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Mittwoch, 20. März 2019 Drucken

Rhein-Pfalz-Kreis

Fünf Sitze als Ziel

Vor der Kommunalwahl wird der Maxdorfer Ortsverband der Grünen wiederbelebt und tritt selbstbewusst auf

Von Sven Wenzel

Die Grünen sind zurück in Maxdorf.

Die Grünen sind zurück in Maxdorf. ( Fotos: Grüne Maxdorf / frei)

«Maxdorf.» Mehr als zehn Jahre hat der Maxdorfer Ortsverband der Grünen geruht. Nun ist er wieder zum Leben erwacht. Die Mitglieder sehen sich irgendwo zwischen grüner Alternative und leisem Protest. Das macht sie optimistisch für die Kommunalwahl. Und auch der eigene Bürgermeister-Kandidat will gewinnen.

Ob gewollt oder nicht, es passt. Karl Ebert hat sich ein grünes Polo-Shirt angezogen, um über den Neustart der Grünen in Maxdorf zu erzählen. Der 33-Jährige hauchte dem Ortsverband gemeinsam mit seiner Frau Kristin neues Leben ein. Schon bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren habe er sich geärgert, dass er die Grünen in Maxdorf nicht habe wählen können, erinnert sich Ebert. Ganz einfach, weil es sie nicht gab. Als sich das auch für die Wahl in diesem Mai abzeichnete, wurde Ebert aktiv. Nachdem er im Internet bei den Kreis-Grünen und der Verbandsgemeinde Maxdorf nur tote Links und verwaiste Seiten fand, schrieb er einige Mails – und siehe da: „Das Interesse war enorm“, sagt Ebert. Bis Ende Januar waren die sieben Leute beisammen, die es braucht, um einen Ortsverband zu gründen. „Dann wurde es ein Selbstläufer“, sagt Ebert, „mittlerweile sind es rund 20 Freunde und Mitglieder.“

Es sei die Euphorie, die die Grünen derzeit auf Bundesebene trägt, die auch die Maxdorfer motiviert. Zudem vermisst Ebert den ökologischen Gedanken auf Ortsebene. „Es gibt schon viel Müll in den Wäldern“, sagt er. Auch eine grundlegende Idee für die Zukunft Maxdorfs fehlt ihm. „Die großen Parteien streiten sich – und am Ende kommt nichts dabei heraus“, sagt Ebert. Bestes Beispiel sei das marode Albert-Funk-Haus.

Als Zugpferd haben die Grünen Rainer Bahnemann zu sich lotsen können, der zugleich als Ortsbürgermeister kandidiert. Er weiß um die Herausforderung, sich als Partei im Ort zu etablieren und zugleich einen Wahlkampf auf die Beine zu stellen. Trotzdem: „Wir tun nicht so, als wüssten wir alles besser, sondern tasten uns langsam an die Themen heran“, sagt er. In jedem Fall sind die Grünen überzeugt, die politische Landschaft in Maxdorf bunter und lebendiger machen zu können. „Fünf Sitze im Rat wären möglich“, sagt Ebert selbstbewusst, „und drei sind total realistisch.“

Die Kandidaten

—Ortsgemeinderat: 1.-3. Kristin Ebert, 4.-6. Rainer Bahnemann, 7.-9. Karl Ebert, 10.-12. Andreas Mayer, 13.-15. Anna Maria Kassel, 16.-18. Hans-Jürgen Jung, 19.-20. Kurt Schellenberger, 21.-22. Andreas Schmidt.

—Verbandsgemeinderat: 1.-3. Rainer Bahnemann, 4.-6. Tim Schuster, 7.-9. Karl Ebert, 10.-12. Andreas Mayer, 13.-15. Kristin Ebert, 16.-18. Kurt Schellenberger, 19.-21. Hans-Jürgen Jung, 22.-24. Andreas Schmidt, 25.-26. Maria Jung, 27.-28. Gerhard Kassel.