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Montag, 13. August 2018 Drucken

BASF TC

Einfach zu wenig

TENNIS: BASF-Herren steigen aus Liga zwei ab

VON CHRISTINE KAMM

Hat gegen Geburtstagskind Peter Heller verloren: Ivan Nedelko.

Hat gegen Geburtstagskind Peter Heller verloren: Ivan Nedelko. ( Foto: KUNZ)

«Ludwigshafen». Erst am Abend, als die Bundesliga-Partien beendet waren und der Abstieg vom TV Reutlingen feststand, war gestern auch klar, dass sich der BASF TC Ludwigshafen aus der 2. Tennis-Bundesliga Süd verabschieden muss. Das 4:5 gestern gegen den TC Amberg am Schanzl war zu wenig.

Es war 17 Uhr, das vermeintliche Abstiegs-Endspiel war verloren, die Amberger Spieler feierten ausgelassen ihren Auswärtssieg. Und das allerschlimmste war: Zu diesem Zeitpunkt war noch gar nicht klar, ob es die BASF-Herren erwischen würde. Es war nur klar, dass die Gäste, die gestern einfach diesen Tick besser waren, den Klassenverbleib gesichert hatten.

Drei Doppel hätten die Hausherren gewinnen müssen, um als Sieger vom Platz zu gehen. Da war doch was? Ja, im letzen Auswärtsspiel hatten sie das Kunststück in Rüsselheim fertig gebracht und dort doch noch mit 5:4 gewonnen. Damit hat das Team um Vincent Schneider überhaupt erst den Grundstein für die beiden „Endspiele“ an diesem Wochenende um den Ligaverbleib gelegt.

Aber beim 4:5 am Freitag gegen den TSV Rosenheim waren die BASF-Herren deutlich unterlegen. Und auch gestern hat die bessere Mannschaft gewonnen. Da war der Gegner aber nicht mehr ein selbstbewusster Tabellenzweiter, der nichts zu verlieren hatte. Sondern genau die Mannschaft, gegen die es um den Klassenverbleib ging.

Aber was hätte der für das Team zuständige Robert Pfeffer machen sollen? Zwar stand ihm gestern Viktor Galovic als Topspieler zur Verfügung; am Freitag war er unverschuldet wenige Minuten zu spät da gewesen und hatte im Einzel passen müssen. Dafür fehlten aber Nico Kuhn, der beim Challenger-Turnier in Meerbusch die Qualifikation bestreitet, und auch Constant Lestienne. Denn der Franzose war erst am frühen Morgen nach einer schlaflosen Nacht in der Pfalz eingetroffen. Er hat am Samstagabend das Challenger-Turnier in Portoroz an der slowenischen Adriaküste gewonnen – und trotzdem Wort gehalten und war in Ludwigshafen erschienen. Aber im Einzel wurde er geschont, schlief nur eine Stunde. An der Seite von Alessandro Bega steuerte der 26-Jährige dann immerhin im Doppel einen Punkt bei. Doch der reichte nicht, weil sich die anderen beiden geschlagen geben mussten.

Für viel Wirbel sorgte vor allem die Niederlage des ersten Doppels. Denn beim Spielstand von 8:9 im Matchtiebreak aus Ludwigshafener Sicht, Christian Hirschmüller hatte gerade ein Ass serviert und einen Matchball abgewehrt, gab Schiedsrichter Frank Kunold einen Ball an der Grundlinie gegen die Ludwigshafener aus, obwohl die Gegner weitergespielt hatten. 8:10, Spiel vorbei. Und der Schiedsrichter war ruckzuck weg ... Das war äußerst sonderbar.

so spielten sie

Einzel:

Viktor Galovic - Pascal Brunner 2:6, 6:2, 10:7, Ivan Nedelko - Peter Heller 0:6, 4:6, Alessandro Bega - Gabriel Schmidt 3:6, 5:7, Christian Hirschmüller - Nicolas Reissig 6:4, 3:6, 7:10, Vasile Antonescu - Albert Wagner 6:2, 6:0, Vincent Schneider - Christopher Patzanovsky 6:2, 7:6; Doppel:

Galovic/Hirschmüller - Brunner/Heller 6:1, 1:6, 8:10, Constant Lestienne/Bega - Schmidt/Wagner 7:6, 6:2, Antonescu/Schneider - Reissig/Jan Hajek 6:7, 0:6.

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