Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Montag, 15. April 2019 Drucken

Sport

FCK: Post aus Frankfurt

Von Horst Konzok

Ziel verfehlt: Florian Pick (links). Rechts Lasse Schlüter, daneben Leon Schneider.

Ziel verfehlt: Florian Pick (links). Rechts Lasse Schlüter, daneben Leon Schneider. ( Foto: KUNZ)

Sie raubten ihm die Chance, aufzusteigen. Doch es geht auch anders: Beim 1:1 in Cottbus rettete Jan Löhmannsröben kurz vor Schluss einen Punkt.

Schön ist anders. „Zäh, langsam und behäbig“ empfand Lennart Grill, der Torhüter der Roten Teufel, den Auftritt im Stadion der Freundschaft. „Kämpfen, beißen und die Liga halten“ – die Vorgabe an die Energie-Kicker, deren Trainer „Pele“ Wollitz das DFB-Sportgericht für dieses Spiel wegen wiederholt unsportlichen Verhaltens mit Innenraumverbot belegt hatte. Mit viel Herz und großer Leidenschaft stemmt sich der FC Energie gegen den Abstieg, spielerisch aber war’s dürftig, was die Lausitzer gegen keinesfalls bessere Fehler-Teufel aus der Pfalz auf die Wiese brachten. „Die Atmosphäre war super – eigentlich beste Voraussetzungen für ein gutes Fußballspiel“, sagte Jan Löhmannsröben. Eigentlich ...

„Zu fehlerbehaftet“ sah FCK-Trainer Sascha Hildmann seine Mannschaft nach spielerisch gefälligem Beginn werkeln. Das hatte was von Pfusch am Bau. Bumerang-Fußball. Was beinhaltet, viel zu laufen; zu oft hinter den eigenen Fehlern her! „Aber Cottbus war auch nicht besser“, meinte Hildmann nach der mageren Kost.

Zweites Saisontor für Löhmannsröben

Die lange Heimreise wurde durch den Punktgewinn ein wenig freundlicher. Löhmannsröben, in dieser Spielzeit bisher erst einmal als Torschütze in Erscheinung getreten, traf nach dem von Freund Thiele verlängerten Albaek-Freistoß eine Minute vor Schluss. Löhmannsröben freute sich auch, dass die über 1000 Lauterer Fans, die die weite Reise angetreten hatten, nicht mit einer Niederlage im Gepäck heimfahren mussten. „Wir haben schlecht gespielt, hatten zu viele Fehler gemacht, waren zu ungenau im Passspiel“, gestand Löhmannsröben, der seine offene sportliche Zukunft entspannt bewertet. Am Samstag empfahl er sich kämpfend für einen neuen Kontrakt.

Bevor die Post vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) nicht da ist, wird sich auf personellem Sektor nichts tun, versichert Martin Bader. „Wir warten ab, was der DFB sagt. Mit Michael Klatt werde ich weiter an den wirtschaftlichen Dingen mit den regionalen Sponsoren arbeiten, vielleicht geht es ja auch in den Gesprächen mit Flavio Becca weiter“, sagt Bader, der hofft, den zweiten Anlauf zum Wiederaufstieg mit einem ähnlichen Etat wie in dieser Spielzeit planen zu können. Gespräche mit potenziellen Wunschkandidaten für den neuen Kader werden geführt, befinden sich aber noch in der Kennenlernphase, betont der Geschäftsführer Sport.

 

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

 

 

„Das war überschaubar von beiden“, wertete Bader das Unentschieden in der Lausitz. Wäre das Spiel umgekehrt gelaufen, wäre dem Gegner Moral und Einstellung attestiert worden. Genau das reklamiere er jetzt auch für seine Mannschaft – und hofft, dass die Knöchelverletzung von Dominik Schad keine schwerwiegende ist. Am Ostersonntag (13 Uhr) kommt Hansa Rostock ins Fritz-Walter-Stadion. „Das ist dann ein richtiger Brocken. Da haben wir auch was gutzumachen, unsere Fans haben wir dort doch sehr enttäuscht“, sagte Löhmannsröben. An der Ostsee gab’s ein schmuckloses 1:4.

Damals spielte Carlo Sickinger bei den Profis nur im Hinterkopf des Trainers eine Rolle. Michael Frontzeck lobte, aber aufgestellt wurde Sickinger erst von dessen Nachfolger. Auch in Cottbus war der 21-Jährige der beste Lauterer. Er weiß Spiele zu lesen – das macht ihn stark beim Erfassen von Spielsituationen. Sickinger analysiert – wie ein Spielertrainer. „Das Spiel war sehr zerfahren. Es war ein Spiel mit viel Emotion und vielen Zweikämpfen. Fußballerisch war das nicht viel und nicht ganz unser Anspruch. Das war deutlich zu wenig“, urteilte Sickinger.