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Donnerstag, 14. Juni 2018 Drucken

Fussball-WM

Horst Eckel: "Ich schaue alle Spiele"

Ein Interview von Adrian Hartschuh

Horst Eckel (86) ist der letzte noch lebende Fußball-Weltmeister von 1954. Beim Länderspiel Deutschland - Ungarn stand er am 4. Juni 2016 gemeinsam mit Bundestrainer Jogi Löw am Spielfeldrand der Gelsenkirchener Veltins Arena. (Foto: dpa)

Die WM in Russland wird Horst Eckel (86) vor dem Fernseher in Vogelbach verfolgen. Wir haben den 54er-Weltmeister gefragt: "Wer gewinnt das Turnier?“

Als Held wollte er nie bezeichnet werden. Mit 22 Jahren war Horst Eckel beim "Wunder von Bern" der Jüngste im Nationalteam. Heute ist die FCK-Legende der letzte noch lebende Weltmeister von 1954, lebt mit seiner Familie nach wie vor in der Pfalz im beschaulichen Vogelbach (Bruchmühlbach-Miesau).

 

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite finden Sie alle Informationen zur Fußball-Weltmeisterschaft in Russland 

Herr Eckel, heute beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Werden Sie die Spiele im Fernsehen verfolgen.

Natürlich, ich schaue immer alle Spiele.

 

Was ist Ihr Tipp, wer wird Weltmeister?

Das fragen mich viele. Aber ich kann es nicht sagen, erst muss ich die Mannschaften spielen sehen.

 

Viele nennen Frankreich, Brasilien und Argentinien als Favoriten.

 Ja? Gut, das sind die üblichen Verdächtigen. Aber wie gesagt: Ich kann keinen Tipp abgeben, am Ende täusche ich mich, das wäre mir unangenehm.

 

Sie wären in guter Gesellschaft, viele Experten haben sich schon getäuscht. Wie sehen Sie denn unsere Chancen, den Titel zu verteidigen.

Wir haben eine Chance, aber wir müssen abwarten.

 

 

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: Die Helden von Bern: Der deutsche Stürmer und Kapitän Fritz Walter (Mitte) und sein Lauterer Teamgefährte Horst Eckel (rechts) nach dem Triumph im Fußball-WM-Finale im Berner Wankdorfstadion. Foto: dpa

Die Helden von Bern: Der deutsche Stürmer und Kapitän Fritz Walter (Mitte) und sein Lauterer Teamgefährte Horst Eckel (rechts) nach dem Triumph im Fußball-WM-Finale im Berner Wankdorfstadion. Foto: dpa

: Weltmeister unter sich: Horst Eckel und Mats Hummels unterhalten sich beim Länderspiel Deutschland - Ungarn am 4. Juni 2016 in der Gelsenkirchener Veltins Arena. Foto: dpa

Weltmeister unter sich: Horst Eckel und Mats Hummels unterhalten sich beim Länderspiel Deutschland - Ungarn am 4. Juni 2016 in der Gelsenkirchener Veltins Arena. Foto: dpa

: Mit WM-Pokal: Horst Eckel und Bundestrainer Joachim Löw am 23. Oktober 2015 in Dortmund bei der Gala zur Eröffnung des Deutschen Fußballmuseums.

Mit WM-Pokal: Horst Eckel und Bundestrainer Joachim Löw am 23. Oktober 2015 in Dortmund bei der Gala zur Eröffnung des Deutschen Fußballmuseums.

: Zwei Weltmeister-Spieler, ein Weltmeister-Trainer: Miroslav Klose, Horst Eckel und Jogi Löw stehen am 5. November 2016 in Frankfurt am Main in der Alten Oper beim Deutschen Sportpresseball auf der Bühne. Foto: dpa

Zwei Weltmeister-Spieler, ein Weltmeister-Trainer: Miroslav Klose, Horst Eckel und Jogi Löw stehen am 5. November 2016 in Frankfurt am Main in der Alten Oper beim Deutschen Sportpresseball auf der Bühne. Foto: dpa

 

Im Finale 2014 in Rio soll Jogi Löw zu Mario Götze gesagt haben: „So, und jetzt zeig der Welt, dass du besser bist als Messi.“ Wissen Sie noch, was Sepp Herberger vor dem Finale 1954 in Bern zu Ihnen gesagt hat?
Das selbe wie vor jedem Spiel: Er hat mir gesagt, wie ich spielen soll. Das hat er jedem Spieler gesagt.

Mit Erfolg! Was war 1954 beim Wunder von Bern am Ende entscheidend für den Sieg?
Die Mannschaft. Wir waren eine gute Mannschaft und hatten mit Sepp Herberger einen guten Trainer.

Kann Jogi Löw ihm das Wasser reichen?
Das kann ich nicht beurteilen, dafür bin ich nicht nah genug dran.

Und was war der schönste Moment an jenem 4. Juli 1954?
Der Schlusspfiff. Als klar war, wir sind Weltmeister.

Sie waren damals gerade mal 22 Jahre alt. Wie hat der Titel Sie verändert?
Mich hat da gar nichts verändert, ich bin immer geblieben, wer ich war.

Und heute sind Sie der letzte noch lebende Weltmeister von 1954. Wie gehen Sie mit dieser Tatsache um?
Das ist doch ganz normal, der Lauf der Dinge. Ich war damals ja auch der Jüngste in der Mannschaft. Glücklicherweise habe ich auch heute noch Weggefährten, mit denen ich über die alten Zeiten sprechen kann.