Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Montag, 24. April 2017 Drucken

Sport

FCK-Fans unterstützen Mannschaft leidenschaftlich

Gerüchte um Julian Pollersbeck

Von Oliver Sperk & Horst Konzok

Dafür kassierte 1860-Stürmer Sascha Mölders Gelb. Rechts der eifrige Lauterer Phillipp Mwene. ( Foto: KUNZ)

Kaiserslautern. Der zwölfte Mann war der beste Lauterer beim 1:0 (0:0)-Zittersieg gegen 1860 München.

Die Stimmung war – vor allem nach dem 1:0 – erstklassig. Rennend, grätschend, couragiert, rustikal – und leidenschaftlich angefeuert – verteidigten die Lauterer die Führung, die ihnen ein Eigentor von Christian Gytkjaer nach Halfar-Freistoß beschert hatte (73.). „Das war ein klasse Freistoß von Daniel“, lobte FCK-Sportdirektor Uwe Stöver, dem die karge fußballerische Darbietung des Teams aber ganz und gar nicht schmeckte.

„Wir haben eine junge Mannschaft“, sagte Trainer Norbert Meier mit Blick auf Julian Pollersbeck, Phillipp Mwene, Robin Koch, Osayamen Osawe und Robert Glatzel. Fünf der 14 am Freitag eingesetzten Lauterer erleben ihr erstes Zweitligajahr – und das in einer sehr prekären Situation.

Gut, dass die Lauterer Profis die Leistung einzuordnen wussten. „Wir haben kein gutes Spiel gemacht, aber drei wichtige Punkte geholt. Aber jetzt geht es weiter, es bleibt eng. Wir müssen fußballerisch viel besser spielen“, sagte Marcel Gaus.

In der Tat war das Anlaufen des Gegners vor der Pause mangelhaft, so dass die spielerisch guten, aber wenig bissigen „Löwen“ den Ball fast ungestört zirkulieren lassen konnten. Aus drei Fehlern Stipe Vucurs wussten sie kein Kapital zu schlagen, zweimal hielt Pollersbeck klasse, einmal verzog Gytkjaer. Bemerkenswert einmal mehr die Leistung Pollersbecks.

Die Nummer 1 ist vertraglich an den FCK gebunden, steht aber offenbar auch auf den Einkaufslisten von Bundesligisten. Kolportiert wird das Interesse aus Frankfurt und Hamburg. „Mir liegen keine Angebote für ihn vor, aber wenn ein junger Torwart, dazu U21-Nationaltorwart, solche Leistungen bringt, würde es mich wundern, wenn er nicht im Blickfeld der Bundesliga stünde“, sagte Sportdirektor Stöver.

Mit der Einwechslung von Daniel Halfar nach der Pause setzte Trainer Norbert Meier ein wichtiges, ein richtiges Zeichen. Halfar setzte den jeweils ballführenden Münchner mit Tempo und entschlossenem Anlaufen unter Druck. „Wir hatten in dieser Saison in wichtigen Situationen schon so oft Pech. Jetzt hatten wir auch mal das Glück, das auch dazugehört. Jetzt gilt es, die letzten vier Spiele auch wieder positiv anzugehen mit Mut, Selbstbewusstsein, Laufbereitschaft und Zweikampfstärke“, sagte Halfar, der die Kapitänsrolle herausragend interpretierte: „Das Derby mit Karlsruhe ist immer brisant. Es wird wahrscheinlich ein emotionales Spiel am Samstag, da müssen wir unbedingt die nötige Ruhe bewahren.“

Ein „sehr, sehr heißes Spiel“ erwartet auch der Lauterer Dauerbrenner Phillipp Mwene, der mit seiner leidenschaftlichen Spielweise Pluspunkte sammelt – trotz seiner Abspiel- und Stellungsfehler. „Ich hoffe, unsere Fans werden uns dort ähnlich toll unterstützen wie jetzt gegen 1860 München, diese Stimmung war überragend“, schwärmte Mwene. Eine gute Leistung bot Tim Heubach, der knapp an seinem überfälligen ersten Saisontor vorbei schrammte. „Die Tabellensituation war während des Spiels spürbar. Jetzt heißt es, ganz kurz durchzuatmen und sich dann sehr gut auf das Derby in Karlsruhe vorzubereiten.“

Pfalz-Ticker