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Freitag, 21. Dezember 2018 Drucken

Ludwigshafen

Jaguar hört jetzt auf den Namen Fritz Walter

Von Janine Arendt

Gibt es eine gewisse Ähnlichkeit? Das ist der Namensvetter von Fritz Walter. (Foto: privat)

Fritz Walter: FCK-Legende und einer der herausragenden Persönlichkeiten des deutschen Fußballs. (Foto: dpa)

Die Ludwigshafener Lisa Steil und Markus Pierstorf entdecken einen Jaguar und benennen ihn nach FCK-Idol.

Einen Jaguar zu entdecken. Das hat sich die 25-jährige Lisa Steil aus Maudach zum Ziel gesetzt. Gemeinsam mit ihrem Freund Markus Pierstorf ist sie seit Mai 2018 auf Weltreise und verfolgt dieses Ziel. Auf einer Safari in Afrika haben sich die beiden Pfälzer in die besonderen Tiere verliebt. „Großkatzen haben es vor allem mir angetan“, sagt Lisa. Auch ihr sieben Jahre älterer Freund ist Ludwigshafener, er kommt aus Oggersheim. Kennengelernt haben sich die beiden im Studium in Worms. Beide sind große Fans des 1. FC Kaiserslautern und verpassen auch auf Weltreise kein Spiel ihrer Mannschaft – das ist wichtig für den Rest der Geschichte.

"Ständig auf der Suche nach einem Jaguar"

Mit einem One Way Ticket in Richtung weite Welt haben sich die beiden Tourismusexperten einen Traum erfüllt. „Seit Beginn der Weltreise sind wir ständig auf der Suche nach einem Jaguar“, berichten die zwei. Gesucht haben sie auf dem lateinamerikanischen Kontinent, im Amazonas und in Belize auf Dschungeltouren und Trekkings. Erfolglos (zumindest was den Jaguar angeht). Der Wunsch, diese Tiere in freier Wildbahn zu sehen, wuchs immer weiter. Wahrscheinlich so sehr wie der Wunsch der roten Teufel, wieder die Zweite Liga oder zumindest etwas mehr Geld zu sehen.

Das Pärchen kämpfte jedenfalls und investierte. Eine spezielle Jaguar-Expedition im Pantanal, dem größten Sumpfgebiet der Erde im Südwesten Brasiliens, sollte den Wunsch erfüllen: Die viertägige Tour so teuer wie sonst zwei Monate der Reise. Die Aussichten gering. Die Saison fast vorbei, die Regenzeit angebrochen. Nur nicht so große Hoffnungen machen, empfahl auch der Tourguide. Zunächst erfolglos – bis zum vorletzten Tag. „Sunday is Jaguar-Day“, begrüßte sie der Guide, noch unwissend, dass er damit recht behalten sollte. „Wir waren erst zehn Minuten unterwegs“, erzählt Lisa, „auf einmal schauten alle nach rechts, und da stand er und hat uns angeschaut“, ist sie überwältigt von ihrem Jaguar-Glück. Markus habe dann die Kamera gezückt und sogar noch einen zweiten entdeckt.

"Direkt Fritz Walter vorgeschlagen"

Im Camp waren auch die Forscher erstaunt vom Erfolg der Deutschen. Der Clou: noch nicht registriert, gab es auch noch keine Namen für die Tiere. „Da hab ich Markus angeschaut, geschmunzelt und direkt Fritz Walter vorgeschlagen“, erzählt das FCK-Fangirl. „Jeder FCK-Fan schwärmt doch für Fritz Walter, das Wunder von Bern...“, erklärt ihr Freund. Überzeugen mussten sie nur noch die Biologen. Mit Erfolg! Dank den beiden streift nun eine echte Fußball-Legende durch das Pantanal. Der zweite Jaguar konnte noch nicht richtig zugeordnet werden. „Wenn es sein Bruder ist“, weiß das Pärchen jetzt schon, „heißt er natürlich Ottmar!“ Und weil es so schön ist, geht es weiter nach Uganda auf der Suche nach einem neuen Tier – dem Berggorilla. Bei gleichbleibendem Glück der Weltreisenden gibt es dort demnächst einen Gerry Ehrmann zu bestaunen, versprechen Lisa und Markus.

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