Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Montag, 04. Juni 2018 Drucken

Sport

Kein Happy End – und doch großes Kino

Handball: Rhein-Neckar-Löwen nach 28:25 gegen SC DHfK Leipzig Vizemeister – Emotionale Verabschiedung von sechs Spielern

Von Udo Schöpfer

Momir Rnic, Harald Reinkind, Hendrik Pekeler, Kim Ekdahl du Rietz, Rafael Baena und Kristian Bliznac (von links) wurden gestern nach dem Spiel von Geschäftsführerin Jennifer Kettemann verabschiedet.

Momir Rnic, Harald Reinkind, Hendrik Pekeler, Kim Ekdahl du Rietz, Rafael Baena und Kristian Bliznac (von links) wurden gestern nach dem Spiel von Geschäftsführerin Jennifer Kettemann verabschiedet. ( Foto: KUNZ)

Ziemlich bewegliches Handgelenk: Gudjon Valur Sigurdsson erzielte gestern einen Treffer.

Ziemlich bewegliches Handgelenk: Gudjon Valur Sigurdsson erzielte gestern einen Treffer. ( Foto: KUNZ)

«Mannheim.» Es hat nicht mehr gereicht: Durch den 22:21-Sieg der SG Flensburg-Handewitt gegen Frisch Auf Göppingen bleibt für die Rhein-Neckar-Löwen diesmal nur Platz zwei in der Handball-Bundesliga. Der entthronte Meister gewann das letzte Spiel gegen den SC DHfK Leipzig in der ausverkauften SAP-Arena mit 28:25 (13:12).

Spannend war es, bis zum Ende, dieses Fernduell. Die Löwen legten abermals einen großen Kampf hin, bissen sich durch, setzten sich am Ende ab. Ein paar Spieler schauten sich die letzte Spielminute in Flensburg am Fernseher an, Hallensprecher Kevin Gerwin verkündete offiziell um 16.45 Uhr: „22:21 in Flensburg, wir gratulieren dem neuen Meister.“ Das war es. Eine großartige Saison ging völlig unspektakulär zu Ende. Die Spieler liefen mit einem Transparent durch die Arena. Darauf war zu lesen: „Danke für Eure Unterstützung“.

Selbstverständlich wurde es noch einmal sehr emotional, weil Sequenzen vom Pokalsieg in Hamburg zu sehen waren und sechs Spieler sowie Co-Trainer Klaus Gärtner sich verabschiedeten: Momir Rnic, Kristian Bliznac (Trainer in der Zweiten norwegischen Liga), Rafael Baena (Bergischer HC), Hendrik Pekeler sowie Harald Reinkind (beide THW Kiel). Und Kim Ekdahl du Rietz, der nach seinem selbst gewählten vorzeitigen Ruhestand in großer Verletzungsnot im März noch einmal für drei Monate zurückkam. „Du warst die Attraktion dieser Saison“, meinte Geschäftsführerin Jennifer Kettemann, die ganz bewusst keine Abschiedsrede halten wollte. Hatten wir schon. Und man weiß ja nie.

„Ich hätte euch und die Halle am liebsten mit nach Paris genommen. Die drei Monate waren noch einmal schön“, sagte der Rückraumspieler, der Weltenbummler, die künftige Koryphäe von Paris Saint-Germain. Sein Gehalt für die Zeit bei den Löwen in Höhe von 28.715 Euro ging als Spende an „Aufwind“, „Play Handball“ und „Right to play.

Schön waren Jennifer Kettemanns Worte über Kreisläufer Rafael Baena. „Als Du gekommen bist, kannten dich nicht viele, spätestens als drei Gegenspieler an dir hingen und du den Ball trotzdem ins Tor geworfen hast, hatten dich alle ins Herz geschlossen“, betonte sie. Hendrik Pekeler sagte: „Ich hatte hier die drei schönsten Jahre meines Lebens.“ Und dann stockte seine Stimme …

Kommen werden im Sommer: Steffen Fäth (Füchse Berlin), Jannik Kohlbacher (HSG Wetzlar), Ilja Abutovic (Vardar Skopje) und Jesper Nielsen (Paris Saint-Germain). „Das heute, das war nicht das, was wir uns erhofft hatten. Alles sind sehr enttäuscht“, sagte Trainer Nikolaj Jacobsen, der den Kader nächste Saison breiter aufgestellt sieht und hofft, das sich das Team rasch einspielt. Es ist eine kleine Zäsur.

Ach ja: Zum besten Spieler der Saison wurde Andy Schmid gewählt – und das schon zum fünften Mal hintereinander. Bester Torhüter der Liga ist Mikael Appelgren, bester Trainer Nikolaj Jacobsen – alle drei von den Löwen. Mehr muss man nicht sagen … Sport-Magazin

   

So spielten sie

Rhein-Neckar-Löwen:

Appelgren, Palicka (ab 39.) - Petersson (4), Schmid (6), Larsen (2) - Groetzki (7), Sigurdsson (1) - Pekeler (2) - Ekdahl du Rietz (4), Baena, Tollbring (2/2), Reinkind, Taleski

SC DHfK Leipzig:

Putera, Vortmann (24. - 54.) - Semper (8), Pieczkowski (6), Jurdzs (1) - Strosack (3/2), Binder - Milosevic (1) - Roschek, Rivesjoe, Kunkel (1), Meschke, Weber (3), Krzikalla (2)

Spielfilm:

5:3 (8.), 10:8 (18.), 12:9 (23.), 17:17 (37.), 20:18 (41.), 24:22 (50.), 28:23 (57.) - Siebenmeter:

4/2 - 2/2 - Zeitstrafen:

3/5 - Beste Spieler:

Palicka, Appelgren, Groetzki - Semper, Pieczkowski - Zuschauer:

13.200 (ausverkauft) - Schiedsrichter:

Brodbeck/Reich (Reutlingen/Metzingen).

Zugang auswählen


Sie sind bereits Kunde?

Einloggen

Sie sind bereits Kunde?

Einloggen