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Montag, 02. Juli 2018 Drucken

Sport

FCK: Neuzugang Özgür Özdemir will sich im zweiten Anlauf etablieren

Von Horst Konzok

(Foto: M. Hoffmann)

Neu beim FCK (9): Özgür Özdemir hat seinen Dienst mit großem Ehrgeiz angetreten. Der Innenverteidiger will „eine tragende Rolle“ im Team spielen.

„Ötzi! So stelle ich mich inzwischen immer vor, so rufen mich auch die anderen.“ Özgür Özdemir, in Frankfurt/Main geborener Deutsch-Türke, ist von der SG Sonnenhof Großaspach zum 1. FC Kaiserslautern gekommen, hat einen Dreijahresvertrag unterschrieben.

 

Ein Wechsel von einem Drittligisten zum anderen – wo ist da der Karrieresprung? „Kaiserslautern ist ein ganz großer Verein in Deutschland und nicht da, wo es hingehört. Ich bin hier, um zu helfen, dass der FCK wieder nach oben kommt“, sagt der 1,88 Meter große Abwehrspieler, der in der Innenverteidigung mit Kevin Kraus (ehemals 1. FC Heidenheim), André Hainault (bisher 1. FC Magdeburg) und Lukas Gottwalt aus der Lauterer U21 konkurriert. „Vier Spieler für zwei Positionen“, verdeutlicht FCK-Sportvorstand Martin Bader die Kaderplanung.

Stammkraft beim Absteiger SV Ried

 

„Ich bin hierher gekommen, um eine tragende Rolle zu spielen. Ich möchte so viel wie nur möglich auf dem Platz stehen“, sagt der 23-Jährige, der die Rückennummer 4 tragen wird. Martin Bader kennt den Neuzugang aus Großaspach aus gemeinsamen Tagen beim 1. FC Nürnberg.

 

Beim FSV Frankfurt und der Frankfurter Eintracht spielte Özdemir in der Jugend. 2014 kam er zum 1. FC Nürnberg, wurde im zweiten Jahr Profi, kam aber nur in der zweiten Mannschaft in der Regionalliga zum Einsatz. „Vielleicht war ich damals zu jung, nicht professionell genug …“, bedauert Özdemir beim Blick zurück. Eine Saison beim SV Ried in der Ersten Liga Österreichs folgte. Özdemir war Stammkraft, bekam gute Noten, aber der Verein stieg ab. „In Österreich lief es für mich persönlich super, ich habe 33 Spiele gemacht, nach dem Abstieg aber wollte ich nach Deutschland zurück“, sagt der 23-Jährige, der in Großaspach landete, die SG Sonnenhof als Sprungbrett sah, jetzt der Offerte der Lauterer folgte. „Ich traue mir das zu“, bekundet Özdemir Selbstvertrauen.

"Überragende" Trainingsbedingungen beim FCK

 

„Özgür ist in der Spieleröffnung nahezu beidfüßig“, macht der Lauterer Sportdirektor Boris Notzon einen großen Vorteil bei dem in Großaspach aus einem laufenden Kontrakt geholten Profi aus.

 

„Ich kenne Özgür Özdemir und habe seine Entwicklung die vergangenen Jahre intensiv verfolgt. Ihn zeichnen neben seinen sportlichen Qualitäten und seiner Erfahrung in der Dritten Liga vor allem sein Ehrgeiz, seine Mentalität und sein Siegeswille aus“, sagt Martin Bader. Ihm imponiert, dass Özdemir auch nach Rückschlägen nicht aufsteckte, Enttäuschungen verarbeitete, beharrlich weiter kämpfte. So ging er vom „Club“ nach Österreich und sieht nun in Kaiserslautern seine Chance, auf dem zweiten Bildungsweg doch noch ganz nach oben zu kommen.

 

Die Trainingsbedingungen beim FCK nennt der Neuzugang „überragend“. „Das Klima in der Mannschaft ist super“, schwärmt der Abwehrmann. Er ist überzeugt, dass mit diesem Kader viel zu bewegen, Großes zu erreichen ist: „Die Mischung passt! Es gibt Erfahrene und auch viele junge Spieler.“ „Ötzi“ steht mit seien 23 Jahren in der Mitte. Und will sich nach oben kämpfen.

 


 

  Steckbrief
  • Geboren: 10. Januar 1995 in Frankfurt/Main
  • Nationalität: Deutsch-Türkisch
  • Größe: 1,88 Meter
  • Gewicht: 84 Kilogramm
  • Vertragslaufzeit: bis 30. Juni 2021
  • Rückennummer: 4
  • Bisherige Vereine: SG Sonnenhof Großaspach, SV Ried, 1. FC Nürnberg, Eintracht Frankfurt, FSV Frankfurt.
 

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite finden Sie alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern