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Freitag, 10. August 2018 Drucken

TK Grün-Weiss Mannheim

„Eine tolle Saison mit großartigen Spielen“

Interview: Teamchef Gerald Marzenell von Grün-Weiss Mannheim vor dem Tennis-Saisonfinale, in dem der Klub Meister werden kann

Lauter glückliche Gesichter: Grün-Weiss-Teamchef Gerald Marzenell (vorne) freut sich über den Sieg von Star Dominic Thiem.

Lauter glückliche Gesichter: Grün-Weiss-Teamchef Gerald Marzenell (vorne) freut sich über den Sieg von Star Dominic Thiem. ( Foto: KUNZ)

«Mannheim.» Mit einem Punkt aus den Spielen bei Blau-Weiß Krefeld morgen (12 Uhr) und am Sonntag (11 Uhr) zu Hause gegen den Kölner THC Rot-Weiss kann Grün-Weiss Mannheim zum ersten Mal seit 2010 wieder deutscher Meister werden. Teamchef Gerald Marzenell weist Glückwünsche noch von sich.

Herr Marzenell, kann in Sachen Meisterschaft noch etwas schief gehen?

Ja, kann. Zwei knappe Niederlagen sind immer mal drin, und Blau-Weiß Halle ist uns auf den Fersen. Es gibt immer gewisse Widrigkeiten. Wir hoffen, dass wir bis zum Wochenende von Verletzungen verschont bleiben.

 

Krefeld wird mit einer starken Mannschaft auflaufen.

Ja, genau. Krefeld ist davon ausgegangen, dass der Klub gegen uns ein kleines Finale hat. Krefeld hat früh einige Asse verpflichtet wie Jürgen Melzer und Paolo Lorenzi. Womit Krefeld nicht gerechnet hat, war die Niederlage am vergangenen Samstag beim Rochusclub Düsseldorf.

 

Wie auch immer. Der Titel ist greifbar nahe. Was haben Sie, was hat Grün-Weiss besser gemacht als in den Jahren zuvor?

Leidenschaft und Euphorie im Team waren genau so groß wie im vergangenen Jahr, als wir Vizemeister wurden. Ja, vermutlich ist die Stimmung noch besser, was ja nicht wundert, da wir öfter gewonnen haben. Der Unterschied zum Jahr davor, ist, dass wir uns in der Qualität gesteigert haben. Maximilian Marterer hat viermal gespielt, viermal gewonnen, Peter Gojowczyk war fünfmal da, Federico Delbonis hat drei Spiele gemacht – im vergangenen Jahr dagegen keines.

Maximilian Marterer hatte einen großen Anteil am Erfolg ...

... ja, er lag im Spiel gegen den Düsseldorfer Pedro Sousa 0:6, 4:5 hinten – und drehte noch das Spiel. Ich bin der Meinung, dass wir nicht so klar Tabellenführer wären, wenn er das nicht geschafft hätte. Das war sicher einer der Knackpunkte der Saison.

Und was muss passieren, dass es nicht wieder so lange dauert, bis Grün-Weiss um den Titel spielt?

Es wird nicht wieder acht Jahre dauern, bis wir Meister werden können, das behaupte ich einfach mal. Wir werden im nächsten Jahr eine genau so starke Mannschaft haben. Der Stamm der Spieler bleibt.

Die diesmal düpierten Gegner werden sich den Verlauf der Saison sicher gemerkt haben!

Ich rechne 2019 wieder mit Halle und Gladbach, sollte Großhesselohe aufsteigen, werden die Münchener sicherlich auch eine gute Mannschaft an den Start schicken. Wobei: Vom Niveau her geht es ja schon fast nicht besser, wenn ich daran denke, wie viele Top-50-Spieler wir in dieser Spielzeit gesehen haben: Dominic Thiem, Peter Gojowczyk, Nikolos Bassilaschwili , Robin Haase, Jan-Lennard Struff, Pedro Sousa, Marton Fuscovics und Philipp Kohlschreiber.

 

War die Saison für den Klub viel teurer als die Spielzeiten zuvor?

Sie war etwas teurer. Einfach deshalb, weil wir mehr Siegprämien gezahlt haben. Aber das haben wir gern getan. Und die Mehrausgaben konnten auch nicht durch das zusätzliche Spiel auf unserer Anlage gegen Weinheim ausgeglichen werden, denn der TC 02 war ja der Gastgeber.

 

In einem RHEINPFALZ-Kommentar war gerade zu lesen, dass der ganze Klub nach diesem Erfolg gelechzt hat. Das geht in diese Richtung, oder?

Ja, das stimmt. Wir waren in den letzten drei Jahren unter den ersten Drei. Von einem Jahr mal abgesehen waren wir seit 2010 immer unter den ersten Vier. Und ja, das ist gut für alle, die Spieler, den Verein, die Sponsoren.

 

Wie sind Sie mit der Zuschauerresonanz zufrieden?

Sehr. Nur der Besuch beim Spiel gegen Reutlingen war nicht so gut, das war aber der Hitze geschuldet, und es war ein Freitagsspiel. Insgesamt war es eine tolle Saison, die Spiele waren großartig. | Interview: Udo Schöpfer

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