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Freitag, 07. Juli 2017 Drucken

Sport

FCK in Tirol: Trainingsstart und eine Neuverpflichtung

VON ANDREAS BÖHM & HORST KONZOK

Das ist der vorläufige Kader des 1. FC Kaiserslautern für die Saison 2017/18. Vordere Reihe von links: Baris Atik, David Tomic, Naser Aliji, Osayamen Osawe, Giuliano Modica, Lennart Grill , André Weis, Jan-Ole Sievers, Nils Seufert, Brandon Borrello, Zoltan Stieber, Daniel Halfar, Phillipp Mwene. Mittlere Reihe: Trainer Norbert Meier, Co-Trainer Frank Heinemann, Co-Trainer Efthimios Kompodietas, Torben Müsel, Lukas Görtler, Christoph Moritz, Leon Guwara, Nicklas Shipnoski, Valdrin Mustafa, Maximilian Dittgen, Physiotherapeut Erik Schön, Physiotherapeut Frank Sänger. Hintere Reihe von links Torwart-Trainer Gerry Ehrmann, Reha- und Athletiktrainer Bastian Becker Reha, Videoanalyst Martin Raschick, Patrick Ziegler, Robin Koch, Kacper Przybylko, Patrick Salata, Stipe Vucur, Benjamin Kessel, Gino Fechner, Marcel Correia, Zeugwart Wolfgang Wittich, Mannschaftsarzt Dr. Harald Dinges. Es fehlen Manfred Osei Kwadwo, Jacques Zoua, Mads Albaek, Lukas Spalvis und Gervane Kastaneer.

Das ist der vorläufige Kader des 1. FC Kaiserslautern für die Saison 2017/18. Vordere Reihe von links: Baris Atik, David Tomic, Naser Aliji, Osayamen Osawe, Giuliano Modica, Lennart Grill , André Weis, Jan-Ole Sievers, Nils Seufert, Brandon Borrello, Zoltan Stieber, Daniel Halfar, Phillipp Mwene. Mittlere Reihe: Trainer Norbert Meier, Co-Trainer Frank Heinemann, Co-Trainer Efthimios Kompodietas, Torben Müsel, Lukas Görtler, Christoph Moritz, Leon Guwara, Nicklas Shipnoski, Valdrin Mustafa, Maximilian Dittgen, Physiotherapeut Erik Schön, Physiotherapeut Frank Sänger. Hintere Reihe von links Torwart-Trainer Gerry Ehrmann, Reha- und Athletiktrainer Bastian Becker Reha, Videoanalyst Martin Raschick, Patrick Ziegler, Robin Koch, Kacper Przybylko, Patrick Salata, Stipe Vucur, Benjamin Kessel, Gino Fechner, Marcel Correia, Zeugwart Wolfgang Wittich, Mannschaftsarzt Dr. Harald Dinges. Es fehlen Manfred Osei Kwadwo, Jacques Zoua, Mads Albaek, Lukas Spalvis und Gervane Kastaneer. ( Foto: KUNZ)

So jubelte Gervane Kastaneer im Dress von ADO Den Haag.

So jubelte Gervane Kastaneer im Dress von ADO Den Haag. ( Foto: IMAGO)

Um 8.45 Uhr starteten die Roten Teufel Richtung Zams, trafen um 16.29 Uhr in Tirol ein. Um 17.15 Uhr ging’s zur ersten Trainingseinheit.

Bis zum 14. Juli wird Trainer Norbert Meier den Kader in Österreich auf die neue Spielzeit vorbereiten. Neun der zehn Neuzugänge sind mit von der Partie. Der Däne Mads Albaek (27), der noch zwei Punktspiele für IFK Göteborg bestreitet, stößt am 17. Juli in Kaiserslautern zur Mannschaft.

Fast schon euphorisch verkündete Boris Notzon, derzeit der federführende Kaderplaner des FCK, gestern Vormittag die Verpflichtung von Gervane Kastaneer vom niederländischen Erstligisten ADO Den Haag. Drei Jahre läuft der Kontrakt des U21-Nationalspielers, der in der Hinserie der Spielzeit 2016/17 wettbewerbsübergreifend bei 16 Einsätzen sechs Tore schoss und zwei Vorlagen lieferte. In der Rückrunde fiel der Angreifer wegen einer Augenverletzung aus. Er ist wieder fit.

„Es erfüllt mich mit Stolz, dass ich die Chance bekomme, für den 1. FC Kaiserslautern zu spielen. Ich bin sehr glücklich und freue mich wirklich, für so einen großen und schönen Klub mit diesen super Fans Fußball spielen zu dürfen“, ließ Kastaneer verlauten. Boris Notzon sieht in dem 21-Jährigen „eines der Top-Talente im holländischen Fußball“. Die Umstellung vom technisch geprägten holländischen Stil auf die deutsche Zweite Liga traut Notzon dem Rohdiamanten zu, weil der physisch stark und schnell sei. Der 1,85 Meter große Stürmer könne zentral oder auf den beiden Außenpositionen eingesetzt werden.

Mit der Verpflichtung Kastaneers sieht Notzon die Einkaufsliste zunächst abgearbeitet. Jetzt geht es darum, die Belegschaft zu verkleinern, „eine gute Kadergröße“ zu erarbeiten. Abwanderungswille haben schon Ende der letzten Saison Naser Aliji, Zoltan Stieber und Jacques Zoua signalisiert. „Sie sind mit ihrer Situation nicht zufrieden“, bestätigte Notzon.

Stand heute zählt Daniel Halfar zum Kader des FCK. Eine Anfrage von Arminia Bielefeld gebe es nicht. Kein Thema für den FCK ist derzeit ein Verkauf von Robin Koch an den SC Freiburg. Ob noch ein neuer Torwart verpflichtet wird oder der FCK mit André Weis als Nummer 1 startet, sei offen.

„Ohne Zeitdruck“ liefen die Gespräche“ über die Nachfolge von Sportdirektor Uwe Stöver, sagt Nikola Riesenkampff, der Vorsitzende des FCK-Aufsichtsrates. Wird Stövers Nachfolger im Rang eines Sportvorstands installiert, wird er satzungsgemäß vom Aufsichtsrat berufen, bestätigt Riesenkampff: „Wir schauen uns alle Optionen an. Ich habe auch ein erstes Gespräch mit Hans-Peter Briegel geführt – es ist, wie er sagt, ergebnisoffen.“ Durch die „sehr gute Arbeit“, die der kommissarische Sportchef Boris Notzon bei der Kaderzusammenstellung leiste, könne die Stöver-Nachfolge in Ruhe geregelt werden. In welcher Funktion Notzon fortan arbeitet, ist offen. Die Variante Sportvorstand Briegel/Sportdirektor Notzon ist möglich.

Um 16.26 Uhr bog der Teambus des FCK gestern auf den Parkplatz des Vier-Sterne-Hotels Jägerhof ein, gut eine Stunde später ließ Fitnessinstrukteur Bastian Becker die Spieler auf den akkurat gestutzten Rasenflächen des SV Zams antraben, darunter A-Junior Lukas Schellenberg, der als dritter Torwart mit nach Österreich gekommen ist. Nach fast acht strapaziösen Stunden Fahrt mussten die müden Muskeln gelockert werden. Ein bisschen Dehnen, etwas Ballarbeit im Kreis, ab in die Eistonne – und zurück ins Quartier. Ein sanfter Aufgalopp, dem knüppelharte Einheiten folgen dürften.

„Technisch, taktisch, konditionell, das geht immer ineinander über. Dass wir jetzt einen Punkt nach dem anderen abhandeln, das machen wir nicht“, sagte Cheftrainer Norbert Meier mit Blick auf die bevorstehenden Tage. Stand jetzt wird der FCK im Trainingslager nur ein Testspiel bestreiten, am nächsten Mittwoch gegen den FC Augsburg. Meier ist damit „überhaupt nicht zufrieden“. Zu einem Scherz war er dennoch aufgelegt, und der betraf die mehr als 30 Grad Celsius, die einen schon beim Nichtstun dünsten ließen: „Das war Tauwetter für Dicke heute.“