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Sonntag, 24. Mai 2015 Drucken

Sport

FCK: Aus der Aufstiegstraum

Kaiserslautern. Aus der Traum vom Aufstieg in die Fußball-Bundesliga: Nach dem 1:1 (1:0) gegen den FC Ingolstadt ist der große Traum des 1. FC Kaiserslautern von der Rückkehr in die Eliteliga geplatzt. Das letzte Fünkchen Hoffnung löscht Max Christiansen mit dem Ausgleichstreffer in der 81. Minute.

 

Von Horst Konzok

„Wir haben den Aufstieg nicht heute verspielt, wir haben übers Jahr zu viele Punkte verschenkt. Wir haben es nicht verdient“, sagt Ruben Jenssen. Der Norweger gibt nach langer Verletzungspause sein Comeback, kommt nach 61 Minuten für Erik Thommy. Stark, mit Flugkopfbällen oft der Saubermann: Tim Heubach, der Abwehrriese. „Wir müssen ehrlich sein: Zwei Punkte aus den letzten vier Spielen, das war zu wenig. Wir haben unsere tolle Ausgangsposition verspielt“, sagt Heubach maßlos enttäuscht 30 Minuten nach Spielende. 

Um 17.20 Uhr pfeift Schiedsrichter Stieler die Partie ab. Das Unentschieden fühlt sich wie eine Niederlage an. FCK-Coach Kosta Runjaic tröstet seine tapferen Jungs, die nach der Pausenführung nicht in der Lage sind  großen Druck zu entfachen, das zweite Tor zu machen. Philipp Hofmann kämpft, ackert. Aber Tobias Levels und André Mijatovic blocken prima ab, beherrschen den Luftraum. Auch Simon Zoller bleibt vor dem Tor des FCI harmlos.

Der FCK beschließt die Saison wie die letzte auf Platz vier.  Eine gute Saison endet mit einer doppelten Enttäuschung.

Um 17.26 Uhr geht die Lauterer Mannschaft in die Westkurve. Allen voran Tobi Sippel in seinem Dankeschön-Shirt: DANKE FÜR EURE TREUE steht auf der roten Brust. Vor dem Spiel sagt Sippel in einem RHEINPFALZ-Interview: „Vielleicht komme ich ja zurück!“

Nach 17 Jahren verlässt er den FCK, mutmaßlich mit Zielrichtung Borussia Mönchengladbach. Der Verein hat sich im Januar für eine neue Ausrichtung auf seiner Position entschieden. Marius Müller soll Sippel beerben. Mit dem „You’ll  never walk alone“ findet die Partie einen  stimmungsvolles Ende.

Zur Pause sieht es noch gut aus für die Männer in Rot: 16.17 Uhr: Tobias Stieler pfeift zur Halbzeit. Der 1. FC Kaiserslautern führt 1:0 gegen Meister und Bundesliga-Aufsteiger FC Ingolstadt 04. Wäre jetzt Schluss, stünde der FCK in der Relegation gegen den Hamburger SV.

16.10 Uhr: Der Berg bebt! Erik Thommy, erstmals in der Startelf, sorgt für die Pausenführung. Er krönt einen klasse  Spielzug: Kevin Stöger bringt am linken Flügel Chris Löwe in Szene, der Offensivverteidiger serviert und Thommy trifft: 1:0! Es ist die erste „richtige“ Chance der Lauterer (41. Minute).

49.780 Zuschauer – das Fritz-Walter-Stadion ist ausverkauft. Der FC Ingolstadt macht sofort deutlich, dass er nichts zu verschenken hat. Gerade die  Spieler, die nicht zum ersten Anzug gehören, legen  sich mächtig ins Zeug. Bezeichnend: Engel, Bauer und Lappe sehen schnell Gelb. Es geht gallig zu. Auch Markus Karl, heute FCK-Kapitän anstelle des gesperrten Willi Orban,  sieht  nach Foul an Thomas Pledl Gelb (7.).

Die Lauterer, mit zwei Spitzen im 4-4-2 gestartet, beginnen hektisch. Stöger – Fehlpass. Karl-Heinz Lappe setzt einen ersten Warnschuss ab, aber Tobias Sippel  pariert sicher. In der 11. Minute beweist der Lauterer Schlussmann seine große Klasse, pariert gegen Moritz Hartmann. Drei Minuten später kontert der Meister, Tim Heubach bremst U21-Nationalspieler Pledl.

Der FCK sucht  lange vergeblich den Weg zum Tor des FCI. Pech, dass Tobias Stieler ein elfmeterwürdiges Foul an Löwe nicht sühnt (22.). FC-Ersatztorhüter  André Weis krallt sich einen Freistoß Thommys im Nachfassen (10.).

So spielten sie

1.FC Kaiserslautern: Sippel -Zimmer, Heubach, Heintz, Löwe (84. Younes)  - Thommy (61. Jenssen), Karl, Ring, Stöger - Zoller (64. Jacob), Hofmann

FC Ingolstadt: Weis - Bauer (69. Gunesch), Levels, Mijatovic, Engel (46. Christiansen) - Gross, Roger, Cohen, Pledl (35. Leckie) -  Hartmann, Lappe

Tore: 1:0 Thommy (41.), 1:1 Christiansen (81.) - Gelbe Karten: Heubach, Karl -  Bauer, Cohen, Engel, Lappe -  Beste Spieler: Sippel, Thommy, Heubach - Roger, Levels - Zuschauer: 49.780 (ausverkauft) – Schiedsrichter: Stieler (Hamburg).

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