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Sonntag, 11. August 2019 Drucken

Sport

Mainz 05 hadert mit Derby-Niederlage gegen FCK

Von Christine Kamm und Oliver Sperk

Mainz-Trainer Sandro Schwarz lässt die Schultern hängen, FCK-Coach Sascha Hildmann triumphiert. (Foto: Kunz)

Der FCK tankt mit dem Pokal-Erfolg gegen Mainz 05 Kraft für den Alltag in der Dritten Liga. Bei den Gästen herrscht Kopfschütteln vor – auch über die eigenen Fans. Ihnen gelingt es nicht, die Pokal-Geschichte vom Vorjahr zu wiederholen.

„Es war eigentlich eine Plattform für einen tollen Tag“, sagte Stefan Hofmann nach dem Derby. Der Mainzer Vereins-Präsident, der zu seinen aktiven Spielerzeiten fast einmal in Kaiserslautern gelandet wäre, hat sich zwar gefreut, dass 6500 Fans die Rheinhessen in die Pfalz begleitet haben und auch viele Mainzer auf der Haupttribüne saßen. Ja, über 40.000 Zuschauer waren eine tolle Kulisse. Aber er war auch sehr enttäuscht. „Das hat sich angefühlt wie Bundesliga“, gestand auch 05-Mittelfeldspieler Danny Latza, der als neuer Mainzer Kapitän eine denkwürdige Niederlage zu kommentieren hatte. Die mitgereisten Mainzer Anhänger sorgten zudem für viel Kopfschütteln. Denn sie brannten nicht nur über die gesamte Spieldauer Pyros in ihrem Block ab, sie warfen nach dem 2:0 durch Florian Pick (90.) Leuchtkörper aufs Spielfeld und setzten auch ihre eigenen Banner in Brand.

Der 2:0-Sieg war Balsam auf die Seele des FCK-Trainers. „Das war eine Stimmung, wie ich sie lange nicht mehr erlebt habe“, meinte Sascha Hildmann. Und er hat genug Spiele als echter Lauterer auf dem Betzenberg erlebt, klar. „Das muss Kraft geben“, meinte der FCK-Coach mit Blick auf den Liga-Alltag. In der Dritten Liga heißt der nächste Gast Eintracht Braunschweig.

Mainz war zunächst drückend übnerlegen

Ganz anders die Gäste, die in die neue Saison einen Fehlstart hingelegt haben. Im vergangenen Jahr noch hatte Mainz 05 nach einer ganz frühen Roten Karte für Moussa Niakhaté mit einer Riesenmoral und angeführt von einem überragenden Alexandru Maxim die erste Pokalhürde mit 3:1 beim FC Erzgebirge Aue genommen. Nicht dass der FCK mit Aue zu vergleichen wäre. „Aber da haben wir das Tor geschossen“, sagte Sandro Schwarz rückblickend. Der Mainzer Cheftrainer erinnerte sich an den ersten Treffer des rumänischen Spielmachers nach einer halben Stunde.

Auf dem Betzenberg war der Bundesligist am Samstag zunächst drückend überlegen, hat aber eben dieses eine Tor nicht gemacht. Und dann kamen „viele kleine Momente, die nicht auf unserer Seite waren“, kommentierte Schwarz, für den der Elfmeter, der zum 1:0 führte, keiner war. Der aus dem Saarland stammende 05-Keeper Florian Müller war sich da weniger sicher. „Schwer zu sagen“, ordnete der 21-Jährige ein und bedauerte ein „unglückliches Aus“. Dass er den Elfmeter nicht hatte, ärgerte den U21-Nationalspieler. „Man kennt ja die Elfmeter, die unterm Torwart durchgeschossen werden“, meinte er. Er war zwar noch dran, hat aber nicht verhindern können, dass der Ball ins Tor trudelt. „Bitter, dass du heute hier verlierst“, bekannte Müller.

Für Mainz das erste Pflichtspiel der Saison

„Wir hatten das Quäntchen Glück, das uns zuletzt in der Liga gefehlt hat“, sagte FCK-Rechtsverteidiger Dominik Schad, mit Torwart Lennart Grill, vom DFB zum Spieler des Spiels gekürt, am Samstag herausragend. „Aber wir wussten“, sagte Schad, „dass es für uns ein Vorteil ist, dass wir schon vier Ligaspiele absolviert haben, schon ,drin’ sind in der Runde. Für Mainz war es das erste Pflichtspiel in dieser Saison.“ Und das wurde zu einem klassischen Fehlstart.

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.