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Donnerstag, 07. November 2019 Drucken

Sport

FCK am Abgrund: Drei rein – drei raus

Von Horst Konzok

Mohamed Morabet

Mohamed Morabet (Foto: KUNZ)

Anil Gözütok

Anil Gözütok (Foto: KUNZ)

Flavius Botiseriu

Flavius Botiseriu (Foto: KUNZ)

Paukenschlag auf dem Betzenberg: Trainer Boris Schommers hat Christoph Hemlein, den Kapitän, Linksverteidiger Janek Sternberg und Außenstürmer Toni Jonjic bis auf Weiteres aus dem Lizenzspielerkader des 1. FC Kaiserslautern verbannt. Dafür rücken Mohamed Morabet, Flavius Botiseriu und Anil Gözütok aus der U21 in den Drittliga-Kader.

Die Bilanz von Boris Schommers in der Nachfolge von Sascha Hildmann – unbefriedigend: Sechs Spiele – ein Sieg, ein Remis, vier Niederlagen. Platz 18! Der FCK ist Drittletzter, der FCK belegt vor dem Gastspiel am Samstag (14 Uhr) beim KFC Uerdingen einen Abstiegsplatz.

Nach sechs Wochen als FCK-Cheftrainer hat Boris Schommers in der Vorbereitung auf die Partie beim KFC Uerdingen entschieden, dass Christoph Hemlein (28), der eh gesperrt ist, Janek Sternberg (27) und Antonio Jonjic (20) nicht zum Kader der ersten Mannschaft gehören. Mit Flavius Botiseriu (20), Anil Gözütok (19) und Mohamed Morabet (21) trainieren dafür drei weitere Spieler aus der U21 bei den Profis mit. Wo die drei Ausgebooteten, die gestern schon nicht mehr mit dem Drittliga-Kader trainierten, ab heute arbeiten, war gestern Abend noch offen.

Der Personalwechsel

„Ich habe mir die Mannschaft jetzt sechs Wochen intensiv angeschaut. Jeder Spieler hatte in dieser Zeit die Chance, sich dem Trainerteam zu zeigen. Wir haben punktuell auch gute Leistungen gezeigt, konnten aber die dringend benötigte Kontinuität und Stabilität nicht auf den Platz bringen. Nach intensiver Analyse des Kaders werden wir daher Veränderungen im Hinblick auf Hierarchie und Struktur vornehmen. Mir ist die aktuelle Situation des Vereins sehr bewusst, von daher war es jetzt an der Zeit zu handeln“, erklärte Schommers gestern Abend seine Maßnahmen. Heute will sich der Coach auch zur Kapitänsfrage äußern.

Die Tür bleibt offen

„Die getroffenen Maßnahmen gelten bis auf weiteres, die Tür ist für die Spieler aber weiterhin offen“, sagte der Coach: „Natürlich ist die Tür immer in beide Richtungen offen. Bei mir hat jeder Spieler immer die Chance, sich zu zeigen.“

Hemlein, der kämpft, rennt, macht, geriet am Samstag beim 2:3 gegen Würzburg verstärkt in die Kritik, weil er sich im „blinden“ Übereifer Gelb-Rot einhandelte. Der Ex-Bielefelder polarisiert extrem – innerhalb und außerhalb der Mannschaft.

Toni Jonjic, ein Lieblingsschüler Alexander Bugeras in der Jugend, startete in der Rückrunde 2018/19 durch. Als er zu Beginn der neuen Saison nur zweite Wahl hinter Hemlein war, fiel der 20-Jährige in ein Loch.

Rein - raus - rein - raus

Janek Sternberg war bei Michael Frontzeck gesetzt. Sascha Hildmann hatte einen neuen Plan mit Philipp Hercher. Sternberg, der sein Potenzial mit zu wenig Effektivität im Vorwärtsspiel nutzte, verlor den Platz an Hercher, enttäuschte zuletzt als Einwechselspieler. Ob es andere Gründe gab? Eher nicht – denn die Tür ist für alle drei offen.

Was die Entscheidung auslöst? Wer spielt? Debütiert Mo Morabet? bekommt Theo Bergmann erstmals in dieser Saison eine Chance? Ist das alles sinnvoll – oder nur Aktionismus am Abgrund? Der FCK taumelt. Die Fans bangen – und verzweifeln ...

|zkk

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