Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Samstag, 30. Januar 2016 Drucken

Sport

Letzte Testballons steigen

Fussball: FCK trifft auf FC Zürich – Ruben Jenssen: Gespräche im Februar

Freude nach dem Sieg: Ruben Jenssen mit Mateusz Klich und Johannes Reichert in Leipzig (von links). ( Foto: KUNZ)

Kaiserslautern (aboe). Es sind die letzten 90 Minuten, ehe es ernst wird im Kampf um Zweitliga-Punkte: Der 1. FC Kaiserslautern misst sich heute mit dem im Klassement der Schweizer Super League auf dem vorletzten Rang notierten FC Zürich.

 

Ist die Generalprobe ein halber Ernstfall? „Nein, nein“, sagt Konrad Fünfstück, „es ist noch immer ein Testspiel.“ Er werde „nichts Verrücktes“ machen, ergänzt der Trainer des FCK, gewisse Muster ließen sich wohl auch am kommenden Freitag im Zweitligaspiel gegen Union Berlin wiederfinden. Und doch lasse er den einen oder anderen Testballon steigen.

Dass dies unter Ausschluss der Öffentlichkeit geschieht, kommt Fünfstück nicht zupass. Er sei kein Trainer, der gerne etwas vertusche oder verheimliche, die meisten Einheiten bestreite er öffentlich – ausgenommen jene, in welchen seine Spieler Standards paukten. „Ich freue mich, wenn die Leute kommen“, sagt er, „der FCK muss ein Verein zum Anfassen sein, so geben wir uns auch als Trainer und Mannschaft.“ Ungeachtet dessen habe er Verständnis für die Entscheidung des Organisationsteams. „Es gibt Gründe, es ist so, wie es ist. Dass man heute selbst in einem Testspiel derart hohe Sicherheitsstandards braucht, dafür kann der FCK nichts.“

Vier Testbegegnungen haben die Roten Teufel in diesem Winter bestritten. Zwei endeten remis, zwei mit einem Sieg. Die positive Kunde: Der FCK blieb ohne Gegentor. Die negative: Er erzielte nur vier Treffer, und abgesehen vom 3:0 beim luxemburgischen CS Fola Esch, als Kacper Przybylko per Kopf traf, warteten die Stürmer vergebens auf ein Erfolgserlebnis. Beim 1:0 im finalen Test des Trainingslagers gegen den polnischen Tabellendritten Cracovia Krakau hieß der siegbringende Torschütze Sascha Mockenhaupt, ein Abwehrspieler. Darauf angesprochen, bat Fünfstück am Abend der Partie lächelnd um eine positive Betrachtung der Dinge: Das Tor sei nach einer Ecke gefallen (wenn auch „nur“ mit dem zweiten Ball), das Standardtraining habe sich ausgezahlt – da sei es nachrangig, ob ein Stürmer getroffen habe oder nicht.

Gestern lobte Fünfstück Kacper Przybylko für dessen Fleiß: „Er arbeitet sehr hart, schiebt schöne Extraschichten. Er hat sich in den Testspielen mit der Mannschaft viele Chancen erarbeitet, und die Gegner waren ja nicht von Pappe. Irgendwann werden die Tore schon kommen.“

Ruben Jenssen hat in dieser Spielzeit zwei Tore erzielt. Schöne Tore. Tore, die dem FCK jeweils einen Teilerfolg bescherten, das 2:2 bei Union Berlin und das 1:1 bei 1860 München. 61 Partien hat der Norweger seit 2013 für den FCK bestritten. Vier Treffer gelangen ihm, dazu vier Assists. „Vorlagen und Tore sind wichtig im Fußball, natürlich erhoffe ich mir da mehr“, sagt der 27-Jährige, um den sich in der Pause Wechselgerüchte rankten. Standard Lüttich, FC Brügge – alles „Enten“? „Es waren nur Gerüchte, so weit ich weiß. Mein Berater hat sich darum gekümmert.“ Jenssens Vertrag endet am 30. Juni, im Februar stehen Gespräche mit dem FCK an. Jenssen ist Vater eines 16 Monate alten Sprosses, der Kindergartenplatz ist gefunden. „Wir fühlen uns wohl hier“, sagt er. Dass Jenssen bleibt, ist nicht ausgeschlossen. Aber auch nicht sicher.