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Mittwoch, 05. Dezember 2018 Drucken

Sport

Dick: Eine Niederlage unserer Mannschaft

Der FCK-Kapitän nach dem Aus für Frontzeck

Von Horst Konzok

Florian Dick.

Florian Dick. (Foto: Kunz)

Es gibt keine Quadratur des Kreises: Aus dem Kandidatenkreis ist ein Dreieck geworden. Am Mittwoch oder Donnerstag wird nach Einschätzung von FCK-Sportchef Martin Bader die Entscheidung fallen, wer am Samstag (14 Uhr) als Cheftrainer auf der Bank von Drittligist 1. FC Kaiserslautern sitzt. Die Würzburger Kickers sind Gast im letzten Heimspiel des Jahres 2018.

Bevor weißer Rauch auf dem Betzenberg aufsteigt, muss Bader auch den Aufsichtsrat von seinem Wunschkandidaten überzeugt haben. Namen sind noch geheime Kommandosache. Spekuliert wird angesichts der veröffentlichen Anforderungsprofils über Lukas Kwasniok (38; ehemals U19-Coach des Karlsruher SC), Hannes Drews (36; zuletzt Erzgebirge Aue), Dino Toppmöller (38; Dudelange), aber auch über den Mannheimer Christian Titz (47; zuletzt Hamburger SV) und den in Kaiserslautern als Balakov-Co-Trainer und Runjaic-Assistent hoch geschätzten Ilia Gruev (49; zuletzt MSV Duisburg). Kein Thema mehr zu sein scheinen Stefan Ruthenbeck (46; U19 1. FC Köln) oder Drittliga-Intimkenner Peter Vollmann (60; zuletzt VfR Aalen) und die Ex-Waldhöfer Jürgen Kohler (53; U19 Viktoria Köln), Gerd Dais (55; zuletzt SV Sandhausen) und Kenan Kocak (37; zuletzt SV Sandhausen). Uwe Neuhaus (59; zuletzt Dynamo Dresden) verfolgt andere Ziele. Noch ohne Fußball-Lehrer-Lizenz ist einer, der den „Betze“ mit seiner Mentalität rocken könnte: Miro Klose (40), aktuell Coach der U17 des FC Bayern München.

Nur einen A-Schein besitzt auch Alexander Bugera (40), der ehemalige FCK-Profi. Nach seiner Karriere war er erfolgreicher Trainer der Lauterer U17 und U19. Nach Norbert Meiers Rauswurf stieg Bugera zum Co-Trainer von Jeff Strasser auf, blieb auch unter Michael Frontzeck Assistent. Momentan ist Bugera Interimstrainer.

Viel Feuer im Training

„Bugi, das war ein super Training heute!“ Gino Fechner (21), Mittelfeld-Hoffnung, zuletzt aber auch ein Gesicht der Lauterer Krise, kam Dienstagabend strahlend und schwärmend von Platz 4. Am Vormittag wurde – Mann gegen Mann – Zweikampf geschult. Ganz so, wie das einst schon Kalli Feldkamp liebte. Am Nachmittag spielten vier Sechser-Teams auf dem Kleinfeld ihr Turnier. „Da war viel Feuer drin“, lobte Bugera. Er durfte sich an einem eiskalt abschließenden Christian Kühlwetter freuen, an einem leidenschaftlichen Dominik Schad. Es war einfach gut. „So war das eigentlich immer. Die Mannschaft arbeitet immer gut“, sagte Bugera. Training und Spiel – zuletzt zwei Welten.

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

„Die Einstellung unter der Woche stimmte immer – auch wenn man zuletzt davon nichts gesehen hat“, sagte Florian Dick am Dienstagabend. Die Entlassung von Michael Frontzeck schmerzt auch den 34-Jährigen. „Ich habe das als Kapitän auch als Niederlage für mich und für die Mannschaft empfunden, weil ich die Situation nicht verhindern konnte“, gestand Dick: „Jeder einzelne bei uns muss sich hinterfragen. Das Einzige, was jetzt zählt, egal ob einer neuer Trainer da ist oder nicht, egal wer es ist – ist der Samstag. Die Woche wird Gas gegeben. Die drei Punkte müssen wir holen, am besten mit einer guten Leistung.“ Und: „Keiner von uns war zuletzt in Top-Form. Dass jeder dem anderen hilft, das ist die Aufgabe der ganzen Mannschaft!“

Am Dinestagvormittag zog sich Jan Löhmannsröben im Training eine Verletzung zu. Heute sollen Hendrick Zuck nach muskulären Problemen und Özgür Özdemir nach Knieverletzung wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren. „Löhmannsröben hätte ich gegen Würzburg schon ganz gerne dabei“, hofft Bugera auf den rustikalen Konsequenten. „Löh“ besitzt die notwendige Qualität und die Übersicht – wenn er fit ist. „Er kann uns gut tun und uns helfen“, sagte Bugera.