraschend. Was waren die Gründe?

Ich denke, ich habe einfach sehr gut gearbeitet. Das ist das Wichtigste, dass ich meine Qualität im Training immer auf den Platz bringe – und so konnte ich mich auch entwickeln. Für jedes Match, das ich gewonnen habe, habe ich auch gekämpft.

 

Haben Sie das Training umgestellt?

Nein. Aber ich versuche, noch mehr den Fokus auf die einzelnen Sachen zu legen, die ich trainieren will. Wenn die Qualität stimmt, schafft man es auch, schnell Fortschritte zu erzielen. Und wichtige Punkte in den Spielen zu machen, ist mir diese Saison auch gelungen. Wenn man gut trainiert, muss man einfach nur geduldig sein. Dann klappt das auch auf lange Sicht.

 

Sie stehen im Moment auf Weltranglisten-Platz 48. Was haben Sie sich für die nahe Zukunft vorgenommen?

Ich habe vergangenes Jahr auch sehr gut gespielt, deshalb ist mein Ziel, jetzt erst einmal da zu bleiben, wo ich im Moment bin. Das heißt, das Jahr erst einmal so auf dem Platz zu beenden. Langfristig ist mein Ziel, in die Top 20, Top 30 zu gelangen.

 

Davis-Cup-Kapitän Michael Kohlmann ist Ihr Trainer. Was hat er für einen Anteil am Erfolg?

Natürlich spielt er eine sehr große Rolle. Er ist bei mir seit der Vorbereitung des vergangenen Jahres, wir haben davor schon einmal zusammengearbeitet. Er ist jemand, der sehr viel Erfahrung mitbringt. Er war selbst auf der Tour, er kennt die anderen Spieler gut, er weiß mittlerweile auch, was mir gut tut. Es passt einfach.

 

Auf dem Weißenhof in Stuttgart haben Sie kürzlich Ihr erstes Spiel auf Rasen gewonnen, gegen Viktor Galovic. Wie war die Rasensaison für Sie?

Es war mal was anderes. Ich habe nie viele Matches auf Rasen gespielt. Wimbledon Juniors 2013 war ein Ausreißer, damals kam ich ins Halbfinale. Ja, ich hätte ein paar Sachen besser machen können in der Rasensaison, nichtsdestotrotz, es war meine erste Saison auf Rasen und ich denke, ich habe noch ein paar Spielzeiten vor mir auf Rasen.

 

In den Fokus der Öffentlichkeit gerieten sie durch den Sprung ins Achtelfinale bei den French Open, durch die Niederlage gegen Rafael Nadal. Hat sich Ihr Leben seitdem geändert?

Ich habe ein paar Termine mehr. Die Leute erkennen einen ein bisschen mehr, weil es natürlich ein Match war, auf das die Tenniswelt geschaut hat. Gegen Rafa auf Sand zu spielen, das war etwas besonderes. Das können nicht viele von sich behaupten. Ich habe bei den French Open zudem gelernt, wo meine Stärken sind, das hat mein Spiel schon weitergebracht.

 

Und was haben Sie direkt aus dem Spiel gegen Rafael Nadal mitgenommen?

Natürlich kann man da noch etwas mitnehmen. Kein anderer Spieler baut sich die Punkte so auf wie er. Keiner ist so abgeklärt. Das war wirklich beeindruckend. Auch diese Härte in den Schlägen von der Grundlinie.

 

In Stuttgart haben Sie dargelegt, dass Sie nach Paris zunächst einmal mit den alten Freunden ausgespannt haben. Geht es da auch um Tennis?

Auch. Viele von meinen Kumpels sind Hobby-Tennisspieler, aber darum ging es nicht hauptsächlich. Wir sind so viel unterwegs während des Jahres, ich weiß gar nicht, wie viele Tage ich jetzt erst daheim war, deswegen tut die Zeit zu Hause im vertrauten Umfeld einfach gut.

 

Grün-Weiss Mannheim bietet auch ein sehr familiäres Umfeld. Das wird Ihnen sicher auch gefallen.

Ich mag die Mannschaft sehr. Tobi, Tobias Kamke, hat mich letztes Jahr angesprochen – mit ihm bin ich sehr gut auf der Tour befreundet. Ich bin froh, dass das so gut geklappt hat. Ich freue mich, dass ich gegen Düsseldorf gleich mein zweites Spiel machen kann. Das ist wieder eine schöne Erfahrung. 

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