Schließen x

Anmelden

Kunden-Nr./E-Mail: Passwort:

»Registrieren     »Passwort vergessen

Montag, 23. Januar 2017

-3°C

Mittwoch, 11. Januar 2017 Drucken

Sport

Lange verletzte FCK-Profis auf dem Weg der Besserung

Von Oliver Sperk

 

Im gestern winterlichen Fritz-Walter-Stadion: Mensur Mujdza, Kacper Przybylko und Sebastian Kerk (von links). ( Foto: FCK)

Der Schnee hat den Trainingsplan des 1. FCK durcheinandergewirbelt. Der Test heute (14.30 Uhr) gegen die SV Elversberg findet aber statt.

 

„Mein Co-Trainer Frank Heinemann und ich haben für 8,9 Kilometer 45 Minuten gebraucht“, erzählte FCK-Chefcoach Norbert Meier – und das nicht zu Fuß, sondern im Auto. Die Strecke vom Seehotel Gelterswoog zum Fritz-Walter-Stadion hat es in sich, wenn es so kräftig schneit wie gestern Vormittag.

Die auf Trainingsplatz vier geplanten Übungseinheiten fanden dort nicht statt. Stattdessen absolvierten die FCK-Profis Stabilisations- und Kräftigungsübungen im Innenbereich des Stadions. Danach gab’s einen halbstündigen Lauf im verschneiten Wald. „Die Jungs haben das gut gemacht“, sagte Trainer Meier mit Blick auf die schwierigen Bodenverhältnisse. Nachmittags ging’s in die Halle. Der Witterungsbedingungen wegen steht auch hinter dem ersten Freiluft-Test unter dem neuen Trainer ein Fragezeichen. Der 58-Jährige ist jetzt doppelt froh, dass er mit seinem Team von morgen bis 20. Januar im Trainingslager in San Pedro del Pinatar in Spanien intensiv arbeiten kann – auf gut bespielbaren Rasenplätzen.

Klar ist für Meier schon vor dem Abflug: Die Kapitänsfrage wird er nicht neu stellen, er belässt es bei der Festlegung seines zurückgetretenen Vorgängers Tayfun Korkut: Daniel Halfar bleibt in der Rückrunde Spielführer der Roten Teufel. „Warum soll ich das mitten in der Saison ändern? Das werden wir so lassen“, sagte Meier, der hofft, bald wieder voll auf ein länger verletztes Trio setzen zu können: Mensur Mujdza, Kacper Przybylko und Sebastian Kerk sind guter Dinge, dass 2017 ein für sie besseres Jahr wird als 2016. Kerk, Stammposition linke offensive Außenbahn, hat zwischen Weihnachten und Neujahr trainiert, statt Urlaub zu machen. Der 22-Jährige, den der FCK am 31. August vom SC Freiburg ausgeliehen hat und der nach Achillessehnenproblemen von 21. September bis 17. Oktober vier Einsätze hatte, hat nach auskuriertem Teilriss des Syndesmosebandes mit seinem Yoga-Trainer Extra-Einheiten geschoben. Zusätzlich zu dem Programm, das Ex-FCK-Coach Korkut seinen Schützlingen mit in den Weihnachtsurlaub gegeben hat – bevor er zurücktrat. „Mit dem Rücktritt hat keiner gerechnet, das war erst mal ein Schock“, sagte Kerk, „aber so ist das im Fußballgeschäft manchmal.“

Sein Kollege, der Stürmer Przybylko, pflichtete ihm bei. „Ich hatte, glaube ich, zuletzt immer zwei Trainer pro Jahr“, sagte der 23-Jährige, der Meier aus dem ersten Halbjahr 2014 bei Arminia Bielefeld kennt. Dort löste der Trainer im Februar 2014 Stefan Krämer ab, „Pritsche“ ging im Sommer nach Fürth. Beim FCK ist Przybylko nach mit Unterbrechungen fast acht Monate währenden Fußverletzungen wie Kerk wieder voll im Mannschaftstraining. „Ich bin fit, ich will auf den Platz und mir in den Testspielen Praxis holen“, betonte der 1,92-Meter-Mann, der ein paar Wochen weiter ist als Rechtsverteidiger Mujdza. Der 32-Jährige, wie Kerk Ende August aus Freiburg gekommen, fiebert seinem ersten Einsatz beim FCK entgegen – der Pechvogel erlitt in seiner zweiten Trainingseinheit bei den Lauterern einen Knorpelschaden im Knie.

Ob er morgen mit nach Spanien fliegt, ist noch offen. „Aber ich mache Fortschritte“, betonte Mujdza, „ich merke, dass es besser wird.“