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Montag, 31. März 2014 Drucken

Mannheim und Region

Der Exerzierplatz wird zur grünen Mitte

Vorstellung des Siegerentwurfs zur Wohnbebauung der Hammonds Barracks in Mannheim-Seckenheim

MANNHEIM. Die Entwicklung der Konversionsfläche Hammonds Barracks in Seckenheim zum Wohngebiet geht zügig voran. Zur Gestaltung des neun Hektar großen Gebiets gab es einen Wettbewerb. Der Siegerentwurf wurde nun öffentlich vorgestellt. Er sieht ein breites Angebot von Wohnformen bei Erhaltung der Kasernengebäude vor.

 

Die ehemaligen Hammonds Barracks mit sieben Hektar liegen zusammen mit der angrenzenden 2,3 Hektar großen Loretto-Kaserne der Bundeswehr mitten in einer inzwischen gewachsenen Wohnbebauung. Da Seckenheim eines der gefragtesten Wohngebiete Mannheims ist, stand schon früh fest, dass das Areal ebenfalls der Wohnbebauung dienen soll.

Aus diesem Grund und zur beschleunigten Entwicklung verzichtete die Stadt auf eine Übernahme und einigte sich mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als neuer Eigentümerin auf eine Direktvermarktung, allerdings unter der Maßgabe eines vorgeschalteten städtebaulichen Wettbewerbs zur Neugestaltung des Areals.

An dem im Herbst 2013 begonnenen Wettbewerb haben acht ausgewählte Architekturbüros teilgenommen. „Die Frage einer Weiterverwendung der alten Kasernenbauten haben wir bewusst offen gelassen“, schickte Klaus Elliger, Leiter der Stadtplanung, der Präsentation der Ergebnisse voraus. Drei Entwürfe wurden in die engere Wahl genommen und ausgezeichnet. Der zur Realisierung vorgesehene Siegerentwurf kommt von den Architekten Ackermann & Raff aus Stuttgart.

Wie der Geschäftsführer des Büros, Alexander Lange, in einer Kurzvorstellung erläuterte, habe die Erfahrung in Reutlingen und Tübingen gezeigt, dass die Erhaltung vorhandener Kasernenbauten als „eines Stücks Zeitgeschichte“ positiv zum Charakter eines Quartiers beitrage. „Die Großzügigkeit der Anlage hat mich beeindruckt, ich will den Exerzierplatz als grüne Mitte erhalten“, nannte er seine Grundidee.

Durch Maßnahmen wie Anbauten und Balkone werde sich die Erscheinung der Kasernengebäude stark verändern. Denkbare Nutzungen sind Studenten- und Seniorenwohnungen. Die „grüne Mitte“ des Exerzierplatzes soll von mehrgeschossigen Wohnbauten eingefasst werden. Südlich schließen sich daran kleinteilig Einfamilienhäuser verschiedener Typen an.

Bei den rund 80 Bürgern im voll besetzten Vorstellungsraum kamen die Ideen des Siegerentwurfs durchweg gut an. Fragen gab es zu vielen Details, aber auch zur vorgesehenen Größe und den Verkaufspreisen. „Geplant sind rund 400 Wohneinheiten, davon 80 bis 90 Einfamilienhäuser und etwa 300 Geschosswohnungen“, versicherte BImA-Projektmanager Bastian Memmeler, dass es keine „Preistreiberei“ bis zum Letzten geben soll. Wie Elliger ankündigte, soll mit der Aufstellung des Bebauungsplans noch im Frühjahr begonnen werden. Vermarktung und erste Bauarbeiten könnten 2015 starten. (büg)