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Samstag, 11. August 2018 Drucken

BASF TC

Entscheidung vertagt

TENNIS: BASF TC verliert gegen Rosenheim 4:5 – Galovic kommt zu spät

VON CHRISTINE KAMM

Hat mit 6:7, 6:7 gegen den Wiener Italiener Riccardo Bellotti verloren: Vasile Antonescu.

Hat mit 6:7, 6:7 gegen den Wiener Italiener Riccardo Bellotti verloren: Vasile Antonescu. ( Foto: KUNZ)

«Ludwigshafen». Der Wurm, der von Anfang an drin war, den haben sie auch nicht mehr rausbekommen: Gegen einen überlegenen Tabellenzweiten TSV Rosenheim hat der BASF TC Ludwigshafen gestern eine 4:5-Niederlage kassiert. Morgen am letzen Spieltag der Zweiten Tennis-Bundesliga Süd gegen Amberg am Schanzl muss ein Sieg her.

Zwei Siege stehen bisher zu Buche. Gelingt morgen gegen den Abstiegskonkurrenten der erhoffte dritte Erfolg in dieser Saison, müsste es für den Klassenverbleib reichen. Aber zum Genießen ist das Wochenende nicht. Es ist eine Nervenschlacht.

Und die ging gestern alles andere als gut los. Die sehr gute Frage, wo Nico Kuhn und Constant Lestienne sind, war schnell geklärt. Der 18-jährige Jungstar musste zum Turnier nach Meerbusch, bei dem er aus dem vergangenen Jahr Punkte zu verteidigen hat. Der Franzose hat hingegen beim Challenger-Turnier an der slowenischen Adriaküste in Portoroz am Donnerstagabend Titelverteidiger Igor Stakhovsky geschlagen. „Aber am Sonntag ist er da“, meinte Robert Pfeffer. Der BASF-Coach wusste, dass es gestern nur um Schadensbegrenzung gehen würde. Zumal der fürs Spitzeneinzel vorgesehene Viktor Galovic um wenige Minuten zu spät in Ludwigshafen war und deshalb im Einzel zuschauen musste.

Die, die spielten, haben sich nach Kräften gewehrt. Aber dass die Gäste aus Bayern nur ein Spiel in diesem Jahr verloren haben, und das auch noch mit Pech (4:5 beim TC Oberweier), ist leicht zu spüren gewesen. Da hat viel Selbstvertrauen mitgespielt im Team um das Wiener Schlitzohr Riccardo Bellotti, der wegen seines italienischen Vaters einen italienischen Pass hat.

In einer emotionalen Partie rang der stark erkältete Bellotti, der nach einer Hand-Operation erst wieder seit März diesen Jahres spielt, einen gestern sehr guten Vasile Antonescu nieder. Der Rumäne versuchte es mit Druck, doch Bellotti nahm den Schwung, der von der anderen Seite kam, einfach mit und verteilte die Bälle. Mit dem gestrigen 7:6, 7:6-Erfolg schraubte er seine Einzel-Bilanz auf 7:0. „An Punkt vier ist er schwer zu schlagen, letztes Jahr war er noch unser Punkt eins“, erzählte TSV-Vorstand Wolf-Dieter Dörfler, der sich nach dem Sieg auf das „Finale“ um den Aufstieg morgen in München freut. Aber eigentlich, gesteht er, wäre er froh, beim TC Großhesselohe nicht überrollt zu werden, „denn ich weiß so ungefähr, wie sie spielen werden“. Aber er freut sich natürlich, zumal er mit dem Teammanager der Münchner, Christopher Kas, befreundet ist.

Ein Endspiel steht auch den Ludwigshafenern ins Haus. Für den Einzel-Ehrenpunkt sorgte gestern an Punkt fünf Vincent Schneider, der Himmel und Hölle mit dem besseren Ende für sich spielte. Nach 1:4-Rückstand im ersten Durchgang, stand es 5:4, dann 5:7. Den zweiten Satz holte er sich mit 6:4 gegen Tristan-Samuel Weissborn. Und im dritten kurzen Satz machte er dann mit 10:5 den Deckel drauf. Es war ein Zitterspiel. Ein gutes Gefühl hatte Vince Schneider erst „nach dem Rebreak zum 4:4 im zweiten Satz und dem locker gewonnenen Aufschlagspiel danach“.

Die Entscheidung um den Klassenverbleib ist vertagt: auf morgen (11 Uhr), wenn der TC Amberg am Schanzl nach Ludwigshafen kommt.

so spielten sie

Einzel:

Hernan Casanova - Sumit Nagal 3:6, 1:6, Alessandro Bega - Matteo Viola 4:6, 5:7, Christian Hirschmüller - Thomas Statzberger 6:4, 2:6, 7:10, Vasile Antonescu - Riccardo Bellotti 6:7, 6:7, Vincent Schneider - Tristan-Samuel Weissborn 5:7, 6:4, 10:5, Daniel Baumann - Rainer Eitzinger 2:6, 3:6. Doppel:

Viktor Galovic/Hirschmüller - Nagal/Bellotti (Aufgabe Nagal), Casanova/Antonescu - Viola/Weissborn 4:0 (Aufgabe Viola), Bega/Schneider - Statzberger/Lukas Jastraunig 6:3, 6:4.