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Samstag, 28. Februar 2015 Drucken

Frankenthal Land

Fünf neue Strommasten sind nötig

Firma Amprion informiert über aktuelle Planung für Umspannwerk – Demächst archäologische Voruntersuchung

Für den Bau eines neuen Umspannwerks des Dortmunder Netzbetreibers Amprion GmbH im Norden von Lambsheim müssen für die Leitungsführung nun doch fünf neue Strommasten errichtet und zwei zurückgebaut werden.

 

Der aktuelle Planungsstand ist in den Bauausschüssen der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim und der Ortsgemeinde Lambsheim vorgestellt worden. Weil Lambsheim an einem Knotenpunkt von Hochspannungsleitungen liegt, soll die neue Anlage auf einer Fläche von vier Hektar neben der bestehenden Anlage der Pfalzwerke an der Landesstraße 522 Richtung Frankenthal gebaut werden (wir berichteten).

Die von Amprion auf rund 35 Millionen Euro geschätzte Investition soll einen Beitrag zur sicheren Energieversorgung leisten. Das Unternehmen verweist auf einen gestiegenen Leistungsfluss im Zuge der Energiewende in Nord-Süd-Richtung und auf einen höheren Leistungsaustausch zwischen Frankreich und Deutschland. Das neue Umspannwerk, das 2017 in Betrieb gehen soll, wird dazu dienen, Strom in den vorhandenen 380-Kilovolt-Freileitungen auf eine Spannung von 110 Kilovolt zu transformieren, wie sie im Netz der Pfalzwerke herrscht.

Wie Ortsbürgermeister Herbert Knoll (CDU) am Mittwoch im Lambsheimer Bauausschuss informierte, ist die raumordnerische und standortbezogene Prüfung durch die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd inzwischen abgeschlossen. In diesem Jahr steht die Genehmigung nach den Vorschriften des Bundesimmissionsschutzgesetzes an. Wegen des jetzt vorgesehenen Neubaus von Freileitungen, um das Umspannwerk an die Stromtrassen anzuschließen (500 Meter in nördlicher und 200 Meter in südlicher Richtung), ist nun auch ein Planfeststellungsverfahren erforderlich.

Läuft alles glatt, könnte 2016 mit den Bauarbeiten begonnen werden, so Knoll. Laut Amprion beginnt in den nächsten Wochen die archäologische Untersuchung des Baugrunds, die gut zwei Monate in Anspruch nehmen wird.

Neben dem Neubau von fünf Strommasten und dem Rückbau zweier alter Masten müssen wie berichtet zwei 110-Kilovolt-Erdkabel zwischen der Umspannanlage und dem Lambsheimer Schaltwerk der Pfalzwerke verlegt werden. Das Projekt umfasst auch den Bau eines neuen Gleises am Lambsheimer Bahnhof, um künftig die 200 bis 400 Tonnen schweren Transformatoren austauschen zu können. So soll gewährleistet werden, dass der Transport so wenig wie möglich auf der Straße abläuft. (gnk)