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Freitag, 15. April 2016 Drucken

Bauen & Wohnen Pfalz

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Bürgerzuwachs in Niedermohr – Neubaugebiet ist auf dem Weg

von Monika Klein

 

Ein Ensemble: Bürgerhaus, Festhalle und Feuerwehr liegen in Niedermohr direkt beieinander. Daneben ist ein Dorfplatz für den Ortsteil geplant. ( Fotos (2): Klein)

( Fotos (2): Klein)

Bürgermeister Armin Rinder ( Fotos (2): Klein)

In den vergangenen Jahren ist die Einwohnerzahl in der Ortsgemeinde Niedermohr gestiegen. Ein Umstand, der den Dorfchef sehr freut. Ein vorgesehenes Neubaugebiet könnte diese Statistik noch weiter beflügeln.

 

Die Ortsgemeinde Niedermohr liegt im Westen des Landkreises Kaiserslautern und grenzt an den Landkreis Kusel. Sie setzt sich aus drei Ortsteilen zusammen: Niedermohr, Reuschbach und Schrollbach. Unter dem Namen „Matschberg“ entsteht gerade ein Neubaugebiet im Ortsteil Niedermohr.

Zehn Grundstücke sind auf dem Areal geplant, die jeweils zwischen 650 und 700 Quadratmeter groß sind. „Es handelt sich um ein reines Wohngebiet. Die Bauplätze liegen fast ebenerdig auf einer Anhöhe“, beschreibt Ortsbürgermeister Armin Rinder die Lage.

Zurzeit befindet sich die Ortsgemeinde noch in Verhandlungen mit den Eigentümern der künftigen Bauplätze. Rinder geht davon aus, dass zwei bis drei Grundstücke von kommunaler Seite verkauft werden. Genaue Preise stehen noch nicht fest. „Ich schätze, dass der Quadratmeter 80 Euro kosten wird“, meint er. Voraussichtlich werden sie Anfang des Jahres 2017 zum Verkauf stehen. Zu viele Hoffnungen will der Dorfchef Bauwilligen jedoch nicht machen. „Es liegen schon einige Bewerbungen vor.“

Für Bauherren und für Käufer von Immobilien sieht es ansonsten mau aus. „Wir haben ein paar Leerstände in Niedermohr“, erzählt Rinder. Es seien keine Ruinen. Aber: „Die Eigentümer leben meist auswärts und wollen nicht verkaufen.“ Nicht anders sieht es mit den geschätzten sechs Baulücken aus, die sich über Niedermohr, Reuschbach und Schrollbach verteilen. „Sie sind alle in Privatbesitz.“

Die drei in früheren Zeiten von der Landwirtschaft geprägten Ortsteile haben sich zu Wohngemeinden entwickelt. Es existieren nur noch zwei haupterwerbliche Landwirte. Die anderen Einwohner pendeln für Lohn und Brot nach Ramstein-Miesenbach, nach Kaiserslautern und bis in die Vorderpfalz. Über die Anschlussstelle Glan-Münchweiler ist die Kommune an die A62 angebunden.

Die Kehrseite: Die Autobahn verläuft unweit einiger Häuser und bringt Lärmbelästigung mit sich. Abhilfe wird jedoch kaum möglich sein. „Unsere Anfragen zu Schallschutz wurden abgeschmettert“, erzählt Rinder.

Während Niedermohr und Schrollbach nahe beieinander liegen, ist Reuschbach knapp drei Kilometer entfernt. Um den innerörtlichen Personennahverkehr zu verbessern, wurde vor einigen Jahren mit Unterstützung des Landkreises eine Ruftaxilinie eingeführt, die die Ortsteile miteinander verbindet. „Gerade von älteren Leuten wird sie genutzt“, weiß Rinder. Doch auch die Schüler aus Reuschbach können sich gegen einen Aufpreis vom Bahnhof aus nach Hause befördern lassen.

In Bahnhofnähe befindet sich ein kleineres Gewerbegebiet, in dem sich ein Gerüstbauer angesiedelt hat. Etwa 30 kleinere Firmen verschiedener Branchen liegen verstreut. „Wenn wir Gelände bekommen, ist ein weiteres Gewerbegebiet vorgesehen“, berichtet der Dorfchef.

Den Zuwachs an Bürgern führt er auf die Neubaugebiete in Schrollbach und Reuschbach zurück, die in den vergangenen Jahren entstanden sind. „Die Nachfrage ist da und die Preise sind verhältnismäßig günstig“, meint er. „Da nimmt man die fehlende Infrastruktur in Kauf, es gibt auch keinen Fluglärm.“ Ein weiteres Plus: die schnelle Internetverbindung, die in der gesamten Ortsgemeinde vorhanden ist.

 

Die Serie

 

Im Pfalz-Plan stellen wir wöchentlich in loser Reihenfolge Städte und Gemeinden in der Pfalz vor.